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Nicht offener, einphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren
Das Preisgericht unter Vorsitz von Dr. Angelika Nollert (Die Neue Sammlung, Pinakothek der Moderne, München) tagte am 10. und 11. April 2018 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Für den "Südlichen Innenhof" wurden ein erster und ein zweiter Preis vergeben. Für die "Kommunikationszonen 1. - 5. Obergeschoss" wurden fünf 1. Preise und fünf 2. Preise vergeben.
Preisträger Südlicher Innenhof
"Berliner Garten"
Sonderfachleute: Michael Milde, Betonbau, Fa. Stangel AG
Hannes Gugg, Metallgus, Fa. Anton Gugg e.K.
1. Preis - Südlicher Innenhof - Grundriß
"Spin"
1. Preis - Südlicher Innenhof - Grundriss
Preisträger Kommunikationszonen 1. - 5. OG
„La Silhouette des Citoyens“
Entwurf von Heidi Sill für das 1. Obergeschoss der Kommunikationszonen, Perspektive
Detail des Entwurfes von Heidi Sill für das 1. Obergeschoss der Kommunikationszonen.
„freischwinger“
Sonderfachleute: ROOM DIVISION, Lichtplanung
abw/anders wohnen und bauen, Fachleute für Edelputz
Entwurf von Andrea Stahl für das 2. Obergeschoss, Perspektive.
Detail des Entwurfes von Andrea Stahl für das 2. Obergeschoss des Kommunikationszentrums.
„IN PROJEKTION“
1. Preis - 3. OG - Perspektive
Entwurf von Renate Wolff für das 3. OG des Kommunikationszentrums.
„o.T.“
Mitarbeiter: Christian Henkel
Entwurf von Marie Aly für das 4. Obergeschoss des Kommunikationszentrums.
Details des Entwurfes von Marie Aly für das 4. Obergeschoss des Kommunikationszentrums.
„o.T.“
Entwurf von Tim Trantenroth für das 5. Obergeschoss des Kommunikationszentrums, Perspektive.
Detail des Entwurfes von Tim Trantenroth für das 5. Obergeschoss der Kommunikationszonen.
Preisträger 2. Preise Kommunikationszonen 1. - 5. OG
„BLICK NACH AUßEN“
2. Preis - 1. OG - Perspektive
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
2. Preis - 1. OG - Perspektive
2. Preis - 1. OG - Perspektive
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
2. Preis - 1. OG - Perspektive
„trame“
2. Preis - 1. OG - Perspektive
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
2. Preis - 1. OG - Perspektive
„ChillChatCheer“
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
„Grenzziehungen“
Sonderfachleute: Bollinger + Grohmann GmbH Berlin (Prüfstatik)
Bernd Euler GmbH Berlin (Kunstproduktion)
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
„RESONANZ“
2. Preis - 1. OG - Perspektive
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
2. Preis - 1. OG - Perspektive
2. Preis - 1. OG - Modellansicht
Für den Deutschen Bundestag wird ein neues Bürogebäude in der Schadowstraße 4 Ecke Dorotheenstraße in Berlin-Mitte errichtet, das derzeit von dem aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangenen Büro CODE UNIQUE aus Dresden geplant wird. Das neue Büro- und Verwaltungsgebäude dient der Unterbringung verschiedener Fachbereiche der Bundestagsverwaltung sowie einer Kantine mit Cafeteria.
Die gesamte Fläche des Innenhofes, inklusive der Hofflächen der benachbarten Bundestagsliegenschaften, ist in die Neugestaltung des Außenraumes einbezogen, die nach der prämierten Wettbewerbsplanung der Landschaftsarchitekten Tremp aus Zürich umgesetzt wird. Ein Großteil des zentralen Hofes wird von einer unterirdischen Energiezentrale unterbaut. Ein separierter Gartenbereich im Süden des Hofes ist nicht unterbaut und wird als eigenständiger Gartenhof ausgebildet. Im Rahmen der Baumaßnahme soll auch Kunst am Bau realisiert werden. In diesem Wettbewerbsverfahren waren zwei Kunststandorte vorgegeben:
Der südliche Innenhof und die Kommunikationszonen im 1. bis 5. Obergeschoss.
