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Nicht offener, einphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren
Das Preisgericht tagte am 15. und 16. Februar 2024 unter dem Vorsitz von Heiner Farwick im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in Berlin-Charlottenburg. Es wurden ein erster, ein zweiter, ein dritter Preis sowie vier Anerkennungen vergeben. Das Preisgericht empfiehlt einstimmig die Arbeit 1216 des 1. Preisträgers der Realisierung zugrunde zu legen unter Berücksichtigung der Hinweise in der schriftlichen Beurteilung.
Die Koordination und Durchführung des Wettbewerbsverfahren erfolgte durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.
Atelier Kempe Thill Thörner Kaczmarek Generalplanungsgesellschaft mbH, Düsseldorf mit Atelier Kempe Thill architects und planners, Rotterdam (Niederlande)
Entwurf
André Kempe, Oliver Thill, Felix Thörner, Christian Kaczmarek
Mitarbeit
Sebastian Humpert, Katharina Klegraf, Marielle Meldrum
Dietrich Untertrifaller Architekten GmbH, München
Entwurf
Patrick Stremler
Mitarbeit
Manfred Karl Botz, Jacqueline Horn, Theodor Lucquet, Sandra Sulzer, Andreas Miorini, Elmir Smajic, Livia Plaumann, Lucia Herz
Fachplanung | Beratung
Haustechnik: Dr. Klaus Peter (HL-Technik Engineering)
Lichtplanung: Robert Mueller (Kardorff)
Tragwerksplanung: Gordian Kley (Merz Kley Partner)
Brandschutz: Florian Mödl (Kersken + Kirchner)
Fassadentechnik: Gerhard Böhler (KUB Fassadentechnik)
Landschaftsarchitektur: Hendrik Porst, Marie Carolin Huber, Xiang Lin (Studio Dreiseitl)
Behnisch Architekten Partnerschaft mbB, Stuttgart
Entwurf
Jörg Usinger
Mitarbeit
Olena Shvab, Tobias Karsten, Chiara Nespoli, Beatrice Pratobevera, Vladyslav Biletskyi, Vladislav Kraiushkin, Almira Erdogan, Johanna Schenk, Marvin Schulze Gronover, Achim Buhse
Fachplanung | Beratung
Tragwerksplaner: Thorsten Helbig, Lucia Theurer (knippershelbig)
ingenhoven associates GmbH, Düsseldorf
Entwurf
Christoph Ingenhoven
Mitarbeit
Martin Reuter, Philipp Neumann, Florian Jung, Darius Szczygielskie, Stefan Boenicke, Thanh Dang, Alexia Pusch, Yang Li, Peter Pistorius
Fachplanung | Beratung
Statik: Werner Sobek AG
Technische Gebäudeausrüstung, Nachhaltigkeit: Drees & Sommer
Sicherheitsplanung: Kraiss Wilke & Kollegen
gmp International GmbH, Berlin
Entwurf
Hubert Nienhoff
Mitarbeit
Hans-Joachim Paap, Martin Hakiel, Mari Paz Agúndez Leria, Felix Morczinek, Alicia Luis Magdaleno, Eleonora La Mantia, Mahshid Balazadeh
Foster + Partners, London (U.K.)
Entwurf
Stefan Behling, Nikolai Malsch, Owe Schoff, Ulrich Hamann
METAFORM architects, Luxemburg
Wandel Lorch Götze Wach, Frankfurt am Main
Entwurf
Shahram Agaajani, gg Kirchner
Mitarbeit
Aiva Dorbe, Jarrid Engel, Christian Grün, Emilia Jaaskelainen, Alice Prüm, Matthieu Ristic, Sofia Tortorizio, Ioulia Voulgari
Fachplanung | Beratung
Tragwerkplanung: Frederic Waimer (Werner Sobek)
Haustechnik: Thomas Bühl-Nebel (ZWP Ingenieur Ag)
Low-Tech: Lars Junghans
Nachhaltigkeit: Stefan Fries (E3 Consult)
Bundesrepublik Deutschland
vertreten durch das
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB),
dieses vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Referat A 2 - Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau,
Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin
Gesa Petersen (Referatsleiterin)
Birgit Jacke-Ziegert (Projektleitung)
Der Luisenblock Ost liegt im Entwicklungsgebiet „Hauptstadt Berlin - Parlaments- und Regierungsviertel“ und in der Verlängerung des sogenannten „Band des Bundes“. Nach Jahren der Planung ohne konsensuales Ergebnis soll der Luisenblock Ost (LBO) nun neu geordnet werden. Dazu ist das Quartier in die beiden Areale LBO I und LBO II aufgeteilt worden. Der hier ausgelobte Realisierungswettbewerb für den LBO I umfasst ein Areal mit einer Größe von ca. 15.500 m², das durch die Luisenstraße im Westen, die Stadtbahn im Norden, den Schiffbauerdamm im Süden sowie im Osten durch zwei denkmalgeschützte Bestandsbauten begrenzt ist. Der Neubaukomplex soll unter Einbeziehung der beiden denkmalgeschützten Gebäude für die parlamentarische Nutzung mit Büroflächen für Abgeordnete und die Bundestagsverwaltung sowie u.a. mit Ausschusssitzungssälen, einer gastronomischen Einrichtung, Magazinen, Logistikbereichen mit Anlieferungszonen, einer zentralen Post-Waren-Röntgenstelle und einem Rechenzentrum realisiert werden. Eine Anbindung der Neubauten an das Unterirdische Erschließungssystem des Deutschen Bundestages (UES) ist obligatorisch. Insgesamt besteht ein Raumbedarf von rd. 27.000 m² Nutzungsfläche, zzgl. Tiefgaragen- und Technikflächen.
