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Architektenwettbewerb

Bundesministerium des Innern

3. Ankauf
Maier Hess Architekten GmbH, Zürich

Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug)

Fünf Hochhäuser unterschiedlicher Höhe sind so eng zusammen gestellt, dass sie eine Gesamtkomposition um eine Mitte, einen niedrigen gläsernen Eingangssockel, bilden. Die Orientierung des Einganges zur Kastanienallee hin ist richtig platziert, jedoch ist der gläserne Sockel als Eingangszone zu wenig repräsentativ. Die drei mittleren Hochhäuser bilden auch schon im ersten Bauabschnitt das Zentrum des Entwurfes. Damit ist das Grundmotiv auch in einer frühen Bauphase abgebildet. Die spätere Ergänzung durch zwei seitliche Türme arrondiert das Thema,
ohne es zu schwächen. Diese Schwerpunktausbildung wird positiv bewertet. Kontrovers wird bei diesem Entwurf das Grundkonzept diskutiert, besonders auf den Ebenen des Städtebaus, der Wirtschaftlichkeit und der architektonischen Ausformung.
Zum Städtebau:
Die Dominanz des Ensembles gegenüber dem Bundeskanzleramt wird kritisch gesehen, hingegen ist in der Umgebung des Hauptbahnhofes mit der Entstehung weiterer Hochhäuser zu rechnen, so dass nach dieser Seite der Entwurf städtebaulich verträglich erscheinen könnte.
Zur Wirtschaftlichkeit:
Das Verhältnis von Nutzflächen zu Verkehrsflächen ist ungünstig.
Zur architektonischen Gestaltung:
Auf die Ausbildung von kommunikativen Lufträumen, die sich über jeweils mehrere Geschosse erstrecken könnten, wurde gänzlich verzichtet. Dies wird auch in den schematischen Fassaden nach außen deutlich.
Auf allen drei Diskussionsebenen erscheinen die Schwachpunkte als konzeptionsbedingt und als kaum korrigierbar. Auch die Chance einer besonderen landschaftsarchitektonischen Gestaltung des umgebenden großflächigen Parks wurde vergeben. So werden bei dieser Arbeit in erster Linie die Besonderheit und die Radikalität des typologischen Ansatzes gewürdigt.

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