Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Bundesamt für Strahlenschutz – Verwaltungsgebäude K 12

Neubau eines Ersatzgebäudes auf dem Gelände des Bundesamts in Berlin-Karlshorst

Das Rendering zeigt die stromlinienförmige Fassade eines dreigeschossigen Gebäudes. Bundesamt für Strahlenschutz Die stromlinienförmige Fassade verleiht dem Neubau ein dynamisches Aussehen.

Projektdaten

  • Nutzer Bundesamt für Strahlenschutz
  • Adresse Köpenicker Allee 120–130, 10318 Berlin, Deutschland
  • Architektur hks | architekten GmbH
  • Landschafts­architektur plandrei Landschaftsarchitektur GmbH
  • Wettbewerb zweistufiger, offener Wettbewerb
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat BB VI 2
  • Gesamtkosten rund 43 Millionen Euro
  • Baubeginn 2021
  • Fertigstellung 2025
  • Brutto-Grundfläche rund 6.200 Quadratmeter
  • Nutzungsfläche rund 3.600 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Die Außenstelle des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Berlin befindet sich im Stadtteil Karlshorst des Verwaltungsbezirks Lichtenberg. Die großflächige Liegenschaft an der Köpenicker Allee ist sowohl von Gewerbeflächen als auch von kleinteiliger Wohnbebauung umgeben. Den veränderten Anforderungen des Nutzers entsprechend, wird die Liegenschaft in den kommenden Jahren verkleinert und neu bebaut. Das Projektmanagement übernimmt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – Referat BB VI 2.

Ziel der Planung ist es, durch eine neue städtebauliche Prägnanz und eine ortsprägende und erinnerungsfähige architektonische Gestaltung einen für den Standort identitätsbildenden Raum mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Arbeit des BfS

Zu den Aufgaben des Bundesamts für Strahlenschutz, die es im Auftrag des Bundes erledigt, zählen die Strahlenschutzvorsorge, die kerntechnische Sicherheit, die Beförderung radioaktiver Stoffe und die Entsorgung radioaktiver Abfälle. Darüber hinaus errichtet und betreibt das BfS Anlagen zur Sicherstellung und Endlagerung radioaktiver Abfälle. Gesetzliche Grundlagen für die Tätigkeit des Bundesamts sind das Strahlenschutzvorsorge- und das Atomgesetz sowie weitere Bundesgesetze und Verordnungen.

Arbeitsschwerpunkte sind zum Beispiel Fragen des Strahlenschutzes in der Medizin, die Auswirkungen der ultravioletten und der elektromagnetischen Strahlung sowie die durch natürliches Radon verursachte Strahlenbelastung auf den Menschen. Ferner untersucht und überwacht das Amt die Strahlenexposition der Bevölkerung und bewertet gesundheitliche Risiken. Für beruflich strahlenexponierte Personen wird ein Strahlenschutzregister geführt, das die individuelle Erfassung von Strahlenbelastungen gewährleistet.

Geschichte des BfS

Das Bundesamt für Strahlenschutz wurde am 1. November 1989 gegründet. Ziel war es, die Kompetenzen auf den Gebieten Strahlenschutz, kerntechnische Sicherheit, Transport und Verwahrung von Kernbrennstoffen sowie Endlagerung radioaktiver Abfälle zu bündeln. Das Bundesamt bildet eine organisatorisch selbstständige, wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Im Stadtteil Karlshorst war das Staatliche Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz (SAAS) angesiedelt. Bis zur deutschen Wiedervereinigung war es die staatliche Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde der DDR, die für die kerntechnische Sicherheit und den Strahlenschutz zuständig war. Nach dessen Auflösung übernahmen die gemeinsamen Einrichtungen der Länder vorübergehend einen Teil der Aufgaben. Anschließend gingen diese in Länderhoheit über. Weitere Zuständigkeiten und einen Teil des Personals übernahm das Bundesamt für Strahlenschutz.

Das Amt unterhält heute Dienststellen an sieben Standorten in Deutschland, darunter in Salzgitter als Hauptsitz, München, Berlin und Freiburg. In Berlin ist ein Teil des Fachbereichs „Strahlenschutz und Umwelt“ angesiedelt.

Projektverlauf

In einem offenen, zweiphasigen Wettbewerb wurde der Entwurf des Büros hks | architekten ausgewählt und zusammen mit plandrei Landschaftsarchitektur beauftragt.

Die Ausführungsplanung wird voraussichtlich bis November 2022 abgeschlossen sein. Im Frühjahr desselben Jahres begannen bereits vorgezogene Abbrucharbeiten sowie die Baustelleneinrichtung. Der Baugrubenaushub startete Anfang August. Die Grundsteinlegung fand am 13. September 2022 statt. Die anschließende Kernbauzeit erstreckt sich bis in den Herbst 2024. Inbetriebnahme und Übergabe an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Maßnahmenträgerin und an das Bundesamt für Strahlenschutz als Nutzer erfolgt im Sommer 2025. Das Monitoring gemäß dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen wird sich noch bis Ende 2025 erstrecken.

Projektdetails

Der Neubau entsteht entsprechend des Wettbewerbsergebnisses als Stahl-Beton-Skelettbau mit Y-förmigem Grundriss. Das Gebäude mit Büro-, Multifunktions- und Laborräumen ist dreigeschossig und teilweise unterkellert. Im Untergeschoss befinden sich unter anderem ein Teil der Technikzentrale und das Service-Center Dosimetrie. Ebenerdig sind die Bibliothek und die Werkstätten sowie die Garagen angeordnet. Die Obergeschosse werden für die Verwaltung und das radiologische Lagezentrum genutzt. Die Nachhaltigkeit des Gebäudes ist auf den Qualitätsstandard „Silber“ des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) ausgerichtet und wird anhand der entsprechenden Kriterien überprüft.

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