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Bürogebäude für den Deutschen Bundestag

Grundsanierung des Gebäudes an der Wilhelmstraße 65

Ansicht Wilhelmstraße Ecke DorotheenstraßeAnsicht Wilhelmstraße Ecke Dorotheenstraße Quelle: André Kirchner, Berlin

Nutzung / NutzerDeutscher Bundestag
AdresseWilhelmstraße 65, 10117 Berlin
ArchitektLieb + Lieb Architekten BDA, Freudenstadt
ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung Referat VI 2
Gesamtkosten*rund 42,8 Millionen Euro (davon 7,5 Millionen Euro für die unterirdische Anbindung an das Jakob-Kaiser-Haus)
Wettbewerb und ErgebnisseBegrenzt offener, anonymer Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren
Baubeginn2008
Fertigstellung2011
Bruttogrundfläche12.813 Quadratmeter
Nutzfläche7.383 Quadratmeter

*Stand der haushaltsrechtlich anerkannten Kosten einschließlich der Honorare. Aufschläge für allgemeine Risiken und zwischenzeitliche Preisindexsteigerungen sind nicht enthalten.


Am 1. März 2012 wurde das Bürogebäude an den Deutschen Bundestag übergeben.

Im April 2008 begannen die ersten vorbereitenden Maßnahmen an einem Bürogebäude im Berliner Parlamentsviertel an der Kreuzung Dorotheenstraße/Wilhelmstraße. Die einstige Außenstelle des ehemaligen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR wurde vollständig entkernt, aufgestockt und mit einer gläsernen Fassade versehen. Damit erhielt eine der zentralen Kreuzungen des Parlamentsviertels ein modernes Erscheinungsbild.

Das Gebäude Wilhelmstraße 65 wurde von 1974 bis 1976 als standardisiertes Bürogebäude des Außenministeriums der DDR errichtet. Seit der in den Jahren 2008 bis 2011 erfolgten Grundsanierung wird das Gebäude als Abgeordnetenhaus genutzt.

Das Gebäude Wilhelmstraße 65 wurde durch einen Fußgängertunnel und abgetrennten Medientunnel (Technische Versorgung) mit dem gegenüberliegenden Jakob-Kaiser-Haus verbunden. Er ermöglicht Bundestagsabgeordneten und deren Mitarbeitern den direkten fußläufigen Zugang zu den anderen Parlamentsgebäuden.

Folgende Umbauten wurden an dem Bürogebäude vorgenommen:

  • Das Gebäude wurde entkernt, die Rohbausubstanz verbessert und modifiziert.
  • An der Straßen- und Rückfront wurde eine neue Fassade errichtet.
  • Innenausbauten und technische Anlagen wurden erneuert.
  • Das Gebäude erhielt einen zentralen Eingang und mit einem großzügigen Foyer.
  • Durch ein weiteres Staffelgeschoss entstand zusätzliche Nutzfläche.

Das zentrale Foyer im Erdgeschoss verbindet die Gebäudeflügel Dorotheenstraße und Wilhelmstraße. Der dahinterliegende begrünte attraktive Innenhof ist vom Eingangsbereich einsehbar. Zugleich kann Tageslicht tief ins Gebäudeinnere fallen. Unterschiedlich breite Galerien auf den Gebäudeebenen ermöglichen interessante Lichtwürfe und Blickbeziehungen. Der überwiegende Teil der Besprechungsräume ist zur Straßenkreuzung ausgerichtet.

Straßen- und Hofseite des Gebäudes haben unterschiedliche Fassaden erhalten. Besonders markant sind die Vorderseiten zur Kreuzung hin mit geschosshohen, leicht verschwenkten Ganzglas-Fassadenelementen gestaltet. Sie erzeugen den Eindruck einer bewegten Oberfläche und erinnern an die oft gegenläufigen Wellenbewegungen großer Gewässer. Passanten werden die Fassade so je nach Standpunkt und Blickrichtung ganz unterschiedlich wahrnehmen.

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