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Die Kuppel


ReichstagskuppelQuelle: H.G. Esch

Nach dem Entwurf von Lord Foster und in enger Kooperation mit Fachingenieuren wurde der umgestaltete Parlamentssitz mit einem ebenso eleganten wie kühnen Dachaufbau gekrönt. Die rund 23 Meter hohe und 40 Meter breite Kuppel aus Stahl und Glas dient vor allem der natürlichen Belichtung und Belüftung des Plenarbereichs.

Für den Besucher des öffentlich zugänglichen Glasdoms geht jedoch die größte Faszination von den spiralförmigen Wandelgängen im Kuppelinneren aus, von wo sich ein weiter Ausblick über das städtische Zentrum und zugleich ein freier Einblick in den Gebäudekern eröffnet.

Die tragenden Teile der Kuppelkonstruktion bestehen aus 24 vertikalen Stahlrippen, die an der Basis auf einem Ringträger aufruhen. Die horizontale Versteifung leisten 17 Stahlringe, zwischen denen wiederum 17 schuppenförmig angeordnete Glasreihen mit Scheiben von 24 mm Stärke die einzelnen Kuppelsegmente bilden.

An der Innenseite des Glasgewölbes winden sich - in Form einer Doppelhelix - zwei gegenläufige Wandelrampen empor, auf denen die Besucher bis auf die Aussichtsplattform im Scheitelpunkt der Kuppel gelangen. Die Vertikalachse des Kuppelinneren beherrscht ein trichterförmiger Lichtreflektor (Konus) mit 360 Einzelspiegeln, die diffuses Tageslicht in den zehn Meter tiefer gelegenen Plenarsaal lenken.

Zur Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung werden die jeweils der Sonne zugewandten Spiegel bei Bedarf durch ein mitfahrendes Sonnenschutzelement abgeschattet. Das Element besteht aus einem umlaufenden Stahlrahmen sowie Aluminiumlamellen. Die computergestützte Steuerung für die Ausrichtung des Sonnenschutzelements gewährleistet, dass die jeweiligen Einstrahlwinkel entsprechend der unterschiedlichen Jahreszeiten berücksichtigt werden.

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