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Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität

Effizienzhaus Plus EingangssituationEffizienzhaus Plus Eingangssituation Quelle: BBR, Ulrich Schwarz

Nutzung / Nutzer Forschungsinitiative Zukunft Bau
AdresseFasanenstraße 87 a, 10623 Berlin
ArchitektARGE Werner Sobek Stuttgart GmbH und WS Green Technologies GmbH, Stuttgart
ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat V 4
Gesamtkosten*2,2 Millionen EURO
Wettbewerb / Ergebnisse Realisierungswettbewerb 2010, 1. Preis Universität Stuttgart mit Werner Sobek Stuttgart
Baubeginn / Fertigstellung08/2011 - 12/2011
Bruttogrundfläche181 Quadratmeter
Nutzfläche147 Quadratmeter

*Stand der haushaltsrechtlich anerkannten Kosten einschließlich Honorare.

Im Rahmen der Forschungsinitiative "Zukunft Bau" des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) jetzt Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wurde 2011 in zentraler Lage das Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität als Forschungs-Pilotprojekt errichtet.

Ziel des 2010 ausgelobten Wettbewerbs war es, ein Gebäude zu entwickeln, das deutlich mehr Energie bereitstellt, als für den Gebäudebetrieb notwendig ist. Dieser Energieüberschuss sollte für die Elektromobilität verwendet werden.

Das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in der Fasanenstraße 87a in Bezirk Charlottenburg entstandene zweigeschossige Einfamilienhaus wurde unter realen Bedingungen getestet, indem zweimal eine vierköpfige Familie über einen Zeitraum von ungefähr einem Jahr das Gebäude bewohnte. Es sollte aufgezeigt werden, dass ein Wohngebäude mit Plusenergiestandard in der Lage ist, sich und seine Bewohner sowie mehrere Fahrzeuge mit einer durchschnittlichen Jahresleistung von insgesamt ungefähr 29.000 Kilometern allein aus Umweltenergien zu versorgen. Ein weiterer Fokus im Planungs- und Bauprozess lag auf den Themen der Nachhaltigkeit und der Recyclingfähigkeit.

Im Rahmen des Monitoringprogramms wurde das Gebäude vom Frauenhofer-Institut für Bauphysik im bewohnten Zustand messtechnisch erfasst und energetisch bewertet. Das Haus wird derzeit überplant und soll ab 2017 als Informationszentrum des Bundes wiedereröffnet werden.

Architektur
Das Architekturkonzept des Effizienzhauses Plus mit Elektromobilität sieht ein möglichst kompaktes Volumen vor, um die Wärmeverluste gering und die Leitungswege kurz zu halten. Der Kubus besteht aus einem mit schwarzen Photovoltaik- und Glaselementen bekleideten umlaufenden Rahmen, der drei Nutzungszonen beherbergt: der sich als Schaufenster zur Fasanenstraße öffnende Eingangsbereich mit Stellplätzen und Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität und Informationsdisplays; eine Zwischenzone, in der "Energiekern", Nassräume und Verkehrsfläche untergebracht sind und den sich zur Ostseite orientierende zweigeschossige Wohnbereich.

Die Technik ist in dem von außen einsehbaren Raum, dem so genannten „Energiekern“, auf der straßenzugewandten Seite des Gebäudes untergebracht. Das Erdgeschoss ist, mit Ausnahme der Kücheneinrichtung, barrierefrei konzipiert. Das Obergeschoss ist barrierearm.

Durch den modularen Aufbau des Gebäudes ist es möglich, das Haus bei Bedarf für völlig andere Belange und Anforderungen umzunutzen. Der "Energiekern", der alle technischen Funktionen des Hauses beherbergt, stellt die Schnittstelle zwischen Immobilie und Mobilität dar. In dem der öffentlichen Straße zugewandten Schaufenster parken und laden die Elektrofahrzeuge des Hauses.

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