Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Kunst-am-Bau-Wettbewerb Bundesrat Anbau mit Besucherzentrum
Eingangshalle und Verbindungsbrücke (Verfahren 1)

Nicht offener, zweiphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren

  • Status Abgeschlossen
  • Veröffentlichung 30.07.2020
  • Entscheidung 12.11.2021

Bauprojekt

  • Bauherrin Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
  • Nutzer Bundesrat
  • Kunststandort(e) Für den Bundesrat-Anbau sollten Kunst-am-Bau-Konzepte für beide Standorte entwickelt werden:

    1.) Eingangshalle / hängende Installation oder Kunstwerk vor Wandnische
    2.) Verbindungsbrücke / künstlerische Intervention an Boden, Brüstung und/oder Decke, bevorzugt Lichtkunst

    Realisierungssummen

    1.) Eingangshalle                    330.000 € brutto
    2.) Verbindungsbrücke           150.000 € brutto

Entscheidung des Preisgerichts

Das Preisgericht unter dem Vorsitz des Künstlers Professor Mischa Kuball tagte am 12. November 2021 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und hat für den Kunststandort Eingangshalle und für den Kunststandort Besucherbrücke jeweils einen 1. und einen 2. Preis vergeben.

Preisträger

Kunststandort 1 - Eingangshalle

1. Preis - 1235 „Harte Nuss“

Renate Wolff, Berlin

1. Preis "harte Nuss"

Bild / Video 2 von 2

Zu sehen ist die Unteransicht vom Kunstwerk. 1. Preis "harte Nuss" Unteransicht vom Entwurf 1235

Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug):

Das vorangestellte Zitat aus Schillers Wallenstein „Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit. Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen.“ charakterisiert die Konzeption.

Eine in circa 10 Meter Höhe auf 3,3 x 2,36 x 2,45 Meter stark vergrößerte vergoldete Walnuss arbeitet mit der Maßstabverschiebung als Mittel der Aufmerksamkeit und des Humors. In dieser Überzeichnung eines an sich gewöhnlichen Gegenstandes aus der Natur liegen vielfältige Interpretationsmöglichkeiten, die gerade an einem Ort, der Besuchern die Stellung des Bundesrates im politischen Gefüge nahebringen will, nach Auffassung des Preisgerichts sinnlich erscheint.

Der Titel „Harte Nuss“ verweist zuallererst auf die oft komplexen Fragestellungen und Probleme, die in diesem Verfassungsorgan demokratisch gelöst werden müssen. Andererseits symbolisiert die Vergoldung den besonderen Wert des Bundesrates als Vertretung der Länder für die deutsche Demokratie.

Als Plastik erscheint die Arbeit im Kontext der sachlichen strengen Architektur als willkommener Kontrapunkt, der wie ein Fremdkörper im Raum zu schweben scheint. In der Aussage vielfältig, in der Form überraschend, kann diese Arbeit Diskussionen auf unterschiedlichen Ebenen in allen Generationen auslösen, die ein Bild der Ernsthaftigkeit, aber auch der respektvollen Heiterkeit hervorrufen, die es als wertvolles Gut zu schützen gilt.

2. Preis - 1234 „ohne Titel“

Jeewi Lee, Berlin und Seoul

2. Preis "Arbeit 1234"

Bild / Video 1 von 2

Die Visualisierung zeigt den künstlerischen Entwurf in der Eingangshalle; eine Installation aus 16 verschiedenen Aluminiumkörpern, die auf einer Höhe von 9 Metern schweben. 2. Preis "Arbeit 1234" Visualisierung des künstlerischen Entwurfes

