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Osterwieck "Bunter Hof"

Modellvorhaben "Gebäudebestand (Energieeffizienz, Denkmalschutz)"

Projektdaten
KategorieEinzeldenkmal
Baujahr1579
BundeslandSachsen-Anhalt
Laufzeit10/2012 bis 09/2015
EigentümerÖffentlich, Stadt Osterwiek
FörderungEnergetische Sanierung
ZuwendungsempfängerStadt Osterwieck
Am Markt 11
38835 Osterwieck
AnsprechpartnerFrau Wagenführ
Tel.: +49 39421 793710
Email: i.wagenfuehr@stadt-osterwieck.de
Zusammenarbeit mit
  • Modellprojekt
    Deutsches Fachwerkzentrum Quendlinburg e.V
  • Landkreis Harz
  • Untere Denkmalschutzbehörde
Energieeinsparung/ -gewinnungDie grundlegenden bauphysikalischen Anforderungen an Fachwerkgebäude nach WTA 8-1-03/D sollen eingehalten werden.

Ausgangslage

Der Bunte Hof wurde 1579 von Ludolph von Rössing in der Altstadt von Osterwieck errichtet und hat in seiner Bestandsgeschichte verschiedene Nutzungen und Umbauten erfahren. Von der ursprünglichen L-förmigen Anlage mit angrenzenden Bauten der Renaissance, blieb der Hauptteil, der Südflügel mit dem außermittig an der Nordfassade anstoßenden bauzeitlichen Treppenhaus, erhalten. Die letzten 30 Jahre Leerstand setzten dem Gebäude erheblich zu, auch wenn von Restauratoren immer wieder denkmalgerechte Sicherungsarbeiten durchgeführt wurden.

Ziele

  • Denkmalgerechte Sanierung und Sicherung der bislang erhalten gebliebenen, historischen Bausubstanz und Ausstattung um das Gebäude zumindest in Teilbereichen wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
  • Im Zuge der energetischen Sanierung sollen vier barrierefreie Wohneinheiten für sechs Schüler des benachbarten integrativen Fallstein-Gymnasiums entstehen.
  • Der große Saal soll zukünftig als Seminarraum genutzt werden.
  • Die grundlegenden bauphysikalischen Anforderungen an Fachwerkgebäude nach WTA 8-1-03/D sollen eingehalten werden.

Maßnahmen

Ertüchtigung der historischen Gefache am Ostgiebel Osterwieck "Bunter Hof"Ertüchtigung der historischen Gefache am Ostgiebel Quelle: Zuwendungsempfänger

  • Instandsetzung der Sohle mit zusätzlicher Fußbodendämmung
  • Instandsetzung der Decken - und Dachkonstruktionen
  • Gefachsanierung der Außenwand mit eigener Herstellung der Lehmwickel und Putze
  • Sanierung der Holzfenster und Türen mit Rekonstruktion der historischen Fenster zu Kastenfenstern
  • Außenwanddämmung durch Innendämmsysteme mit kapillar leitfähigen und umweltfreundlichen Materialien
  • Nahwärmeversorgung für das Objekt durch die Anbindung an die Heizzentrale des benachbarten Fallstein-Gymnasiums
  • Dokumentation aller durchgeführten Maßnahmen mit wissenschaftlichen Begleitmessungen

Ergebnisse

Das Projekt befindet sich derzeit in der Realisierungsphase. Laufend zur Sanierung werden öffentlich wirksame Maßnahmen durchgeführt und für den weiteren Projektzeitraum geplant. Stattgefunden haben bereits ein Qualifizierungsseminar mit Wandergesellen, ein Praxisseminar mit Schülern des Fallsteingymnasiums sowie des Martineum Gymnasium Halberstadt und ein Schülerseminar mit Schülern des Fallsteingymnasiums.

Folgende bauliche Maßnahmen konnten bis zum jetzigen Zeitpunkt umgesetzt werden:

  • Restaurierung der Fenster und Einbau der Fenster Nordfassade 2. OG
  • Ertüchtigung der historischen Gefachfelder, Stakenfelder mit Strohlehmputz und Bruchsteingefache des 18. Jahrhunderts, Ertüchtigung der Fachwerkkonstruktion – Giebeldreieck, Verputz der Gefachfelder Ostgiebel mit Otterbeinkalk, Anstrich nach Befund
  • Instandsetzung der historischen Putze an den Außenwänden (Lehmausgleichsputze), Dämmung der Außenwände in der westlichen Wohnung mit Thermo-Hanf
  • Vollständige Aufmauerung der Mittellängswand unter Unterzug im Bereich Deckenbalken
  • Sicherung und Freilegung von Malereien des 16., 17. und 19. Jahrhunderts, Sicherung der historischen Putze mittels Injektage
  • Einbau der Elektrotechnik in der östlichen und westlichen Wohnung
  • Restaurierung der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Deckenfelder des ehemaligen Rittersaales
  • Auftragen eines zweilagigen Strohlehmputzes mit abschließendem Lehmfeinputz. Alte Putzflächen, teilweise noch mit Begleiterfassung wurden gefestigt und ergänzt

zwei Fotos der neuen Fenster an der NordfassadeFenster der Nordfassade Quelle: Zuwendungsempfänger

Zusatzinformationen

Kontakt

Kerstin Heitmann
Referat I 7 - Baukultur und Städtebaulicher Denkmalschutz
Tel.: +49 228 99401-1217

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