Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Bundesnachrichtendienst – Gardeschützenweg

Bauprojekte und Einfache Baumaßnahmen

Foto: ein mehrstöckiges repräsentatives Backsteingebäude mit verzierten Giebeln und einem zentralen Turm mit Spitzdach Hauptgebäude Gardeschützenweg Das Hauptgebäude der Liegenschaft am Gardeschützenweg ist in den Jahren 1881 bis 1884 nach Entwürfen des Architekten Ferdinand Schönhals errichtet worden.

Projektdaten

  • Bauherrin Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
  • Nutzer Bundesnachrichtendienst
  • Adresse Gardeschützenweg 71-101, 12203 Berlin, Deutschland
  • Architektur des Bestandsgebäudes Ferdinand Schönhals (Hauptgebäude)
  • Fertigstellung des Bestandgebäudes 1884 (Hauptgebäude)
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat BB IV 3
  • Baubeginn 2004
  • Brutto-Grundfläche rund 36.200 Quadratmeter (verteilt auf 16 Gebäude)
  • Grundstücksfläche rund 62.700 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Die Liegenschaft Gardeschützenweg ist eine denkmalgeschützte Gesamtanlage im Berliner Stadtbezirk Steglitz-Zehlendorf / Ortsteil Lichterfelde. Sie wurde ab 1881 als Gardeschützenkaserne erbaut und weist ein Ensemble unterschiedlich denkmalgeschützter Gebäude auf.

Auf dem rund 62.700 Quadratmeter großen Gelände befinden sich insgesamt 16 Gebäude mit einer Brutto-Geschossfläche von rund 36.200 Quadratmetern. Von diesen sind 12 Gebäude in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts von Berlin eingetragen. Sie bilden ein herausragendes Zeugnis der Militärarchitektur während der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und der NS-Zeit und sind von hohem geschichtlichen Wert.

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) führt seit 2004 kontinuierlich Bauunterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sowie Bedarfsanpassungen auf der Liegenschaft durch. Die Projektleitung hat das BBR-Referat BB IV 3 inne.

Projektdetails

Die Bebauung der Liegenschaft erfolgte in mehreren Perioden innerhalb eines Zeitraumes von 56 Jahren von 1881 bis 1937. Trotz nahezu ununterbrochener Nutzung der Liegenschaft, unter anderem von 1945 bis 1990 durch amerikanische Truppen und ab 1992 durch das Bundesamt für das Kreditwesen, gab es bis zum Jahr 2000 keine nennenswerten baulichen Ergänzungen auf der Liegenschaft. In den Jahren 2003 bis 2004 wurde die Liegenschaft für den Bundesnachrichtendienst hergerichtet. Seitdem wird sie durchgängig vom Bundesnachrichtendienst genutzt.

Über alle stilistischen Unterschiede hinweg eint fast alle Gebäude die Verwendung von rotem Sichtziegelmauerwerk als Material der Fassade. Dies entspricht der preußisch-berlinerischen Tradition für Militärbauten und andere öffentliche Gebäude des Entstehungszeitraumes.

Auf der Liegenschaft stehen Gebäude unterschiedlicher Größe und Funktion. Die beiden baulich größten spannen mit dem ehemaligen Exerzierplatz einen weiten Freiraum auf, dessen seitliche Ränder mit untergeordneten Gebäuden besetzt sind. Während das Grundstück östlich mit großen Baukörpern geschlossen wird, weist der westliche Rand der Liegenschaft eine Mischung unterschiedlich hoher Gebäude auf, die sich um einen Wirtschaftshof gruppieren. Dabei liegen die älteren Gebäude als ursprüngliche Nebengebäude, wie Reithalle, Turnschuppen, Fahrzeughalle und Krankenstall sowie Büchsenmacherei, unmittelbar an der Umfassungsmauer oder sind mit ihrer Außenwand Teil der Einfriedung. Die späteren Ergänzungen dieses Bereiches mit Schulungs- und Wirtschaftsgebäude haben bereits einen größeren Maßstab und lösen sich vom nunmehr komplett bebauten Rand.

Die Liegenschaft verfügt über einen stark durchgrünten Außenraum. Im Norden liegt ein parkartig gestalteter Bereich mit umfangreichem Baumbestand. Neben dem Hauptgebäude befindet sich ein Feuerwehrdenkmal, eine Nachschöpfung von 1957. Ursprünglich wurde das Denkmal 1925 an der Invalidenstraße in Berlin-Mitte errichtet.

Foto: ein lang gestrecktes dreistöckiges Gebäude mit einheitlichem rechteckigen Fensterraster und rötlicher Backsteinfassade Bürogebäude Gardeschützenweg Auf der Südseite der Liegenschaft befindet sich ein dreigeschossiges Gebäude mit Büronutzung aus den 1930er-Jahren.

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