Der Entwurf zeigt eine elektromagnetische Installation aus 16 verschiedenen Aluminiumkörpern, die in der weitläufigen Eingangshalle auf einer Höhe von 9 Metern (Unterkante) ‚schweben‘. Sie „erinnern an organisch geformte Erdbrocken oder Meteoriten, formen gemeinsam jedoch eine Ellipse. […] Durch das Eloxieren der Oberflächen sind die einzelnen Körper in Weißgold gehalten [und haben eine] individuelle Oberflächenstruktur, [in der sich] die Umgebung spiegelt, mal in warmem Silber mal in sanftem Gold.“ „Die Stille der Skulpturen wird durch regelmäßige Interaktionen und deren Echo unterbrochen. In 15- bis 30-minütigen Abständen bewegen sich einige der Skulpturenkörper wie voneinander angezogen aufeinander zu, treffen sich mit einem subtilen Klang, lösen sich nach wenigen Sekunden wieder voneinander und schwingen sachte wie ein Pendel nach.“ „In immer neuen Konstellationen […] ergeben sich unterschiedliche Klänge und Halleffekte. Symbolisch stehen die 16 Skulpturenkörper für die 16 Bundesländer, die im Bundesrat zusammenwirken: […] Berührungspunkte, Schnittstellen und Reibungsflächen erzeugen wie die Installation ein Spannungsfeld, das ein […] kommunizierendes Ganzes evoziert.“ Material und Technik: „Die einzelnen je circa 50 Kilogramm schweren Aluminium-Körper sind hohl gegossen und haben unterschiedliche Volumina von circa 0,002 bis 0,057 Kubikmeter (circa 20 bis 70 Zentimeter). [Jede] Skulptur hängt an einem 12 Millimeter dünnen Edelstahlrohr, das sich […] nicht verdrehen kann.“ Befestigt werden die Rohre an „einer subtilen runden Konstruktion an vier Punkten an der Hallendecke.“ Im Innern der Steine sind handelsübliche Elektro-Haftmagnete mit einem Durchschnitt von 150 Millimetern sowie die elektronische Steuerung. Jeder der Magnete ist mit einem Magnet in einem benachbarten Stein gepaart, sodass diese sich gezielt anziehen oder abstoßen können. Die Elektronik für die Steuerung sitzt im Inneren der Steine. Die Hauptsteuerung wird außerhalb der Installation in einem Schaltkasten platziert.

Materialien / Oberflächen: Gesamtvolumen 2,38 x 3,50 x 4,50 Meter / Hängung: Unterkante 9 Meter 16 Hohlkörper-Volumina circa 0,002 - 0,057 m3 (circa 20 - 70 Zentimeter), Schaltkasten Steuerung: 750 x 500 x 400 mm; Je Element circa 50 Kilogramm / gesamt > 1.000 Kilogramm

Umsetzbarkeit / Befestigung: Die einzelnen Elemente hängen an Edelstahlrohren (12 Millimeter) mit innen geführter Steuerleitung und Halteseil. Die vorgeschlagene Befestigung an vier Punkten ist bei Bedarf anpassungsfähig.

Zeitplan: Detailplanung: 12 Wochen, Ausschreibung und Vergabe: 8 Wochen, Ausführungsplanung: 8 Wochen, Produktion: 14–24 Wochen, Verpackung und Transport: 4 Wochen, Montage: 1 Woche, Gesamt: 11–14 Monate nach Beauftragung (45–57 Wochen)

Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug):

Von der Decke hängen freischwebend 16 skulpturale Aluminiumkörper in einer veredelten, hochglänzenden Materialität. Sie schwingen durch elektronisch gesteuerte magnetische Wellen sacht aufeinander zu- beziehungsweise voreinander weg. Entstehen Kollisionen, erzeugen die Körper einen subtilen Klang.

Assoziativ bewegen sich 16 autonome Körper als fluide Gesamtkomposition. Die planetaren Elemente können leicht als Teile eines Systems begriffen werden, das zugleich freiheitlich wie gelenkt agiert. Die Verbindung zu 16 Bundesländern als dynamische Einheit in der Bundesrepublik Deutschland ist schnell zu fassen und formuliert ein positives Bild.

Der Entwurf überzeugt durch seine starke Positionierung im Luftraum des Besucherzentrums des Bundesrates. Er nimmt durch seine feine Vielgestaltigkeit und die Rhythmisierung des Raumes Elemente der Architektur auf und behauptet sich zugleich als autonomes Kunstwerk.

