Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Drei Pavillons für das Bundespräsidialamt

Teilnehmergemeinschaft aus Lübeck und Hannover erhält den 1. Preis im Wettbewerb zur Gestaltung des Eingangsbereiches

Ausgabejahr 2020
Datum 21.08.2020

Der zentrale Eingangsbereich des Bundespräsidialamtes neben dem Schloss Bellevue in Berlin soll nach Plänen von tönies schroeter jansen freie architekten mit lad+ landschaftsarchitektur diekmann neu gestaltet werden. Zu dieser Entscheidung kam das Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Thomas Müller in seiner Sitzung am 19. August 2020. Das mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurfskonzept der Büros aus Lübeck und Hannover erfüllt nach Auffassung der Jury die komplexen Anforderungen nach optimaler Verortung der unterschiedlichen Funktionen im Eingangsbereich unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Belange des Gartendenkmals. An dem vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) durchgeführten interdisziplinären Wettbewerb hatten sich 23 Gemeinschaften aus Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros beteiligt.

Die geplanten Baumaßnahmen auf der Liegenschaft des Bundespräsidialamtes am Rande des Großen Tiergartens in Berlin umfassen mehrere Neubauten für das Wach- und Kontrollgebäude, eine Poströntgenstelle, unterirdische Technikflächen sowie Büros für die Bundespolizei. Oberirdisch entstehen zwei eingeschossige und ein zweigeschossiger Pavillon zwischen dem Schloss Bellevue und dem ellipsenförmigen Verwaltungsgebäude des Bundespräsidialamtes. Die Räumlichkeiten im vorhandenen Wach- und Kontrollgebäude decken aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen und des damit einhergehenden personellen Zuwachses bei der Bundespolizei nicht mehr den Bedarf. Außerdem erfordern gestiegene Besucherzahlen einen deutlich größeren Kontrollbereich im Wachgebäude. Zwei aus den 1950er- und 1990er-Jahren stammende Funktionsgebäude werden im Zuge der Baumaßnahme ersetzt.

Als besondere Herausforderung im Wettbewerb galt es, die Funktionsflächen gestalterisch sensibel in das Gebäude- und Parkensemble unter den Vorgaben der hohen Sicherheitsanforderungen und des Denkmalschutzes einzufügen. Auch die Außenanlagen waren, den hohen gestalterischen Qualitätsanforderungen entsprechend, neu zu planen. Dies erfüllt das erstplatzierte Entwurfskonzept nach Ansicht des Preisgerichtes auf überzeugende Weise.

„Die geplanten baulichen Veränderungen am Amtssitz des Bundespräsidenten verlangten nicht nur den Wettbewerbsteilnehmern, sondern auch den Mitgliedern des Preisgerichtes ein Höchstmaß an Respekt und Sorgfalt ab“, betont der Juryvorsitzende Professor Thomas Müller. „Das Spektrum der Wettbewerbsbeiträge hat zu intensiven Diskussionen geführt. Dem Entwurf von tönies schroeter jansen freie architekten mit lad+ landschaftsarchitektur diekmann gelingt es mit Leichtigkeit und Eleganz, die vielen komplexen Anforderungen an diesen Standort in ein überzeugendes räumliches Konzept zu gießen.“

Einen 2. Preis vergab das Preisgericht für den Wettbewerbsbeitrag der Stuttgarter Büros h4a Gessert + Randecker Architekten mit Glück Landschaftsarchitektur. Scheidt Kasprusch Architekten mit Henningsen Landschaftsarchitekten, beide Berlin, erhielten den 3. Preis. Mit Anerkennungen wurden die Entwurfskonzepte der Gemeinschaften aus Staab Architekten mit Levin Monsigny Landschaftsarchitekten, beide Berlin, Schulz und Schulz Architekten, Leipzig, mit Därr Landschaftsarchitekten, Halle (Saale), sowie Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten + Stadtplaner PartG mbB, Nürnberg, mit JOMA Landschaftsarchitektur, Bamberg, bedacht.

Der Wettbewerb für die Gestaltung der Eingangssituation des Bundespräsidialamtes mit Wach- und Kontrollgebäude wurde als nichtoffener, einphasiger anonymer Planungswettbewerb durchgeführt. Ein unabhängiges Gremium wählte aus insgesamt 61 Bewerbungen 25 Einreichungen zur Teilnahme an dem Wettbewerb aus. 23 Teilnehmergemeinschaften reichten einen Wettbewerbsbeitrag ein.

Der nun entschiedene Wettbewerb umfasst Bauvorhaben, die Teil übergreifender Planungen zur Umgestaltung und Erweiterung auf der Liegenschaft des Bundespräsidialamtes sind. Ziel der Gesamtmaßnahme ist es, den größeren Raumbedarf zu decken und die veränderten funktionalen Anforderungen, unter anderem an Sicherheit und Brandschutz, zu erfüllen. Die Rahmenbedingungen des Standortes im Gartendenkmal Tiergarten und der Bedeutung des Einzeldenkmals Schloss Bellevue werden dabei in angemessener Weise berücksichtigt. Die Planung und Durchführung sämtlicher Maßnahmen finden in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen statt.

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Entwurfsansicht des 1. Preisträgers zur neuen Gestaltung der Eingangssituation des Bundespräsidialamtes

Bild / Video 1 von 6

Das Bild zeigt den Entwurf des 1. Preisträgers für das neue Wach- und Kontrollgebäude des Bundespräsidialamtes Entwurfsansicht des 1. Preisträgers zur neuen Gestaltung der Eingangssituation des Bundespräsidialamtes Entwurfsansicht des 1. Preisträgers tönies schroeter jansen freie architekten mit lad+ landschaftsarchitektur diekmann zur Neugestaltung des zentralen Eingangs zum Bundespräsidialamt in Berlin Quelle: tönies schroeter jansen freie architekten gmbh, Lübeck, mit lad+ landschaftsarchitektur diekmann, Hannover

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