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Dorotheenstraße 90

Grundsanierung für den Deutschen Bundestag

Straßenansicht des noch nicht sanierten Altbaus in der Dorotheenstraße 90 in Berlin-Mitte Dorotheenstraße 90Die Straßenfassade der Dorotheenstraße 90 vor der Sanierung Quelle: BBR / Projektteam

NutzerDeutscher Bundestag
AdresseDorotheenstraße 90, 10117 Berlin
ArchitektAFF Architekten – Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat VI 2
Gesamtkosten*rund 15,9 Millionen Euro
Wettbewerb2011, Verhandlungsverfahren gemäß VOF
Baubeginn2015
Fertigstellung2019 / 2020
Bruttogrundflächerund 5.000 Quadratmeter
Nutzflächerund 1.800 Quadratmeter

*Stand der haushaltrechtlich anerkannten Kosten einschließlich der Honorare. Aufschläge für allgemeine Risiken und zwischenzeitliche Preisindexsteigerungen sind noch nicht enthalten.

Das denkmalgeschützte Gebäude in der Dorotheenstraße 90 wird als neuer Büro- und Verwaltungsstandort für den Deutschen Bundestag hergerichtet. Den Auftrag für die Grundsanierung erhielt das Berliner Büro AFF Architekten in einem durchgeführten Verhandlungsverfahren im Jahr 2011. Das Grundstück der Dorotheenstraße 90 liegt zentral in der Dorotheenstadt im Berliner Bezirk Mitte, einem von Bürogebäuden des Deutschen Bundestags geprägten Quartier. Der hier 1895 errichtete und in weiten Teilen erhaltene Gebäudekomplex besteht aus einem fünfgeschossigen Hauptgebäude mit Vorderhaus, Seitenflügel und Hinterhaus sowie einem zweigeschossigen Gartenhaus im zweiten Innenhof. Das Haus mit der ausgeschmückten Klinkerfassade geht auf den Architekten Franz Schwechten zurück, der in Berlin neben vielem anderen auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und die Schultheiß-Brauerei an der Schönhauser Allee (heutige Kulturbrauerei) errichtet hat.

Um das Baudenkmal optimal als modernes Verwaltungsgebäude nutzen zu können, sind umfangreiche Arbeiten notwendig. Unter anderem wird das Gebäude teilweise entkernt, Teile müssen abgebrochen oder zurückgebaut werden. Auch die Erschließung des Hauses wird neu gelöst und es erhält komplett neue technische Anlagen. Nicht zuletzt werden die Außenanlagen, insbesondere die beiden Höfe des Gebäudekomplexes, neu gestaltet. Die Rohbauarbeiten werden im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen.

Projektverlauf

Abbruch- und Rückbaumaßnahmen

Im April 2015 begannen die Bauarbeiten mit notwendigen Rückbaumaßnahmen. Dabei wurden tragende und nichttragende Innenwände sowie teilweise Geschossdecken und Schornsteine abgebrochen. Schadstoffbelastete Materialien wie zum Beispiel der auf den Fußböden aufgebrachte Asphaltestrich wurden entfernt.

Entkerntes Stockwerk Inneren des Hauses Dorotheenstraße 90 in Berlin während der vorbereiteten Abbruch- und Rückbaumaßnahmen Dorotheenstraße 90Für die Grundinstandsetzung des 1895 errichteten Hauses mussten teilweise Wände und Decken entfernt werden. Quelle: BBR / Oliver Mann

Denkmalgerechte Sanierung

Die noch vorhandene wertvolle Bausubstanz soll bei der Grundinstandsetzung des Gebäudekomplexes so weit wie möglich erhalten werden. Dazu zählen insbesondere die Klinkerfassaden und die Treppenhäuser.

Stuckverzierter Löwenkopf als Detail an den original erhaltenen Klinkerfassaden des Altbaus in der Dorotheenstraße 90 Berlin Dorotheenstraße 90Die Klinkerfassaden der Dorotheenstraße 90 sind in weiten Teilen original erhalten. Quelle: BBR / Projektteam

Umgang mit historischen Gipsdielendecken

Eine Besonderheit des Hauses besteht in den zahlreichen, baugeschichtlich interessanten Gipsdielendecken. Hierbei müssen Denkmalschutz und Brandschutz gleichermaßen beachtet werden, dazu waren umfangreiche Abstimmungen mit den Planern, der Materialprüfanstalt und der obersten Bauaufsicht nötig.

Historische Gipsdielendecken in dem 1895 errichteten Haus in der Dorotheenstraße 90 in Berlin Dorotheenstraße 90Teile der freigelegten historischen Gipsdielendecken Quelle: BBR / Projektteam

Nächste Schritte: Innenausbau und technische Anlagen

Nach Abschluss der Rohbauarbeiten im Frühsommer 2018 folgt im nächsten Schritt der Innenausbau. Dann werden auch die gebäudetechnischen Anlagen installiert, die den modernen Nutzungsanforderungen der Bundestagsverwaltung, unter anderem bezüglich der Klimatisierung, genügen müssen. Für die Unterbringung der Haustechnik wurde unter anderem der Seitenflügel aufgestockt.

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