Kunststandort 2 - Verbindungsbrücke

1. Preis - 1331 „BLICKWECHSEL“

Susanne Weirich, Berlin und Essen

1. Preis "BLICKWECHSEL"

Bild / Video 1 von 2

Die Visualisierung zeigt den Entwurf 1331. Zu sehen ist die Besucherbrücke mit dem Kunstwerk ohne Personen. 1. Preis "BLICKWECHSEL" Visualisierung vom Entwurf 1331 ohne Personen

BLICKWECHSEL ist eine Lichtinstallation auf der Besucherbrücke, die zu einer interaktiven Zwischenzone wird. Beim Betreten der Brücke wechseln die Glasscheiben der Brüstung in einen opaken, undurchsichtigen Zustand. Geht niemand über die Brücke, schalten die Gläser wieder in den transparenten Modus. Der künstlerische Eingriff spielt mit einer puristischen Ästhetik durch eine Lichtveränderung an diesem Ort. „Es ist ein Ereignis von sehr reduzierter und knapper Form, das aber in der Lage ist, die Aufmerksamkeit für einen Moment zu verschieben.“ Für die Übergangsbrücke im zweiten Obergeschoss werden die Brüstungsscheiben auf beiden Seiten der Brücke mit sogenannten „intelligenten“ Glasmodulen versehen. Die darin enthaltenen Flüssigkristallfilme reagieren auf Bewegungsmelder, deren elektrische Spannung die Lichtdurchlässigkeit der Glasflächen zwischen transparent und intransparent ändert. „In dem Augenblick, wenn die Glasscheiben opak werden, fühlt man sich umhüllt und vor den Blicken von unten geschützt, man schaut vom Fußboden hoch, sucht den Blick durch die transparente Verglasung der Brücke und folgt den Blickachsen des Gebäudes. Das Ereignis der Glasveränderung führt auf subtile Weise dazu, die Blickrichtung zu wechseln.“ Von der Haupthalle aus betrachtet, wird die Beziehung zwischen Einzelperson und aktiver Sensorik ebenso sichtbar. Ergänzend schlägt die Künstlerin resp. der Künstler die Lichtintervention für alle drei übereinanderliegenden Brücken vor. Das Ereignishafte wird dadurch verstärkt und die Mitarbeitenden des Hauses werden stärker in die Kunstintervention eingebunden. Im Gesamtgefüge der Architektur bekommt die Lichtinstallation, wenn sie auf allen
drei Brücken installiert wird, eine stärkere Wirkung.

Materialien / Oberflächen: Verbundsicherheitsglas, Polymerflüssigkristallfilme, Radar- Präsenzmelder, Elektronik.

Maße / Gewicht: a) 1 Brücke: 6 Flächen je 1,10 x 2,38 Meter = 15,7 Quadratmeter; b) 3 Brücken: 18 Flächen je 1,10 x 2,39 Meter = 47,10 Quadratmeter; Gewicht: k. A.

Umsetzbarkeit / Befestigung: Die elektrische Zuleitung wird mit entsprechenden Steckverbindern in den bauseits vorgesehenen, hohl ausgeführten Handläufen realisiert.

Zeitplan: 6–8 Wochen

Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug):

Der künstlerische Vorschlag sieht vor, über den Kunststandort hinaus die Brüstung aller drei Brücken mit einer Lichtinstallation zu gestalten. Beim Betreten der Verbindungen von Altbau und Anbau wechseln die Glasscheiben von ihrer Transparenz in einen opaken, undurchsichtigen Zustand. So wird der Übergang zu einer interaktiven Zwischenzone, die dem Passanten einen optischen Schutz bieten kann.

Die Jury begrüßt den Vorschlag, die künstlerische Idee auf alle drei Brücken auszuweiten und würdigt die Veränderung des Raumes, die durch Licht und Schatten hervorgerufen werden. Es ist eine Arbeit, die nur in Verbindung mit uns Menschen, unserer Körperlichkeit, mit unserem Dasein in Erscheinung tritt und somit eine nachvollziehbare Symbolik aufzeigt. Die Arbeit unterstützt die architektonische Intention einer puristischen Ästhetik und einer möglichst offenen und transparenten Gestaltung der Eingangshalle.

