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Berlin Erweiterung des Dienstgebäudes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Berlin-Mitte Nichtoffener Wettbewerb für Architekt/innen und Landschaftsarchitekt/innen (nach RPW 2013)

Erscheinungstag 22.03.2019
Abgabefrist 17.09.2019 16:00 Uhr

Ausgeschriebene Leistungen

Auslober

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
vertreten durch
das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI)

Verfahren

Nichtoffener, interdisziplinärer einphasiger anonymer Planungswettbewerb für Architekt/innen und Landschaftsarchitekt/innen

Aufgabe

Auf der bundeseigenen Liegenschaft Stresemannstraße/ Erna-Berger-Straße/ Niederkirchnerstraße im Berliner Stadtbezirk Mitte soll für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) ein neues Erweiterungsgebäude einschließlich der Außenanlagen geplant werden, das zugleich als Leuchtturmprojekt des Bundes für Nachhaltiges Bauen dienen soll.
Auf der Liegenschaft sind zudem Büroflächen für die Nutzung durch weitere Bundesministerien und für das Abgeordnetenhaus von Berlin zu planen. Maßnahmenträgerin und Ausloberin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Ziel ist es, das Grundstück baulich so zu verdichten, dass eine maximale Ausnutzung erreicht werden kann.
Der Erweiterungsbau soll durch eine bauliche Verbindung punktuell an das 1916 errichtete und 2011 sanierte denkmalgeschützte Bestandsgebäude in der Stresemannstraße angeschlossen werden. Angestrebt wird die künftig einheitliche Bewirtschaftung einer Gesamtliegenschaft des BMU unter Berücksichtigung von Synergien in Nutzung und Betrieb.
Es sind insgesamt ca. 29.600 m² Nutzfläche (NF) für Büroflächen inkl. Kantine sowie Bibliothek als Medien- Informationszentrum (MIZ) im Neubau vorgesehen.
Angesichts des großen Einflusses von Gebäuden auf den Klima- und Ressourcenschutz soll der Erweiterungsbau des BMU besondere Anforderungen an nachhaltiges und ressourceneffizientes Bauen erfüllen. Über die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen an das nachhaltige Bauen und Betreiben hinaus soll ein Gebäude entwickelt werden, das möglichst nahe an den Standard eines Plusenergiegebäudes heranreicht.
Das Gebäude soll nach dem Lowtech-Prinzip geplant werden, welches robuste, wartungsarme, bauliche Lösungen gegenüber technischen Lösungen vorzieht. Auf den Lebenszyklus des Gebäudes bezogen sollen die Planungsansätze wirtschaftlich tragfähig sein, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Verringerung der Nutzungskosten der Liegenschaft zu legen ist. Hierbei sind auch die eingesetzten Baustoffe und der spätere Rückbau im Rahmen einer Lebenszyklusanalyse zu berücksichtigen.
Darüber hinaus ist ein nachhaltiges Bürokonzept zu entwickeln, das flexibel auf organisatorische Veränderungen reagieren kann und Nachverdichtungen ohne großen Aufwand möglich macht.
Der Erweiterungsbau des BMU soll zudem die Qualitätsstufe Gold des Bewertungssystems des Bundes für nachhaltiges Bauen (BNB) erreichen. Für die neu zu gestaltenden Außenanlagen des rund 12.500 m² großen Grundstücks wird nach den Kriterien des BNB-Systems eine Zertifizierung mit einem Mindesterfüllungsgrad Silber angestrebt.
Die Kostenobergrenze für die Kostengruppen 300 - 500 liegt bei rd. 146 Mio. EUR netto zzgl. 19 % Mehrwertsteuer.
Ziel des Wettbewerbs ist es, ein geeignetes Planungsteam aus Architekt/innen und Landschaftsarchitekt/innen zu finden sowie das beste Vorentwurfskonzept für die Bauaufgabe zu ermitteln. Es wird ein Vorschlag erwartet, der neben gestalterischer und funktionaler Qualität insbesondere in wirtschaftlicher, ökologischer und energetischer Hinsicht überzeugt.
Für die Auftragsausführung der Baumaßnahme ist die Anwendung von 3D-BIM vorgegeben. Die Planungsleistungen sind mit einem BIM-fähigen CAD-System und im Datenaustauschformat Industry Foundation Classes (IFC) gem. DIN EN ISO 16739 zu erbringen.
Die Fachplanungsleistungen werden in separaten VgV-Verfahren vergeben. Wünschenswert ist, dass sich das im Wettbewerb gefundene Planungsteam mit den übrigen am Bauvorhaben Beteiligten zu einer partnerschaftlichen Projektabwicklung bekennt. In Hinblick auf die Planungsziele der Nachhaltigkeit und die Umsetzung der Lowtech-Strategie wird eine enge und kooperative Zusammenarbeit angestrebt.

