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Würzburger Residenz und Hofgarten

1. Preis Dietrich Dorfstecher; Berlin

Erster Preis

Der Entwurf besticht durch seine realistische Darstellung des gesamten UNESCO Welterbes „Würzburger Residenz und Hofgarten“. Dabei hebt er sich aus der Vielzahl der qualitätsvollen Mitbewerber durch seine detailgetreue und vollständige Wiedergabe aller Teile des Welterbes ab. Die barocken Elemente Residenz und Hofgarten sind mustergültig künstlerisch wiedergeben und auch der Residenzplatz mit dem 1894 errichteten Brunnen der Frankonia, der weltlichen Symbolgestalt Frankens, findet sich in einer ausgewogenen Wertigkeit auf der Bildseite der Münze wieder. In der Umsetzung als Goldmünze ergibt sich dabei ein klar strukturiertes, in der Perspektive  stimmiges Gesamtbild.

Auch die Wertseite spricht durch ihre klare Gestaltung, an die mit der Bildseite in Einklang steht. Die würdige Darstellung des Bundesadlers ist besonders hervorzuheben.

Insgesamt stellt die Arbeit ein künstlerisch anspruchsvolles Werk dar, das durch hohen Wiedererkennungswert und harmonische Gestaltung die Identifikationskraft dieses Welterbes bemerkenswert widerspiegelt.

2. Preis Reinhard Eiber; Feucht

Zweiter Preis

Der Entwurf zeichnet sich durch eine handwerklich perfekt ins Relief umgesetzte fotografische Ansicht von Residenz und Hofgarten aus. Es handelt sich dabei um die Gartenseite des Schlosses vor dem sehr gelungen dargestellten Barockgarten, wodurch der Wiedererkennungswert der Würzburger Residenz in Ihrer Einzigartigkeit allerdings eingeschränkt ist.

Die Wertseite dominiert ein den Vorgaben entsprechender, traditionell dargestellter würdevoller Bundesadler. Die Bildmotive von Vorder- und Rückseite sind eingebettet in eine gut lesbare und typografisch überzeugende Umschrift, die die Korrespondenz von Bild- und Wertseite unterstreicht.

3. Preis

Es wurde kein dritter Preis vergeben.

4. Preis Reinhard Eiber; Feucht

Vierter Preis a

Dem Verfasser gelingt es, die Elemente Residenz, Hofgarten, Frankonia-Brunnen und Schrift zu einer stimmigen Gesamtkomposition zu fügen. Der barocke Charakter des Ensembles von Residenz und Hofgarten ist gut getroffen. Allerdings wirkt die bastionsförmige Mauer als Abschluss des Gartens in ihrer Überzeichnung, die auch einer deutlichen Überschreitung der Reliefhöhe geschuldet ist, zu dominant. Es scheint, als würde diese Mauer die Residenz wie ein Zeltdach überspannen. Trotz der Reliefüberschreitung fehlt es andererseits der Darstellung der Residenz an Plastizität.

Die Wertseite vermag nur bedingt zu überzeugen. Ein engerer Bezug von Bild- und Wertseite wird vermisst. Das Verhältnis von Wert- und Jahreszahl ist kritisch, die angemessene Darstellung des Adlers wird aber gewürdigt.

4. Preis Hans Joa Dobler; Ehekirchen

Vierter Preis b

Die feingliedrige, brillant detaillierte Bildseite mit ihrer eleganten Komposition von Schrift, Residenz und Grundriss des Gesamtensembles ist ein künstlerisch eigenständiger Beitrag, der ausdrücklich anerkannt wird. Plastizität und Perspektive der Ansicht der Residenz überzeugen. Vollkommen unverständlich erscheint die Wertseite. Der Adler verfehlt deutlich den Anspruch an die Würde eines staatlichen Hoheitszeichens. Selbst künstlerisch läßt der Adler in seiner eher groben Vertikalgliederung einen Bezug zur Bildseite vermissen. Obgleich die dezidierte künstlerische Aussage des Adlers erkannt wird, steht die eher missglückte Wertseite einer höheren Platzierung des Entwurfs entgegen. 

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