2. Preis - 1334 „ohne Titel“

Jeewi Lee, Berlin und Seoul

2. Preis "Arbeit 1334"

Bild / Video 1 von 2

Die Visualisierung zeigt des künstlerischen Entwurfes, eine transparente bikonkave Linse aus handgeschliffenem Glas in der Mitte der Besucherbrücke. 2. Preis "Arbeit 1334" Visualisierung des künstlerischen Entwurfes

„Eine transparente bikonkave Linse aus handgeschliffenem Glas ist etwa in der Brückenmitte mit Ausrichtung zur Fensterfront der Gartenfassade an der Brüstung angebracht. Die Linse fügt sich mit ihren sanften Gelb-, Orange- und Sepiatönen leicht in die sie umgebende, helle und offene Architektur ein [und] bringt auf spielerische Weise die Geschichte des Ortes mit dem für Aufbruch und Erneuerung stehenden Anbau des Bundesrats zusammen. Der Blick in die Linse spielt auf einen in die Vergangenheit gerichteten Blick an, durch den eine zukünftige Geschichte jedoch erst möglich wird.“ „Königliche Porzellan-Manufaktur, Wohnsitz der Familie Mendelssohn-Bartholdy, Preußisches Herrenhaus, Staatliche Plankommission der DDR sind nur einige der kulturell und politisch bedeutenden Abschnitte seiner Nutzungsgeschichte. […] Unterschiedliche Blickwinkel und Geschichten gleichberechtigt einbeziehend [verschieben] Weitwinkeleffekt, [Rundung und Färbung] die Wahrnehmung. Die Geometrie barocker Gärten findet sich in der kreisrunden Form der Linse wieder.“ Material und Technik: „Die eigens für den Raum gegossene, handgeschliffene kreisrunde Linse (ø 1,60 m) soll [auf der Höhe von 1,64 m] mit Ausrichtung zum Südgarten angebracht werden […] Die Linsen werden als Verbundglas für die Stabilität in Schichten hergestellt. […] Die Befestigungsmöglichkeit kann in Abstimmung mit den Dudler Architekten präzise erfolgen, konzipiert ist sie [als] subtiler halb offener Rahmen, der das Glas trägt und zur Stabilität mit der Brüstung verbunden ist. Die Scheibe bzw. ihr unterer Rand soll in eine halbkreisförmige Einbuchtung des Handlaufs eingebettet werden. Dieser wird damit multifunktional: [...] als Halterung der Linse [interagiert sie] direkt mit der Architektur, [zugleich stellt] sie eine Verbindung zu den Betrachterinnen und Betrachtern her, die die Brüstung bereits als Handlauf und Haltepunkt verwenden.“

Materialien / Oberflächen: Verbundglas / bikonkave Linse

Maße / Gewicht: Gläserne Linse ø 1,60, Unterkante 9,55 Meter, Oberkante 11,15 Meter; Dicke laut Plan: 15 Zentimeter; Gewicht: k. A.

Umsetzbarkeit / Befestigung: Die Linse soll in eine halbkreisförmige Einbuchtung des Handlaufs eingebettet werden. Die Befestigung soll in Abstimmung mit dem Architekturbüro Dudler präzise erfolgen.

Zeitplan: Detailplanung und Abstimmung: 12 Wochen, Ausschreibung und Vergabe: 8 Wochen, Ausführungsplanung: 8 Wochen, Produktion: 14–24 Wochen, Verpackung und Transport: 4 Wochen, Montage: 1 Woche, Gesamt: 11–14 Monate nach Beauftragung (45–57 Wochen)

Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug):

Eine Linse mit einem Durchmesser von 160 Zentimetern fügt sich harmonisch in das architektonische Gefüge aus Handlauf und Glaspaneele auf der Verbindungsbrücke ein. Sie besticht durch ihre Farbigkeit und die schiere Größe und fokussiert den Blick auf das dahinterliegende Herrenhaus. Die Linse lässt den Besucher innehalten, vor- und zurücktreten und so den Blick schärfen.

Im Spiel mit der Wahrnehmung werden historische Seh-Spiele, optische Geräte und Guckkästen assoziiert. Doch die puristische Arbeit möchte nicht verzerren und täuschen, sondern darauf aufmerksam machen, dass im gezielten Blick auf das Alte, unterstrichen durch die Sepiatönung des Glases, die Zukunft fortgeschrieben wird.

