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Neubau Heinrich-Böll Stiftung (HBS) in Berlin- Mitte

Blick Park auf HausBlick Park auf Haus Quelle: Fotograf Andreas Böhmig

BAUHERRHeinrich-Böll-Stiftung
BAUFACHLICHE BETREUUNGBundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat A2 Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsmaßnahmen
Beate Hückelheim-Kaune; Christine Blechschmidt
Referat IV S 2, Gebäudetechnik
Norbert Seitz, Ralf Winkler
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
ARCHITEKTe2A eckert eckert architekten, Zürich
WETTBEWERB2006
Anonymer, einstufiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Bewerberauswahlverfahren nach VOF,
25 Teilnehmer
1. Preis: e2A eckert eckert architekten, Zürich
1. Preis: Gerber Architekten, Dortmund
3. Preis: Kny & Weber Architekten, Berlin
GENERALÜBERNEHMERHERMANN KIRCHNER Projektgesellschaft mbH,
Bad Hersfeld
GRUNDSTÜCKSGRÖSSE2.105
BEBAUTE FLÄCHE1.263
BRUTTOGRUNDFLÄCHE6.968
HAUPTNUTZFLÄCHE3.872
GESAMTKOSTEN
(KGR 100-700)
12,029 Millionen Euro
BAUBEGINNApril 2007
FERTIGSTELLUNGMai 2008
KUNST AM BAUWettbewerb 2007
Wettbewerbssieger: Via Lewandowsky

Der Neubau der HBS befindet sich auf einem 2.105 großen Grundstück in der Albrechtstraße 1 / Ecke Schumannstraße im Bezirk Berlin-Mitte.

Als kompakter Solitär am Rande des Stadtgartens fügt sich das neue Haus der HBS in das städtebauliche Umfeld ein. Das Gebäude beherbergt moderne Büroflächen für 186 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung. Der Baukörper ist ein 6-geschossiger klassischer Kubus der durch der im 1. Obergeschoss weit auskragenden, sogenannten Beletage, geprägt wird, in der sich das Konferenz- und Tagungszentrum befindet. Insgesamt besteht eine Kapazität von rund 300 Teilnehmern bei nationalen und internationalen Veranstaltungen. Im Zentrum der 6 Geschosse befindet sich ein überdachtes Atrium. Die angrenzenden Flachdächer über dem 5. Obergeschoss sind begrünt.
Die tragende Konstruktion des Gebäudes besteht aus einem Betonskelettbau mit Betondecken sowie einer Kernzone aus Beton. Die Fassade ist eine Pfosten-Riegelfassade mit vorgehängten Fassadenelementen.

Es wurde ein innovatives Energiekonzept umgesetzt, das auf dem Prinzip des Austausches von Wärme und Kälte ohne großen technischen Aufwand beruht. Gekühlt wird mit Wasser. In allen Büros befinden sich entlang der Fensterfronten so genannte Brüstungsgeräte. In Ihnen befindet sich ein Hochleistungswärmetauscher, durch den im Sommer Wasser mit einer Temperatur von 20°C zirkuliert. Ein kleiner Ventilator im Brüstungsgerät sorgt dafür, dass sich die gekühlte Luft im Raum verteilt. Auch bei Außentemperaturen von 30°Csteigt die Raumtemperatur nicht über einen Maximalwert von 25°C Das dafür benötigte Kühlwasser wird über einen adiabatischen Rückkühler im Keller des Gebäudes erzeugt: Auf seinen Rohren wird Stadtwasser versprüht. Dabei entsteht Verdunstungskälte, die die Kühlwassertemperatur wieder auf 20°C reduziert. So gekühlt gelangt das Wasser zurück in den Kreislauf. Das Brüstungsgerät sorgt im Sommer für Kühlung, im Winter für Wärme. Im Winter heizen die Server. Die Server der HBS befinden sich in so genannten Cool- Racks ein "Kühl-Schrank". Damit können die Server in die Gebäudetechnik direkt eingebunden und ihre Abwärme direkt nutzbar gemacht werden. Im Sommer werden auch die Server über den adiabatischen Rückkühler gekühlt.

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