Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Bundesministerium des Innern und für Heimat – Bauteil C

Erweiterung am Dienstsitz Moabiter Werder

Die Grafik zeigt ein vielstöckiges Gebäude im Vorder- sowie Eines im Hintergrund. Bundesministerium des Innern Erweiterungsbau Bauteil C Der Erweiterungsbau entsteht zwischen der Stadtbahntrasse (links) und den bereits 2015 fertiggestellten Gebäuden des Bundesinnenministeriums.

Projektdaten

  • Nutzer Bundesministerium des Innern und für Heimat
  • Adresse Alt Moabit 140, 10557 Berlin, Deutschland
  • Architektur Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat V 1
  • Gesamtkosten rund 112 Millionen Euro
  • Wettbewerb 2007, offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb
  • Baubeginn August 2021
  • Fertigstellung 2024
  • Brutto-Grundfläche rund 14.300 Quadratmeter
  • Nutzungsfläche rund 7.200 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Unter der Leitung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) – Referat V 1 – entstehen auf dem „Moabiter Werder“ in Berlin, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Regierungsviertel, in drei Bauabschnitten Neubauten für das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI). Der 1. Dienstsitz des Bundesinnenministeriums befindet sich seit 1999 in Berlin, zunächst auf unterschiedliche Standorte in der Stadt verteilt. Später sollten aus Gründen der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit alle Bereiche auf dem 36.000 Quadratmeter großen bundeseigenen Grundstück in zentraler Lage zusammengeführt werden.

Das Bundesinnenministerium lobte dazu 2005 einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb aus. Als 1. Preisträger ging 2007 das Architekturbüro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Berlin, aus dem Verfahren hervor. Die Bauteile A und B wurden nach dreieinhalbjähriger Bauzeit im Jahr 2015 fertiggestellt. Aufgrund von Personalaufstockungen im BMI soll nun bis 2024 ein 13-geschossiger Erweiterungsbau – Bauteil C – mit Büroflächen für bis zu 350 Mitarbeitende und einem Besucherzentrum entstehen. Angegliedert ist ein eingeschossiges Kontrollgebäude mit Zufahrts- und Eingangsbereich.

Die sogenannte Entscheidungsunterlage-Bau (ES-Bau), die neben der Bedarfsplanung und der Variantenuntersuchung zur Bedarfsdeckung auch eine erste Kostenermittlung enthält, ist baufachlich genehmigt und haushaltsmäßig anerkannt. Die Entwurfsunterlage-Bau (EW-Bau), welche die Entwurfsplanung beinhaltet, wurde bis Oktober 2018 aufgestellt. Anschließend folgte die Genehmigungsplanung zur Einreichung des Bauantrages, danach wurde mit der Ausführungsplanung begonnen. Im September 2019 erteilte die Oberste Bauaufsicht die Baugenehmigung.

Als erste vorbereitende Maßnahme erfolgte 2020 der Einbau eines unterirdischen Regenwasserspeichers. Die Tiefbaumaßnahmen für den Erweiterungsbau begannen im August 2021, die Arbeiten an der Baugrube wurden termingerecht im März 2022 abgeschlossen. Am 28. Juni 2022 wurde in Anwesenheit von Bundesinnenministerin Nancy Faeser der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt.

Am 11. Juli 2023 konnte mit dem Richtfest der erfolgreiche Abschluss der Rohbaumaßnahmen gefeiert werden.

Aufgrund der relativ geringen Grundfläche wird der Erweiterungsbau mit 13 Vollgeschossen ausgeführt. So entsteht ein markanter Turm, der sich in das Konzept einer gestaffelten Höhenentwicklung der Baukörper einfügt und sich harmonisch in das Ensemble integriert.

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