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Realisierungswettbewerb Bürogebäude - Deutscher Bundestag


Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
Herrichtung und Erweiterung des Dienstgebäudes Dorotheenstraße 97/Wilhelmstraße 65-66

Tagesperspektive - 1. Preis Lieb + Lieb Architekten BDA, FreudenstadtTagesperspektive

Wettbewerbsaufgabe

Mit der vollständigen Grundsanierung der Liegenschaft Dorotheenstraße 97/Wilhelmstraße 65–66 ist beabsichtigt, das bestehende Bürogebäude dauerhaft für die Zwecke des Deutschen Bundestages zu nutzen.

Das Bestandsgebäude soll saniert, umgebaut und durch eine Aufstockung erweitert werden. Gegenstand des Wettbewerbs war somit der Entwurf einer neuen Fassade, der Aufstockung durch ein Staffelgeschoss sowie die Neugestaltung der Eingangs- und Erschließungssituation.

Ziel des Wettbewerbs war es, einen Entwurf zu erhalten, der das Gebäude städtebaulich und in seiner architektonischen Gestalt in das neu entstandene Areal rund um den Reichstag mit den neuen Bürobauten des Deuschen Bundestags einfügt und es in seiner Außenwirkung dem Anspruch dieses bedeutenden Standortes angemessen erscheinen lässt, ohne sich dabei der Nutzung entsprechend spektakulär hervorzuheben.

Es wurden von den Teilnehmern Konzepte erwartet, die zeigen, wie das bestehende Gebäude in der Dorotheen-/Wilhelmstraße hinsichtlich des Ensembleschutzes denkmalverträglich und den funktionalen und technischen Anorderungen entsprechend für die Nutzung durch den Deutschen Bundestag hergerichtet und durch eine Aufstockung ergänzt werden kann.


Am Verfahren Beteiligte

Auslober
Bundesrepublik Deutschland,
Verwaltung des Deutschen Bundestages
vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin

Stimmberechtigte Fachpreisrichter
Prof. Dipl. Ing. Hilde Barz-Malfatti, Architektin / Weimar
Prof. Dr. Ing. Uta Pottgiesser, Architektin / Berlin
Florian Mausbach, Präsident Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Stellvertretende Fachpreisrichter
Walter Vielain, Architekt/Berlin
Nikolaus Mölders, Abteilungsleiter IV Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Stimmberechtigte Sachpreisrichter
Johann Jakob Nettekoven, Bundestagsverwaltung, Referatsleiter ZT1
Rüdiger Marquis, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Stellvertretende Sachpreisrichter
Norbert Kipp, Bundestagsverwaltung, Referat ZT1
Inken Bühring, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Sachverständige
Annalie Schoen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Kurt Eckert, Landesdenkmalamt Berlin

Koordination und Durchführung
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat IV S3 - Beate Hückelheim-Kaune, Carola Zeidler,
Eike Kühnast
Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin

Wettbewerbsart
Die Auslobung erfolgte als begrenzt offener, anonymer Realisierungswettbewerb im vereinfachten Verfahren nach Punkt 2.5 der GRW 95 mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren zur Auswahl von 12 bis 16 Teilnehmern.

Zulassungsbereich
Als Zulassungsbereich gelten die Mitgliedstaaten des WTO-Abkommens über das öffentliche Beschaffungswesen (General Procurement Act) und der ergänzenden Abkommen.


Die Entscheidung des Preisgerichts

Das Preisgericht tagte am 13. Januar 2006 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Hardenbergstraße 10, 10623 Berlin unter dem Vorsitz von Frau Prof. Hilde Barz-Malfatti.

Nach intensiver, umfassender Beratung beschloss das Preisgericht folgende Preisverteilung:

1. Preis (24.000 Euro)
Lieb + Lieb Architekten, Freudenstadt

2. Preis (15.000 Euro)
Architekturbüro Prof. Baumewerd, Münster

3. Preis (9.000 Euro)
Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Berlin

2 Ankäufe (á 6.000 Euro)
Gruber Kleine-Kraneburg Architekten, Frankfurt am Main
de Architekten Cie., Amsterdam/Niederlande


Empfehlung des Preisgerichts

Unter Berücksichtigung der in der schriftlichen Beurteilung geäußerten Empfehlungen hat das Preisgericht dem Auslober einstimmig empfohlen, den ersten Preisträger mit den Planungsleistungen für die Herrichtung und Erweiterung des Dienstgebäudes für den Deutschen Bundestag zu beauftragen.

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