Weitere Beauftragung im Anschluss an den Wettbewerb:
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die Umsetzung des Wettbewerbsentwurfs ab. Die Ausloberin wird unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts mit dem/der ersten Preisträger/in Verhandlungen führen mit dem Ziel, mindestens die Planungsleistungen für die Objektplanung Gebäude Leistungsphasen 2 (Vervollständigung) bis 5 nach HOAI § 34 (Honorarzone IV) und die Objektplanung Freianlagen Leistungsphasen 2 (Vervollständigung) bis 5 nach HOAI §34 (Honorarzone IV) zu vergeben, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht. Die Ausloberin behält sich eine stufenweise Beauftragung sowie die Beauftragung weiterer Leistungsphasen vor. Ein Rechtsanspruch auf eine Beauftragung der weiteren Leistungsphasen besteht nicht.

Nach Abschluss des Wettbewerbs wird mit der Einladung zum Verhandlungsgespräch der Vertragsentwurf übersandt. Zur Teilnahme am Verhandlungsverfahren nach VgV ist über die E-Vergabe ein Honorarangebot zu dem Vertragsentwurf innerhalb einer noch zu benennenden Frist einzureichen. Mit dem Angebot ist ein Projektteam namentlich vorzustellen, dass die folgenden Mindestanforderungen erfüllt:

Architektur

  • Projektleiter/in (PL) mit mindestens 8 Jahren und ein/e Projektmitarbeiter/in / stellv. PL (MA 1) mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung im Bereich Objektplanung Gebäude mit Studienabschluss der Fachrichtung Architektur oder Bauingenieurwesen (oder vergleichbarer Studienabschluss einer Fachhochschule oder Hochschule)

Landschaftsarchitektur

  • Projektleiter/in (PL) mit mindestens 8 Jahren und ein/e Projektmitarbeiter/in / stellv. PL (MA 1) mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung im Bereich Objektplanung Freianlagen mit Studienabschluss der Fachrichtung Landschaftsarchitektur (oder vergleichbarer Studienabschluss einer Fachhochschule oder Hochschule)

Gewünscht ist, dass die vorgesehenen Projektleiter/innen dem Projekt langfristig zur Verfügung stehen; ebenso sollte ein Projektteam gebildet werden, das beständig zusammenarbeitet.

Bekanntmachungstext

EU-Bekanntmachung

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen

  • Bernardo Bader, Dornbirn
  • Prof. Martin Fröhlich, Berlin
  • Prof. Anette Hillebrandt, Köln
  • Prof. Gerd Jäger, Berlin
  • Prof. Anett-Maud Joppien, Frankfurt am Main
  • Prof. Dr.-Ing. Bernhard Lenz, Karlsruhe
  • Prof. Irene Lohaus, Hannover

Stellvertretende Fachpreisrichter/innen

  • Rebekka Junge, Bochum
  • Prof. Stephanie Kaindl, Berlin
  • Alexej Kolyschkow, Berlin

Sachpreisrichter/innen

  • NN, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  • NN, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
  • NN, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Land Berlin
  • NN, Abgeordnetenhaus von Berlin
  • NN, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
  • NN, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Auswahlverfahren

Alle Teilnehmer des Bewerberverfahrens wurden schriftlich informiert.

Auslobung, Download | geschützter Bereich für Wettbewerbsteilnehmer

---> Passwortgeschützter Bereich

Hinweis: der Downloadbereich steht den Teilnehmern des Wettbewerbs ab dem 19.06.2019 zur Verfügung.

Der Downloadbereich ist ausschließlich für die Wettbewerbsteilnehmer bestimmt.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs haben die Zugangsdaten für den geschützten Bereich erhalten.



Einreichung, Abgabe Wettbewerbsarbeit

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Kennwort: „WB Erweiterung BMU“
Kennziffer angeben
Ref. A 2
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin

Termine

Tag der Bekanntmachung22.03.2019
Bewerbungsfrist Hinweis: Das Bewerberverfahren ist abgeschlossen.24.04.2019 16 Uhr
Tag der Absendung der Aufforderungen zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber04.06.2019
Auslobungsunterlagen auf der Internetseite des BBR zum Download19.06.2019
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten17.09.2019
Preisgericht05. / 06.12.2019

Kontakt

Jenny Witte
Referat A2 - Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau,
Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
Telefon: +49 30 18401-9201
Fax: +49 30 18401 9209
E-Mail: bmu.wettbewerb@bbr.bund.de

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