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Neubau eines zentralen Parkhauses
Visualisierung des Parkhausneubaus
Unter der Leitung des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Referat III B 2, entsteht auf der Hardthöhe in Bonn ein neues zentrales Parkhaus für das Bundesministerium der Verteidigung. Der Neubau soll im Sommer 2024 in Betrieb genommen werden.
Ausgangssituation
Auf der Liegenschaft Hardthöhe des Bundesministeriums der Verteidigung wurden in den Jahren 1987 und 1988 drei Parkpaletten mit insgesamt knapp 1.700 Stellplätzen errichtet. Nach drei Jahrzehnten intensiver Nutzung wiesen die Baukonstruktionen gravierende Schäden auf. Nachdem im Jahr 2013 grünes Licht für eine Sanierung der drei Parkpaletten gegeben worden war, wurden 2017 im Zuge von Sofortmaßnahmen zunächst die an der Fassade befestigten Pflanztröge aus Beton komplett demontiert.
Neue Variantenuntersuchungen, die die veränderten Rahmenbedingungen auf der Liegenschaft und die bauordnungsrechtlichen Belange in Bezug auf Größe und Gestaltung von Stellplätzen berücksichtigten, führten dann jedoch zu einem neuen Ansatz: Anstelle einer Sanierung fiel die Entscheidung zugunsten eines zentralen Parkhausneubaus am Standort einer der alten Parkpaletten aus. Der Bedarf für die weiteren Planungen wurde auf 1.100 Stellplätze festgesetzt.
Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Parkhauses sollen auch die zwei anderen Parkpaletten abgebrochen werden, sodass diese Flächen anderweitig genutzt werden können.
Bauaufgabe und Entwurf
Die Bauaufgabe besteht darin, ein modernes und verkehrstechnisch gut durchdachtes Parkhaus zu errichten, das sich städtebaulich in das Gesamtensemble des Münchner Platzes sowie des Zentralbereiches einfügt und den heutigen Nachhaltigkeitskriterien an Parkhausbauten entspricht.
Der Vorentwurf des Planungsbüros AMP zeichnet sich dadurch aus, dass sich das neue Parkhaus durch die zurückhaltende Gebäudehöhe sowie eine klare und ruhige Bauform in die städtebauliche Struktur dieses Bereichs der Liegenschaft Hardthöhe eingliedert.
Das neue Parkhaus soll sich harmonisch in die bestehende Bebauung der Hardthöhe einfügen.
Auch wenn für Parkhäuser keine Zertifizierung im Sinne des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) vorgesehen ist, weist der Entwurf einige nachhaltige Komponenten auf. Hier sind vor allem eine Photovoltaikanlage, ein Gründach, die Integration von Ladeinfrastruktur für E-Mobilität, die LED-Beleuchtung und die Auswahl vieler Baumaterialien vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit zu erwähnen.
Ergänzt wird der Hochbauentwurf durch eine adäquate Gestaltung der Frei- und Außenanlagenbereiche. Des Weiteren ist für die zukünftige elektrische Anbindung des Parkhausneubaus eine Energiezentrale im Ein- und Ausfahrtbereich vorgesehen, die mit einer eigenen Mittelspannungsanlage bestückt ist.
Vergabe und Planung
Anfang 2023 wurde die Goldbeck GmbH nach EU-weitem Ausschreibungsverfahren als Totalunternehmer verpflichtet, sowohl die Entwurfs-, Genehmigungs- wie auch Ausführungsplanung zu erstellen und letztendlich den kompletten Parkhausneubau auszuführen. Mit den Planungsleistungen wurde im Juli 2023 begonnen.
Alle Leistungen der Technischen Ausrüstung für die Energiezentrale wie auch alle Außenanlagenbauleistungen werden in einem gesonderten Vergabeverfahren ausgeschrieben und vergeben.
Bauvorbereitung
Im Zeitraum Oktober 2022 bis Januar 2023 wurde die alte Parkpalette zur Baufeldfreimachung komplett abgebrochen. Von Februar bis Juni 2023 wurde die Baugrube ausgehoben. Das Abbruchmaterial der alten Parkpalette konnte als Tragschicht des neuen Parkhauses wiederverwertet werden.
Nächste Schritte: Bauausführung
Auf Grundlage einer Teilfreigabe für die Gründungs- und Grundleitungsarbeiten konnte der Totalunternehmer bereits Ende Juli 2023 mit der Bauausführung des neuen Parkhauses beginnen.
Eine Baugenehmigung für die restlichen Arbeiten wird Ende August 2023 erwartet.
Die Inbetriebnahme des neuen Parkhauses ist für Sommer 2024 vorgesehen.