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Münzwettbewerb Unesco Welterbe Wartburg

100-Euro-Goldmünze

Am 4.November 2010 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des Künstlers Bernd Göbel den Wettbewerb zur Gestaltung einer 100-Euro-Goldmünze für das Jahr 2011. Zu diesem einstufigen Wettbewerb wurden 15 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des in Köln ansässigen Künstlers Wolfgang Reuter.

1. Preis: Wolfgang Reuter

 1. Preis

Das Motiv überzeugt durch die Gesamtansicht der Wartburg, dargestellt als vom Wald umgebene Höhenburg mit einem deutlichen Wiedererkennungswert. Ergänzt werden im unteren Teil der Bildseite herausragende Eckdaten und Persönlichkeiten der Wartburggeschichte, die zugleich Teil der Nationalgeschichte ist. Den unteren Abschluss der spannungsvoll gestalteten Bildseite bildet als spielerischer Kontrapunkt ein Ritter zu Pferd, der die ritterliche und höfische Kultur als Element des Mittelalters symbolisiert.
Die Korrespondenz der Bild- und Wertseite entspricht sich im zweitteiligen Bildaufbau in hervorragender Weise. Die Schrift im jeweils unteren Teil ist in der Größe und Klarheit gut lesbar und unterstützt das Motiv. Der Adler ist kraftvoll gestaltet und hat eine würdige Anmutung.

Ausgabe der Münze:Oktober 2011

2. Preis: Sneschana Russewa-Hoyer

 2. Preis

Die Bildseite zeigt die Wartburg aus der Perspektive des Vogels. Ein fein gegliederter und räumlich gut nachvollziehbarer Burghof führt den Betrachter durch die Jahrhunderte der Baugeschichte. Jene, für die Betrachtung aus der Ferne wesentlichen markanten Bauformen sind deutlich hervor gestellt. Zahlreiche, minutiös ausgebildete Detailformen bereichern das Reliefbild, eine große Gesamtform führt zu einem angenehmen Verhältnis von Figur und Grund.
Die Wertseite präferiert eine im Gegensatz zur Bildseite stehende markante Symmetrie. Schrift, Zahl und die Sterne der Europäischen Union sind klar geordnet, im Zentrum ein streng geformter, zurückhaltender Adler, dessen Binnenstrukturen weniger den großen Detailreichtum der Bildseite spiegeln.

3. Preis: Hans Joa Dobler

3. Preis

Der Entwurf konzentriert sich auf das architektonische Erscheinungsbild der Wartburg und verzichtet auf Anspielungen auf historische oder kulturhistorische Aspekte.
Er überzeugt durch eine außerordentliche feingliederige Ausführung. Das Burgbild in seiner Einbettung in die Wartburglandschaft ist treffend und detailliert. Die Perspektive mit Blick von Osten lässt den Charakter der Höhenburg nachvollziehen.
Der Bruch zwischen der fein und detailreich ausgearbeiteten Architektur und der konsequenten Stilisierung bzw. Strukturisierung des landschaftlichen Umfelds wird als spannungsreich empfunden, kann jedoch nicht vollends überzeugen.
Wertseite und Bildseite des Entwurfs entsprechen einander harmonische, wozu das Schriftbild wesentliche beiträgt. Wertangabe und Hoheitszeichen ordnen sich in die anstrebte Feingliedrigkeit des Entwurfs ein.

4. Preis: Till Mainz

4. Preis

Dem Künstler ist es sehr gut gelungen, das Thema UNESCO Welterbe Wartburg in schöner Sachlichkeit darzustellen. Das Motiv wird klar erkennbar und mit einer gewissen Strenge wiedergegeben. Die das Motiv einschließende, hervortretende Schrift wirkt historisch, aber nicht aufdringlich.
Die Wertseite wird von einem den Vorgaben entsprechenden, traditionell dargestellten Bundesadler dominiert. Dies führt zu einer harmonischen Korrespondenz zwischen Bild- und Wertseite.

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