Während die zentrale Innenhoffläche mit vielen Funktionen belegt ist, bietet der südliche Innenhof als Kunststandort einen ruhig gestalteten Bereich. Vom übrigen Hof ist er mit einer langen Sitz- und Stützmauer etwas abgetrennt. In der Mitte des Hofes liegt ein leicht geneigtes Rasenfeld. Dieser Hofbereich gehörte zu einem Teil des historischen Gartens des Schadow-Hauses, einem der bedeutendsten Gärten des Berliner Biedermeier. Die heutige erhaltene Restfläche des Gartens ist ohne oberirdisch sichtbaren denkmalrelevanten Bestand.
Allerdings ist vom Landesdenkmalamt Berlin für die Schadow Gesellschaft ein geflügelter Amor aus dem Kunsthandel angekauft worden, welcher der gusseisernen Gartenskulptur von Schadow entspricht, die einst an diesem Ort stand. Eine Sitz- und Stützmauer vermittelt zwischen den verschiedenen Höhenniveaus der Hofflächen und soll von beiden Seiten aus als Sitzfläche genutzt werden können. In den Mittagspausen soll der Hof als Aufenthaltsort genutzt werden. Darüber hinaus dient er ebenso als Durchgangshof für die Beschäftigten der Schadowstraße 12-13, die von hier über direktem Weg zur Kantine in der Schadowstraße 4 gehen können.
Wettbewerbsaufgabe:
Für den südlichen Innenhof sollte eine Arbeit entwickelt werden, die durch eine hervorragende künstlerische Qualität die Aufenthaltsqualität des Ortes stärkt. Neben Skulpturen und Installationen, die auf der Rasenfläche im südlichen Innenhof platziert werden konnten, war auch eine künstlerische Gestaltung der Stütz- und Sitzmauer denkbar. Der geflügelte Amor (Höhe 135 Zentimeter) konnte in das künstlerische Konzept einbezogen werden.
Vom Foyer im Erdgeschoss führt eine großzügige einläufige Treppenanlage mit einem begleitenden Luftraum in die Obergeschosse. Auf den Geschossebenen 1 bis 5 schließen knapp 40 Quadratmeter große offene mit Sitzgelegenheiten möblierte Kommunikationsbereiche an die jeweiligen Treppenläufe an. In diesen Bereichen sind die Decken um rund 25 Zentimeter erhöht und bieten hier eine höhere lichte Raumhöhe als in den übrigen Flurzonen. Für jedes Geschoss sollte eine künstlerische Position ausgewählt werden.
Wettbewerbsaufgabe:
Ziel des Wettbewerbs war es, für die fünf Kommunikationsbereiche (Wandflächen und anschließende erhöhte Deckenbereiche) künstlerische Vorschläge zu entwickeln, die die Aufenthaltsqualität unterstützen. Gleichzeitig sollten die Arbeiten jedem Geschoss eine eigene Identität verleihen und damit Orientierung bieten.
Der Kunst-am-Bau-Wettbewerb für den Standort „Südlicher Innenhof“ wurde zusammen mit dem Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die „Kommunikationszonen 1.-5.OG“ als nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Bewerberverfahren ausgelobt. Die Ausschreibung folgte dem Leitfaden Kunst am Bau und wurde in Anlehnung an die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) durchgeführt.
Es wurden für den Südlichen Innenhof 15 Künstler/innen eingeladen. Für den Bereich der "Kommunikationszonen 1. bis 5. OG" wurden 25 Künstler/innen eingeladen.
Birgit Jacke-Ziegert
Referat A 2 – Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau, Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
Tel.: +49 30 18401-98108
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