Hinweis zur Verwendung von Cookies
Wir verwenden auf unserem Internetangebot nur technisch notwendige Cookies, beispielsweise bei Login-Feldern. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Herrichtung eines Bestandsgebäudes und Neubau als Erweiterung am Werderschen Markt
Neubau des Auswärtigen Amts am Werderschen Markt
Das Auswärtige Amt ist das größte Ministerium der Bundesrepublik Deutschland. Es ist untergebracht im ehemaligen Reichsbankgebäude (Altbau) und dem Erweiterungsbau (Neubau) am Werderschen Markt im Berliner Bezirk Mitte.
Dem für die Herrichtung des Altbaus beauftragten Berliner Architekten Hans Kollhoff stellte sich im Rahmen der notwendigen Renovierung die Herausforderung, eine kritische Distanz zu den früheren Nutzungen zu finden, ohne dessen Geschichte völlig zu verdrängen. Die Gebäudesubstanz und das historische Äußere sollten trotz grundlegender Umbauten und eines Erweiterungsneubaus grundsätzlich erhalten bleiben.
In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurden auch ausgewählte Raumensembles und Einzelteile aus den 30er, 50er und 70er Jahren erhalten.
Die Raumaufteilung und Inneneinrichtung wurde ganz an den Bedürfnissen des Auswärtigen Amts und an modernen Büro- und Kommunikationsstandards orientiert. Um den Büros und Konferenzbereichen zusätzliche Helligkeit zu verschaffen, wurden zu DDR-Zeiten verschlossene Fenster und Oberlichter wieder geöffnet.
Der Erweiterungsbau wurde von den Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann realisiert. Als einheitlicher, durch drei Lichthöfe zugleich aufgelockerter Kubusbau verwirklicht dieser sowohl die funktionalen Anforderungen des Auswärtigen Amtes als auch den erklärten Wunsch nach Offenheit.
Durch die Übernahme der gleichen Gebäudehöhe und -fluchten gewährleistet er eine sinnvolle Korrespondenz zum angrenzenden Altbau. Transparenz und Leichtigkeit bestimmen den Gesamteindruck.
Die axiale Abfolge der monumentalen Räume des Altbaus erhielt ein Gegenüber in dem Empfangshof des Neubaus, der eine großzügige Eingangssituation schafft. Unterirdisch sind beide Gebäude durch einen fußläufigen „Lichttunnel“ und durch eine Tiefgarage miteinander verbunden.
Der Gesamtkomplex beinhaltet eine Brutto-Grundfläche von rund 180.000 Quadratmeter und bietet Platz für mehr als 2.000 Mitarbeiter.