Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Meldung 10.07.2023 Deutsche Botschaft in Tel Aviv – Neubau Residenz

Am 4. Juli 2023 eröffnete das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse für den Neubau der Residenz der Deutschen Botschaft in Tel Aviv. Aus dem vom BBR durchgeführten Architekturwettbewerb ging ein internationales Planerteam als 1. Preisträger hervor.

Der Neubau der Residenz der Deutschen Botschaft in Tel Aviv entsteht nach Plänen der Büros Gustav Düsing (Berlin) mit wolff:architekten (Berlin) sowie Architekten für nachhaltiges Bauen (Walsrode) und emmerik garden design and research (Rotterdam). Die Architekten setzten sich mit ihrem Entwurf in einem vom BBR im Auftrag des Auswärtigen Amts durchgeführten Wettbewerb durch.

Rendering: kubisches, dreistöckiges Gebäude mit heller, teilweise geöffneter, teilweise transparenter Fassade; geschwungene Treppen führen von Etage zu Etage; vor dem Gebäude ein Garten mit Büschen, Sträuchern und Kakteen Residenzneubau Deutsche Botschaft Tel Aviv Visualisierung des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurfs für den Neubau der Residenz der Deutschen Botschaft in Tel Aviv, Israel

Ziel des vom BBR-Referat A 2 durchgeführten Wettbewerbsverfahrens war es, für die Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland in der israelischen Mittelmeermetropole einen überzeugenden Vorentwurf zu erhalten, der den vielfältigen Anforderungen sowie den Repräsentationsansprüchen einer Residenz gerecht wird. In seiner Sitzung am 14. Juni 2023 vergab das Preisgericht den 1. Preis für den Entwurf des Büros Gustav Düsing GmbH (Berlin) mit wolff:architekten Gesellschaft von Architekten mbH (Berlin) mit Architekten für nachhaltiges Bauen (Walsrode) und emmerik garden design and research (Rotterdam).

Die Leitidee der Entwurfsverfasser folgt mit dem Erhalt des Kerns des Bestandsbaus dem Prinzip des sogenannten Eco-Minimalismus. Der Gebäudekern wird durch eine umhüllende Struktur mit vorgehängter Metallfassade erweitert, wodurch ein multifunktionaler Zwischenraum entsteht. Der Metallvorhang wird beweglich ausgebildet, um Windschutz zu bieten und verschiedene Blicke in die Umgebung zu ermöglichen. Der Garten mit seiner wertvollen Bestandsvegetation bleibt erhalten und wird um Elemente eines Trockengartens, der ohne intensive Bewässerung auskommt, ergänzt.

Insgesamt handelt es sich um eine Arbeit, die mit wohltuender Bescheidenheit die deutsche Residenz in Israel verkörpert und damit die Tradition der diplomatischen Vertretung dort fortsetzt. Gleichzeitig wird mit größter Konsequenz die Frage der Nachhaltigkeit des Bauens in den Mittelpunkt gerückt. Bei hoher gestalterischer Qualität entsteht damit eine Botschaft, die mit großer Weitsicht in die Zukunft blickt.

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