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Neubau
Der Neubau der Küche (rechts) ist über eine wettergeschützte Brücke im 2. Obergeschoss an das Gebäude mit den Patientenbereichen angebunden.
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) betreute den Neubau der Küche für das Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Am 29. September 2016 wurde die Küche an das Bundeswehrkrankenhaus übergeben. Nach der Einrichtung und dem teilweisen Umzug von Bestandstechnik aus der alten Küche wurde am 1. November 2016 im neuen Hause der Betrieb aufgenommen.
Um den medizinischen Betrieb eines Krankenhauses sicherzustellen, bedarf es einer Vielzahl an Versorgungseinrichtungen im Hintergrund. Der Neubau des Küchengebäudes mit einer Großküche, mit der das gesamte Krankenhaus inklusive des Speisesaales für das Personal versorgt wird, ist ein wesentlicher Teil davon. Für ein reibungsloses Funktionieren wurde das Gebäude so positioniert, dass es sowohl optimal an die zu versorgenden Patientenbereiche angebunden ist also auch eine gut funktionierende Anlieferung und Entsorgung gewährleistet. Hohe hygienische Anforderungen wurden umgesetzt, unter anderem mit einer Trennung der Wegeführung von Küchenbetrieb und öffentlichen Bereichen.
Darüber hinaus sind im Neubau die in militärischen Einrichtungen üblichen Betreuungsbereiche für das Personal untergebracht, wie Aufenthaltsbereiche mit gesonderter Bewirtung durch einen Pächter sowie Seminar- und Klubräume für das Bundeswehrkrankenhaus.
Da die Platzverhältnisse auf dem Gelände sehr beengt waren und gleichzeitig unterschiedliche Bautätigkeiten ausgeführt wurden, wurde die Baumaßnahme in drei Bauabschnitte unterteilt.
Besonderheiten im Bauablauf
Bereits zu Beginn der Bauausführung waren zahlreiche Probleme zu lösen: Die Schaffung von Interimen für Lagerflächen, Unterfangungen der Bestandsgebäude und insbesondere der Rückbau von drei vorgefundenen Tiefbrunnen im Baugrund haben den geplanten Bauablauf mehrfach verzögert.
Dieser Zeitverzug konnte allerdings durch Beschleunigungsmaßnahmen mit der Rohbaufirma nahezu aufgeholt und damit eine weitere Winterbaubeheizung vermieden werden. Dies gewährleistete den weitestgehend störungsfreien Ausbau des Gebäudes mit seinen anspruchsvollen technischen Anlagen bis hin zur Ausstattung der beiden Küchen mit neuen Großgeräten.
Funktionalität des Gebäudes
Der Baukörper wurde im räumlichen Zusammenhang mit weiteren dienenden Versorgungseinrichtungen (Neubau einer Apotheke mit Zentrallager sowie Verwaltung) an der nördlichen Liegenschaftsgrenze angeordnet. Erschlossen wird das Gebäude durch eine gesonderte Zufahrtsstraße für die Ver- und Entsorgung sowie getrennt von den Patientenbereichen. Ein unterirdischer Verbindungsgang und eine wettergeschützte Brücke im 2. Obergeschoss bindet den Neubau an die zu versorgenden Patientenbereiche der Bestandsgebäude an.
Das Untergeschoss beherbergt Technikflächen, Lagerbereiche und Sozialräume für das Personal. Im Erdgeschoss ist die Großküche inklusive Anlieferung, Spülküche und Kühlräumen untergebracht. Im 1. Obergeschoss befinden sich der Speisesaal für das Personal und die Lehrklassen des Bundeswehrkrankenhauses. Die Aufenthaltsbereiche sowie ein eigener kleiner Küchenbereich liegen im 2. Obergeschoss und haben einen direkten Zugang zur Dachterrasse.