Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Meldung 20.02.2024 Wettbewerb für ersten Teil des Luisenblock Ost entschieden

Die Planungen für den Luisenblock Ost I in Berlin-Mitte nehmen Form an. In einem vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) durchgeführten Realisierungs­wettbewerb zeichnete das Preisgericht am 16. Februar 2024 den Entwurf des Ateliers Kempe Thill Thörner Kaczmarek aus Düsseldorf einstimmig mit dem 1. Preis aus.

Das Gebäude ist in Holzhybridbauweise geplant und erfüllt die Anforderungen an nachhaltiges und ressourceneffizientes Bauen in gestalterisch überzeugender Weise.

Luisenblock Ost I – 1. Preis, Ansicht innen

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Rendering: hoher Innenraum mit Blick in einen angrenzenden Sitzungssaal rechts und einer großen Glasfront links, durch die das Reichstagsgebäude zu sehen ist Luisenblock Ost I – 1. Preis, Ansicht innen Große, zweigeschossige Stadtloggien sind im Entwurf den Ausschusssitzungssälen vorgelagert und vermitteln Transparenz.

Der Luisenblock Ost liegt östlich des „Band des Bundes“, ist Teil des Entwicklungsgebiets „Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“ und soll neu geordnet werden. Nachdem der ursprünglich vorgesehene Bebauungsplan Ende 2020 vom Land Berlin nicht weiterverfolgt wurde, wurde das Quartier in ein westliches (Luisenblock Ost I) und ein östliches Areal (Luisenblock Ost II) aufgeteilt und für den westlichen Teil dieser Realisierungswettbewerb ausgelobt. Das Wettbewerbsverfahren wird vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) durchgeführt.

Der Luisenblock Ost I umfasst einen Bereich von rund 15.500 Quadratmetern und ist durch die Luisenstraße im Westen, die Stadtbahn im Norden, den Schiffbauerdamm im Süden sowie durch zwei denkmalgeschützte Bestandsbauten im Osten begrenzt. Hier soll unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Gebäude ein Neubaukomplex für die parlamentarische Nutzung mit Ausschusssitzungssälen und Büroflächen sowie unter anderem mit einem Rechenzentrum, Logistikbereichen, Magazinen und Gastronomie entstehen.

Die Jury unterstrich die besondere Qualität des erstplatzierten Entwurfs mit seinen großen zweigeschossigen Stadtloggien, die den Ausschusssitzungssälen vorgelagert sein werden. Der Entwurf nimmt sowohl architektonische Prinzipien aus den Bauten des „Band des Bundes“ auf, wie auch die Materialität der historischen Industriebauten. So gelinge eine große architektonische Vermittlungsleistung an einem Ort, der bislang keine eindeutige Prägung hat.

Mit dem 2. Preis wurde das Büro Dietrich | Untertrifaller Architekten aus München ausgezeichnet. Ein 3. Preis ging an Behnisch Architekten aus Stuttgart. Jeweils eine Anerkennung erhielten ingenhoven associates aus Düsseldorf, gmp International aus Berlin, Foster and Partners aus London sowie METAFORM architects aus Luxemburg mit Wandel Lorch Götze Wach aus Frankfurt am Main.

Ab dem 20. März 2024 werden alle Wettbewerbsbeiträge im Ernst-Reuter-Haus, dem Berliner Dienstsitz des BBR, präsentiert.

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