Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Bürogebäude für Bundesbehörden – Neubau

Anfängliche Nutzung als Zwischenunterbringung des Bundespräsidialamtes

Computersimulation: mehrere Gebäudekomplexe an einem Flusslauf mit Brücke Neubau eines Bürogebäudes für Bundesbehörden Der Entwurf des Büros Sauerbruch Hutton (Mitte) ergänzt die Bebauung am Spreebogen.

Projektdaten

  • Nutzer Bundespräsidialamt (Zwischenunterbringung), Bundesbehörden (dauerhafte Folgenutzung)
  • Adresse Elisabeth-Abegg-Straße / Alt-Moabit, 10557 Berlin
  • Bauherrin Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
  • Architektur Gesamtplanung: ARGE Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH und Drees & Sommer SE
  • Bau-Auftragnehmer Kaufmann Bausysteme GmbH mit Primus Developments GmbH
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat BB II 5
  • Gesamtkosten rund 205 Millionen Euro
  • Baubeginn April 2023
  • Fertigstellung geplant Sommer 2025
  • Brutto-Grundfläche rund 18.700 Quadratmeter
  • Nutzungsfläche rund 9.900 Quadratmeter
  • Grundstücksfläche rund 4.000 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Auf dem Grundstück Elisabeth-Abegg-Straße Ecke Alt-Moabit in Berlin-Mitte wird bis Sommer 2025 ein neues Bürogebäude für Bundesbehörden entstehen. Das Projektmanagement übernimmt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – Referat BB II 5.

Der Neubau dient zunächst als Ausweichliegenschaft für den Bundespräsidenten und das Bundespräsidialamt während der geplanten Baumaßnahmen am Schloss Bellevue und dem Verwaltungsgebäude des Bundespräsidialamtes.

Computersimulation: ein Stadtpanorama mit einer Straßenkreuzung und mehrstöckigen Bürogebäuden; vor und auf dem Gebäude links sind Flaggen zu sehen Entwurf des Neubaus eines Bürogebäudes für Bundesbehörden Entwurf des Neubauvorhabens an der Ecke Elisabeth-Abegg-Straße / Alt-Moabit

Projektverlauf

Projektvorbereitung

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde 2020 durch das BBR die Positionierung des Gebäudes auf dem zur Verfügung stehenden Grundstück überprüft. Darauf aufbauend wurde eine erste Haushaltsunterlage (sogenannte ES-Bau) aufgestellt und im August 2021 durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haushaltsmäßig anerkannt.

Insbesondere aufgrund des engen Terminplans wurde für die Umsetzung des Bauvorhabens eine partnerschaftlich orientierte Form der Projektabwicklung gewählt. Dabei werden alle Akteure frühzeitig eingebunden, um Herausforderungen zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln. Zum Beispiel kommt der fachliche Blick bauausführender Firmen dem Projekt bereits in der Planungsphase zugute. In den Vergabeverfahren wurden die Arbeitsgemeinschaft Planung (ARGE) aus den Büros Sauerbruch Hutton und Drees & Sommer sowie als Bau-Auftragnehmer die Firma Kaufmann Bausysteme GmbH zusammen mit dem Nachunternehmer Primus Developments GmbH ausgewählt. Mit diesen Partnern unterzeichnete der Bund im April 2022 einen Mehrparteienvertrag.

Planung

Die im Frühjahr 2022 begonnene Planung wurde im Mai 2023 mit Aufstellung der sogenannten Finalen Projektunterlage (FPU) abgeschlossen.

Die vorliegende Planung umfasst alle wesentlichen Planungsaspekte, von den baurechtlichen Rahmenbedingungen über nutzerspezifische und baupolitische Anforderungen bis hin zur Baulogistik.

Die abschließende Kostenermittlung der FPU umfasst das Projektkostenziel von rund 205 Millionen Euro, davon rund 178 Millionen Euro Gesamtbaukosten, sowie eine Risikokostenprognose über rund 27 Millionen Euro, unter anderem für zwischenzeitliche Baupreissteigerungen.

Bauphase

Um den Terminplan umsetzen zu können, wurde 2022 mit vorbereitenden Maßnahmen wie der Baufeldfreimachung begonnen. Die Tiefbauarbeiten wurden ebenfalls vorgezogen und begannen im April 2023.

Nächste Schritte: Gründung und Rohbau

Der Baubeginn für Gründung und Rohbau erfolgte im Oktober 2023.

Die Baufertigstellung ist – nach weniger als zweijähriger Bauzeit – für den Sommer 2025 geplant. Im Anschluss werden technische Inbetriebnahme und Erstausstattung erfolgen, so dass die Nutzung des Gebäudes im Frühjahr 2026 aufgenommen werden kann.

Projektdetails

Zeitrahmen

Die Herausforderung dieses Bauvorhabens besteht darin, innerhalb eines engen Terminplans ein Gebäude mit nachhaltiger und langfristiger Nutzbarkeit zu planen und umzusetzen. Der Neubau muss dabei die repräsentativen, funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen für die Zwischenunterbringung des Bundespräsidenten erfüllen. Unter anderem aufgrund des Terminplans wird eine Hybridbauweise mit einem möglichst hohen Anteil an Modul- beziehungsweise Systembau geplant. Durch innovative Lösungen sollen Störungen im Bauprozess vermieden sowie Qualität und Terminsicherheit erhöht werden.

Nachhaltigkeit

Das Gebäude wird gemäß Klimaschutzerlass des Bundesbauministeriums mit dem Niveau eines Energieeffizienzgebäudes „Bund 40“ errichtet. Ein Gebäude mit diesem Standard verbraucht mindestens 60 Prozent weniger Energie als gesetzlich vorgegeben. Bei der Energieversorgung des geplanten Neubaus sollen unter anderem regenerative Energien zum Einsatz kommen.

Ferner wird für das Gebäude die BNB-Zertifizierung Silber angestrebt. Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ist ein ganzheitliches, quantitatives Bewertungsverfahren für das nachhaltige Planen, Bauen, Nutzen und Betreiben von Gebäuden und gebäudebezogenen Außenanlagen.

Häufig gestellte Fragen

Auf der hier verlinkten Seite haben wir Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Bürogebäude für Bundesbehörden an der Elisabeth-Abegg-Straße in Berlin-Mitte für Sie zusammengestellt.

Weitere Informationen

Kontakt

Diese Seite