Informationen zum Wettbewerb

Auslober, Koordination und Durchführung

Bauherrin und Ausloberin:

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Nutzer

Bundesrat

Auslobung, Koordination und Durchführung

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat A 2 – Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau, Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin

Beate Hückelheim-Kaune (Referatsleitung), Anna Steffens (Projektleitung bis 17.12.2020), Michael Kasiske (Projektleitung ab 18.12.2020), Ken Koch (Projektleitung)

Wettbewerbsaufgabe

Der Hauptsitz des Bundesrates erhält mit dem Erweiterungsbau in der Leipziger Straße in Berlin-Mitte ein modernes Besucherzentrum für die jährlich mehr als 70.000 Gäste, sowie einen Verwaltungsflügel mit Büroeinheiten und besonderen Funktionsbereichen.
Aufgabe des Wettbewerbes ist es, für beide Kunststandorte künstlerische Interventionen zu entwickeln, die sich thematisch mit der Architektur, der Geschichte des Ortes und/oder den inhaltlichen Bezügen des Bundesrates als Verfassungsorgan und Vertretung der Länder auseinandersetzen sowie über eine hohe künstlerische Qualität und Aussagekraft verfügen.

Standort 1: Eingangshalle

Eine künstlerische Intervention ist als Abhängung innerhalb des hohen Luftraums der Eingangshalle möglich: max. Maße (BxTxH) ca. 2.38 x 3.75 x 4.50 m.
Alternativ steht die Wandnische rechts neben dem Übergang zum überdachten Innenhof des Bestandsgebäudes für ein Kunstwerk zur Verfügung: max. Maße (BxTxH) ca. 1.39 x ca. 0.40 x 2.75 m.

Darüber hinaus wird es den Wettbewerbsteilnehmern freigestellt, auch andere Orte innerhalb der Eingangshalle für ein Kunstwerk zu beanspruchen, sofern dabei die geltenden Anforderungen und Auflagen berücksichtigt werden.

Standort 2: Verbindungsbrücke

Die Brücke ist ca. 7.28 m lang und 4.25 m breit.
Zur Verfügung stehen der Boden, die Brüstungen vor der raumhohen Verglasung, sowie die Abhangdecke zum 3. Obergeschoss. Bevorzugt wird eine Lichtinstallation.

Auf Grund der unmittelbaren Sicht- und Raumbeziehungen zwischen Verbindungsbrücke und Eingangshalle, wäre es wünschenswert, wenn beide Werke thematisch und / oder räumlich miteinander korrespondieren würden.
In Abhängigkeit von der Empfehlung des Preisgerichts bleibt eine je nach Standort getrennte Beauftragung an unterschiedliche Künstler vorbehalten.

Aufwandsentschädigung und Preisgelder

Aufwandsentschädigung 1. Phase

Bearbeitung Standort Eingangshalle und Verbindungsbrücke: 750,- €

Aufwandsentschädigung 2. Phase

Bearbeitung Standort Eingangshalle und Verbindungsbrücke: 3.000,- €

Preisgelder Eingangshalle

1. Preis: 8.000,- €
2. Preis: 5.000,- €
3. Preis: 3.000,- €

Preisgelder Verbindungsbrücke

1. Preis: 7.000,- €
2. Preis: 4.000,- €
3. Preis: 2.000,- €

Preisgericht:
  • Axel Anklam, Künstler, Berlin
  • Philipp Fritzsche, Künstler, Leipzig
  • Dr. Ulrike Groos, Kunsthistorikerin/Kuratorin, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart
  • Prof. Mischa Kuball, Künstler, Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien, Köln
  • Stephanie Rosenthal, Kunsthistorikerin/Kuratorin, Direktorin des Gropius Bau, Berlin
  • Prof. Dr. Michael Schwarz, Kunsthistoriker, Braunschweig

Die Sachpreisrichter sind Vertreter der Bauherrin, des Nutzers, der Bauverwaltung und der Architekt. Diese werden mit der Auslobung bekannt gegeben.

Wettbewerbsverfahren

Nichtoffener, zweiphasiger, anonymer Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerberverfahren.
Das Wettbewerbsverfahren erfolgt gemäß Leitfaden Kunst am Bau (2012) und in Anlehnung an die Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013).
Die Wettbewerbssprache ist deutsch.

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Architektur

Kontakt

  • Referat A2 – Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau,
    Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau 
    Straße des 17. Juni 112
    10623 Berlin

    Tel.: +49 30 18401-9202
    Fax: +49 30 18401-9209
    E-Mail: architektur@bbr.bund.de

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