Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Liegenschaft Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Das Bundeswehrkrankenhaus Berlin ist eines von fünf Bundeswehrkrankenhäusern in Deutschland. Es verfügt über eine Kapazität von etwa 370 Betten und insgesamt 16 medizinischen Fachabteilungen. Obwohl es unter militärischer Führung steht, ist es ein Teil des zivilen Gesundheitsnetzes im Land Berlin. Zudem ist es Regierungskrankenhaus und als Kooperationspartner akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Foto: helle Putzfassade eines historischen Gebäudes auf grüner Wiese vor blauem Himmel Bundeswehrkrankenhaus Sanierte Fassade des Bundeswehrkrankenhauses Berlin

Das Krankenhaus blickt auf eine lange Geschichte als Gesundheitsbau zurück. Der historische Baukörper wurde 1853 unter König Friedrich-Wilhelm IV als Garnisonslazarett errichtet. Ab 1920 wurde das Gebäude als Staatskrankenhaus der Polizei genutzt, ab 1948 als Krankenhaus für Polizei und Innenministerium der DDR. Nach der Wende wurde die Liegenschaft an der Scharnhorststraße in Berlin-Mitte an die Bundeswehr übergeben und wird seit 1991 offiziell als Bundeswehrkrankenhaus geführt.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) beziehungsweise seine Vorgängerinstitution, die Bundesbaudirektion, betreut seit 1991 die Baumaßnahmen auf dem Areal. Seitdem wurden in mehreren Phasen umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt. In einer ersten Bauphase wurden Haus 1.7 als Intensiv- und Bettenstation, ein temporäres Bettenhaus sowie eine neue Technikzentrale errichtet. Ebenfalls erfolgte die Herrichtung des denkmalgeschützten Patientengartens. Diese baulichen Maßnahmen hatten ein Volumen von zirka 50 Millionen Euro.

In der zweiten Bauphase wurden Neubauten für die Notfallaufnahme und die Küche mit Speisesaal und Aufenthaltsbereichen sowie das provisorische Apothekenlager fertiggestellt. Ebenfalls wurde eine Kindertagesstätte für die Kinder der Beschäftigten errichtet. Der Neubau der Apotheke befindet sich aktuell im Rohbau und soll 2024 fertiggestellt werden. Ein OP-Gebäude als Interimslösung wird im Sommer 2023 zur Nutzung übergeben.

In der dritten Bauphase werden der Neubau des Psychotrauma-Zentrums, ein Parkhaus, eine Rettungswache und Unterkünfte für das militärische Personal errichtet. Ebenfalls ist ein Multifunktionsgebäude mit Operationsbereichen, Notfallaufnahme und allen Fachuntersuchungsstellen vorgesehen. Das Investitionsvolumen wird auf rund 300 Millionen Euro geschätzt.

Neben den umfangreichen Bauprojekten wird laufend eine Vielzahl von kleineren Baumaßnahmen und Bauunterhaltsmaßnahmen durch das BBR umgesetzt.

Baumaßnahmen in einem Krankenhaus stellen aufgrund der intensiven Nutzung von Gebäuden und technischen Anlagen sowie der kurzen Erneuerungszyklen der Medizintechnik grundsätzlich eine Daueraufgabe dar. Eine Herausforderung ist es dabei, den laufenden Krankenhausbetrieb aufrechtzuerhalten und durch die Arbeiten möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Eine Besonderheit dieser Liegenschaft ist ihre historische Bausubstanz, die bis in das Jahr 1850 zurückdatiert. Sie steht in Kernbereichen unter Denkmalschutz. Die Umsetzung der hohen technischen Anforderungen eines modernen Krankenhauses in dem Kontext der historischen Bausubstanz stellt regelmäßig eine Herausforderung für alle Planungsbeteiligten dar und erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt.

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