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Münzwettbewerb

2 Euro Münzen

2013 Baden-Württemberg Kloster Maulbronn

2014 Niedersachsen Michaeliskirche

2015 Hessen Paulskirche

Die Münzserie „Bundesländer“, die bereits mit sieben Motiven auf 2-Euro Münzen begonnen wurde, soll durch drei weitere Motive für die Jahre 2013, 2014 und 2015 ergänzt werden.

Am 2. Dezember 2010 entschied eine achtköpfige Jury unter Vorsitz der Bonner Künstlerin Lucia Maria Hardegen die Gestaltung dieser 2-Euro-Gedenkmünzen.

1. Platz 2013 Tarnzahl 1778
Eugen Ruhl, Pforzheim

Eugen Ruhl /Pforzheim

Der Entwurf enthält die prägenden Merkmale des UNESCO-Weltkulturerbes Kloster Maulbronn in Baden-Württemberg. Die Bauteile mit dem höchsten Wiedererkennungswert sind hervorragend dargestellt. Der Entwurf zeigt den rechten Teil der Westfassade der Klosteranlage mit dem so genannten „Paradies“. Dieser Gebäudeteil stammt aus dem Jahre 1220 und ist somit der älteste Gebäudeteil.
Es zählt zu den herausragenden Einzelbauwerken des Ensembles des ehemaligen Zisterzienserkloster, denen europäischer Rang zukommt. Die Prägnanz dieser Teilansicht der Westfassade und die baugeschichtliche Bedeutung des „Paradieses“ sind herausragend umgesetzt. Dieser äußere Gebäudeteil wird hervorragend ergänzt durch den aus dem Gebäudeinneren stammenden dreischaligen Brunnen aus dem gotischen Brunnenhaus. Damit werden die wesentlichen Baustile der Klosteranlage prägnant dokumentiert.
Dem Künstler ist es gelungen, in überzeugender und hervorragender Weise das Thema und den Charakter des Ensembles darzustellen. Die technischen Vorgaben wurden konsequent umgesetzt.

1. Platz 2014 Tarnzahl 1782
Erich Ott, München

Erich Ott / München

Der Siegerentwurf zeigt die St. Michaelskirche in Hildesheim in ihrer charakteristischen Außenansicht von Süden. Perspektive und Proportionen sind stimmig. Die Idee des Grundrisses in Form des griechischen Doppelkreuzes mit zwei Querschiffen und den beiden wuchtigen Türmen über den Vierungen kommt überzeugend zum Ausdruck. Der Entwurf ist sehr sauber gearbeitet und besticht durch seine Detailgenauigkeit bis hin zu den Maßwerken der Fenster. Im Vergleich zu anderen Entwürfen entwickelt sich die plastische Darstellung aber zart über dem Reliefgrund. Dies trägt zum harmonischen Gesamteindruck bei. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist mit hohem Wiederkennungswert prägnant und stimmig wiedergegeben. Es ist in diesem Entwurf geeignet, das Land Niedersachsen mit diesem Architekturkleinod über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen.
Das Preisgericht empfiehlt, die Schriftgröße des Nationalitätenkennzeichens sowie des Schriftzuges Niedersachsen an die Größe der Jahreszahl 2014 anzupassen, sowie den hier zu dominanten Buchstaben J an die linke Seite des Gebäudes zu verschieben.

1. Platz 2015 Tarnzahl 1789
Heinz Hoyer, Berlin

Heinz Hoyer/ Berlin

Der Siegerentwurf bietet die klassische Perspektive auf die Paulskirche und damit den größten Wiedererkennungswert. Das Spannungsverhältnis von dominantem Turm und elliptischem Kirchenbau wird prägnant herausgearbeitet. Die Gesamtkomposition der Münze entspricht der Klassizität des Gebäudes. Dadurch, dass das Dach nicht sichtbar ist, wird ein wesentlicher Gedanke des Wiederaufbaus transportiert: Die 1948 wieder errichtete Paulskirche soll nicht die Spuren ihrer eigenen Geschichte – in diesem Fall ihre Zerstörung im II. Weltkrieg – verwischen. Die leichte Überzeichnung der Treppe hat etwas Einladendes und gibt dem darunter liegenden Schriftzug „HESSEN“ Halt.
Der großzügige Gesamteindruck nimmt auch die städtebauliche Situation und die klare Formensprache der Paulskirche überzeugend auf.

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