Das Gebäude soll besondere Anforderungen an nachhaltiges und ressourceneffizientes Bauen erfüllen. Darüber hinaus soll es, soweit mit der Nutzung vereinbar, nach dem Lowtech-Prinzip geplant werden, welches robuste, wartungsarme und einfache bauliche Lösungen gegenüber komplexen technischen Lösungen vorzieht. Die Vorgaben der Energieeffizienzfestlegungen für klimaneutrale Neu-/Erweiterungsbauten und Gebäudesanierungen des Bundes (EEFB) sind einzuhalten.
Ziel des Wettbewerbs ist es, ein geeignetes Architekturbüro sowie das beste Vorentwurfskonzept für die Bauaufgabe zu ermitteln. Die Fragestellung nach einem überzeugenden städtebaulichen Abschluss des „Band des Bundes“ soll in diesem Kontext geprüft werden. Es wird ein Entwurf mit einem überzeugenden städtebaulichen Konzept unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher Belange erwartet, der neben architektonischer Qualität auch in funktioneller und wirtschaftlicher, ökologischer und energetischer Hinsicht überzeugt. Es ist vorgesehen, die Neubaumaßnahme nach den Kriterien des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) mit dem Erfüllungsgrad Silber zu zertifizieren. Für die Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe wird die Beratung durch Fachplaner für technische Gebäudeausrüstung empfohlen.
Die Umsetzung der Baumaßnahme soll im Rahmen einer Integrierten Projektabwicklung auf Basis eines Allianzvertrages erfolgen, in dem neben der erweiterten Objektplanung (gemäß Vertragsbeschreibung Anlage 8) weitere Fachplanungsbüros u.a. für TA-Planung (ausgewählt durch gesonderte Vergabeverfahren) sowie die bauausführenden Unternehmen (Schlüsselgewerke) ebenfalls Vertragspartner des Allianzvertrages werden. „Integriert“ bedeutet dabei, dass die bauausführenden Unternehmen bereits frühzeitig beauftragt und in die Planung mit einbezogen werden. Die Vergütungsstruktur im Allianzvertrag ist darauf ausgerichtet, dass alle am Projekt Beteiligten gemeinsam an einem Projekterfolg partizipieren. Die Teilnahme am Wettbewerb setzt die Bereitschaft voraus, Partner des Allianzvertrags zu werden.
Für die Auftragsausführung der Baumaßnahme ist die Anwendung von BIM vorgegeben.
Weitere Beauftragung im Anschluss an den Wettbewerb:
Der Auslober wird, unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts, mit allen Preisträgern des Wettbewerbs Verhandlungen führen mit dem Ziel einen der Preisträger als Partner des Allianzvertrages mindestens mit den Leistungen der Projektphase 1 zu beauftragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht. Der Vertrag sieht eine stufenweise Beauftragung vor. Art und Umfang der Beauftragung stellen sicher, dass die Qualität des Wettbewerbsentwurfs umgesetzt wird.
Nichtoffener, einphasiger anonymer Planungswettbewerb für Architekten und Architektinnen nach den RPW 2013 und den übergeordneten Regelungen der VgV zur Auswahl von 12 bis 18 Teilnehmenden in einem vorgeschalteten offenen Bewerbungsverfahren nach VgV.
Stellvertretende Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter
Birgit Jacke-Ziegert (Projektleiterin Wettbewerb)
Referat A 2 - Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau, Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
Tel.: +49 30 18401-9201
E-Mail:
wbw.LBOI@bbr.bund.de