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Zweistufiger Münzwettbewerb

100 Jahre Internationale Luftfahrtausstellung

Am 18. September 2008 entschied eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des in Nürnberg/Feucht ansässigen Künstlers Reinhard Eiber den Wettbewerb zur Gestaltung einer 10-Euro-Gedenkmünze. Zu diesem zweistufigen Wettbewerb wurden 30 Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Prämiiert und zur Ausführung empfohlen wurde der Entwurf des Berliner Medailleurs Bodo Broschat.

1. Preis Bodo Broschat, Berlin

100 Jahre Internationale LuftfahrtausstellungKünstler: Bodo Broschat, Berlin

Dem Künstler ist es gelungen, durch eine klare Einteilung der Münzfläche in drei Segmente die ganze Bandbreite des Themas Luftfahrt darzustellen. Der Mittelteil mit einem Flugzeug ist eindrucksvolles Zentrum der Münze. Die Frontalansicht eines modernen Flugzeugs beim Anflug auf die Landebahn zeigt die volle Dynamik des Fliegens. In beiden Seitenstreifen wird in fast ornamentaler, zurückhaltender Gestaltung die Vielfalt des Themas Luft – und Raumfahrtausstellung dargestellt. Die gesamte Bandbreite der Luft- und Raumfahrt wird hier von den Anfängen bis zur Gegenwart in interessanter Form vor Augen geführt. Der Spannungsbogen reicht von den Fluggeräten Otto Lilienthals bis hin zur Internationalen Raumstation ISS. Der Adler entspricht in seiner ruhigen und klaren Gestaltung der Würde eines Hoheitssymbols und harmoniert gut mit der Bildseite.

Faszination Fliegen*Tradition*Innovation*

Ausgabe der Münze: vorraussichtlich im Juni 2009

2. Preis Pauline Hoff, Berlin

100 Jahre Internationale LuftfahrtausstellungKünstler: Pauline Hoff, Berlin

Der Entwurf nimmt Bezug auf die Anfänge des Fliegens bis hin zur Gegenwart und verdeutlicht so die Spanne, die 100 Jahre Internationale Luftfahrtausstellung umfasst. Das Fluggerät des Otto Lilienthals steht auch für das Motiv des Ikarus: Der Menschheitstraum vom Fliegen; die Internationale Raumstation (ISS) verweist auf die Entwicklung der technischen Möglichkeiten in die Zukunft.

Dies wird spannungsreich durch die Anordnung der Motive unterstrichen:
Lilienthal mit der Bodenhaftung und darüber die ISS im Weltall schwebend. Eine klare Komposition wird durch die Gestaltung der Schrift unterstützt, die handwerkliche Umsetzung ist sowohl in der haptischen als auch in der räumlichen Wirkung sehr gut gelungen.

Die Wertseite greift die grafischen und handwerklichen Qualitäten der Bildseite auf, wobei eine Korrespondenz der beiden Seiten nicht eindeutig erkennbar wird.

3. Peis Elena Gerber, Berlin

100 Jahre Internationale LuftfahrtausstellungKünstler: Elena Gerber, Berlin

Der Künstler hat aus dem vielfältigen Programm einer Luftfahrtausstellung zeichenhaft einen Formationsflug herausgegriffen, der für die Besucher derartiger Ausstellungen einen Höhepunkt darstellt. Dynamisch sind diese Flugzeuge und ihre optisch hervorgehobene Flugbahn ins Rund gesetzt. Auf den Anlass für die Sonderprägung wird allerdings nahezu ausschließlich durch Schrift verwiesen. Dagegen haben die klare Komposition, die zeichenhaft bildliche Reduktion und die Zuordnung von Bild und Schrift die Jury überzeugt. Der Adler auf der Wertseite der Münze greift Komposition und Stilisierung der Bildseite auf. Auch hier sind Adler und Schrift in ein klares und spannungsreiches Verhältnis gesetzt.

4. Peis Heinz Hoyer, Berlin

100 Jahre Internationale LuftfahrtausstellungKünstler: Heinz Hoyer, Berlin

Die Bildseite zeigt in gelungener Weise die Anfänge der Luftfahrt (Ballon, Doppeldecker, Zeppelin) sowie die Moderne (Verkehrsflugzeug, Hubschrauber, Strahlflugzeug) und schafft mittels der Zuschauer im unteren Teil eine Verbindung zur Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA). Allerdings ist die perspektivische Wiedergabe des vierstrahligen Verkehrsflugzeuges nicht ganz gelungen. Die Wertseite ist dagegen überzeugend.

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