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Kunst-am-Bau-Wettbewerb

Schadowstraße 4, Berlin-Mitte

Anlass und Ziel

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Die gesamte Fläche des Innenhofes, inklusive der Hofflächen der benachbarten Bundestagsliegenschaften, ist in die Neugestaltung des Außenraumes einbezogen, die nach der prämierten Wettbewerbsplanung der Landschaftsarchitekten Tremp aus Zürich umgesetzt wird. Ein Großteil des zentralen Hofes wird von einer unterirdischen Energiezentrale unterbaut.
Ein separierter Gartenbereich im Süden des Hofes ist nicht unterbaut und wird als eigenständiger Gartenhof ausgebildet.
Im Rahmen der Baumaßnahme soll auch Kunst am Bau realisiert werden. In diesem Wettbewerbsverfahren waren zwei Kunststandorte vorgegeben: Der südliche Innenhof und die Kommunikationszonen im 1.-5 Obergeschoss.

Kunststandort: Der südliche Innenhof – Schadows Garten

Während die zentrale Innenhoffläche mit vielen Funktionen belegt ist, bietet der südliche Innenhof als Kunststandort einen ruhig gestalteten Bereich. Vom übrigen Hof ist er mit einer langen Sitz- und Stützmauer etwas abgetrennt. In der Mitte des Hofes liegt ein leicht geneigtes Rasenfeld.
Dieser Hofbereich gehörte zu einem Teil des historischen Gartens des Schadow-Hauses, einem der bedeutendsten Gärten des Berliner Biedermeier. Die heutige erhaltene Restfläche des Gartens ist ohne oberirdisch sichtbaren denkmalrelevanten Bestand. Allerdings ist vom Landesdenkmalamt Berlin für die Schadow Gesellschaft ein geflügelter Amor aus dem Kunsthandel angekauft worden, welcher der gusseisernen Gartenskulptur von Schadow entspricht, die einst an diesem Ort stand.
Eine Sitz-und Stützmauer vermittelt zwischen den verschiedenen Höhenniveaus der Hofflächen und soll von beiden Seiten aus als Sitzfläche genutzt werden können.
In den Mittagspausen soll der Hof als Aufenthaltsort genutzt werden. Darüber hinaus dient er ebenso als Durchgangshof für die Beschäftigten der Schadowstraße 12-13, die von hier über direktem Weg zur Kantine in der Schadowstraße 4 gehen können.

Wettbewerbsaufgabe:

Für den südlichen Innenhof sollte eine Arbeit entwickelt werden, die durch eine hervorragende künstlerische Qualität die Aufenthaltsqualität des Ortes stärkt.
Neben Skulpturen und Installationen, die auf der Rasenfläche im südlichen Innenhof platziert werden konnten, war auch eine künstlerische Gestaltung der Stütz- und Sitzmauer denkbar. Der geflügelte Amor (Höhe 135 cm) konnte in das künstlerische Konzept einbezogen werden.

Kunststandort: Kommunikationszonen 1. – 5. OG

Vom Foyer im Erdgeschoss führt eine großzügige einläufige Treppenanlage mit einem begleitenden Luftraum in die Obergeschosse. Auf den Geschossebenen 1 bis 5 schließen knapp 40 m² große offene mit Sitzgelegenheiten möblierte Kommunikationsbereiche an die jeweiligen Treppenläufe an. In diesen Bereichen sind die Decken um ca. 25 cm erhöht und bieten hier eine höhere lichte Raumhöhe als in den übrigen Flurzonen. Für jedes Geschoss sollte eine künstlerische Position ausgewählt werden.

Wettbewerbsaufgabe:

Ziel des Wettbewerbs war es, für die fünf Kommunikationsbereiche (Wandflächen und anschließende erhöhte Deckenbereiche) künstlerische Vorschläge zu entwickeln, die die Aufenthaltsqualität unterstützen. Gleichzeitig sollten die Arbeiten jedem Geschoss eine eigene Identität verleihen und damit Orientierung bieten.


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