Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Kunst-am-Bau-Wettbewerb Kunst-am-Bau-Wettbewerb Deutscher Bundestag - Dorotheenstraße 90

Nicht offener, einphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren

  • Status Abgeschlossen
  • Veröffentlichung 01.01.2015
  • Entscheidung 11.02.2015

Entscheidung des Preisgerichts

Das Preisgericht tagte am 11. Februar 2015 in folgender Zusammensetzung:

Matthias Wagner K., Museum Angewandte Kunst, Frankfurt/M. (Vorsitz)
Dr. Ulrike Groos, Kunstmuseum Stuttgart
Dr. Adelheid Komenda, freie Kuratorin
Jan-Peter E.R. Sonntag, Künstler Berlin
Andreas Schmid, DKB
Eva Jedelhauser, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Martin Fröhlich, Architekt - AFF Architekten Berlin

Preisträger

1. Preis: Tamara Grcic, Frankfurt/M.

„Liegt das Licht auf der Oberfläche, oder befindet es sich im Inneren?“



(Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts)
Die Arbeit „ Liegt das Licht auf der Oberfläche oder befindet es sich im Inneren“ überzeugt in mehrfacher Ansicht. Sie nimmt direkt Bezug auf das historische Gebäude mit seinen beiden Durchgangsräumen, indem sie durch einen Farbverlauf über Wände und Decken von hellem Grau zu leuchtendem Gelb eine sensible Verklammerung beider Durchgänge schafft.
Die detaillierte Durcharbeitung beginnt bei dem silbergrauen Eingangstor und erstreckt sich als dezentes und optisches Spiel mit Mineralfarben über in die Wände eingelassene Spiegelflächen, die die vorhandene Architekturelemente Türen und Fenster in ihren Ausmaßen reflektieren bis zu den Fahrradständern, die silberfarbig beschichtet werden.
Unterstützt wird dieser subtile und elegante Verlauf durch neun von der Decke hängende, mundgeblasene Kugellampen, deren unterschiedliches Glas ebenfalls von grau nach gelb changiert.
Durch die zurückhaltende, jedoch intelligente Vielschichtigkeit ist das Kunstwerk auch dauerhaft für die Betrachter von positiver und ästhetischer Wirkung.


2. Preis: Martina Klein, Düsseldorf

(Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts)
Die Arbeit besticht durch ihre Einfachheit im Einsatz der Mittel und der erzielten Wirkung. Mit der Verbindung zur Farbhistorie des Berliner Blaus schafft sie einen prägnanten Ort mit hoher physischer Wirkung. Die gestalteten Durchgänge stehen in starkem Kontrast zu den sonstigen Gebäudeteilen. Darin besteht ihre große Qualität. Sie schafft damit Eingang.
Sie steht in der Tradition der Farbfeldmalerei und nutzt die vorhandenen architektonischen Elemente hervorragend zur eigenen Gliederung. Bei unterschiedlicher Sichtweise (axial und tangential) ergibt sich durch die einseitig geweißten Wandflächen eine differenzierte Wahrnehmung – von dominantem Blau bis zur Polychromie.
Der beschriebene Leitgedanke einer optischen und physischen Empfindung bei der Durchquerung erfüllt sich mit dem vorgeschlagenen Konzept. Das präsentierte Materialmuster weist eine subtile Mattheit auf. Sie verankert das Werk nicht in einem Trend und lässt es zeitlos wirken.

Informationen zum Wettbewerb

Wettbewerbsaufgabe


Das Gebäude in der Dorotheenstraße 90 wird derzeit als Dienstgebäude für den Deutschen Bundestag hergerichtet.

In diesem Zusammenhang sollte für den Kunststandort „Durchfahrt des Vorderhauses und des Hinterhauses“ eine künstlerische Konzeptionen vorgeschlagen werden, die im Bereich der Straße auch in den öffentlichen Raum hineinwirken und dabei auf die architektonische und funktionale Situation reagieren soll. Die Medien waren frei wählbar. Denkbar waren malerische Gestaltungen und Lichtarbeiten. Auch audiovisuelle Arbeiten waren möglich. Ein Thema war nicht vorgegeben.

Aufgrund seiner Einsehbarkeit von der Straße wirkt ein Kunstwerk an der „Durchfahrt Vorderhaus“ in den öffentlichen Raum. Der Bereich in der Durchfahrt und vor der Schleuse ist bei geöffnetem Tor noch nicht sicherheitsüberwacht und kann deshalb zumindest bei geöffnetem Tor auch betreten werden. Zudem kann eine künstlerische Intervention an diesem Standort von Besuchern während der Abfertigung an der Schleuse erlebt werden. Für die Mitarbeiter ist dies der Zugang zum Gebäude.
Die hintere Durchfahrt sollte in die Gestaltung einbezogen werden. Es standen sowohl die Decken als auch die Wandflächen für eine Gestaltung zur Verfügung.

Wettbewerbsverfahren

Der Wettbewerb wurde als nichtoffener Kunst-am-Bau-Einladungswettbewerb ausgelobt. Das Verfahren war anonym. 10 Künstlerinnen und Künstler wurden durch ein Auswahlgremium am 03. Juni 2014 zur Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt.

Kontakt

  • Referat A2 - Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau,
    Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau 
    Straße des 17. Juni 112
    10623 Berlin

    Tel.: +49 30 18401-9201
    Fax: +49 30 18401-9209
    E-Mail: Architektur@bbr.bund.de

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