Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Bundesministerium der Finanzen – ehemaliges Generalpostamt

Sanierung

Foto: Ansicht eines viergeschossigen Gebäudes mit gelb verklinkerter und verzierter Fassade; davor ein Weidenbaum ohne Laub auf einer Grünfläche Postblock – Südfassade Südfassade des Postblocks

Projektdaten

  • Nutzer Bundesministerium der Finanzen
  • Adresse Mauerstraße 69–75 , 10117 Berlin, Deutschland
  • Architektur MARK ARCHITEKTEN GmbH, Berlin
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat V 4
  • Gesamtkosten  rund 23 Millionen Euro
  • Baubeginn 2001
  • Fertigstellung 2004
  • Brutto-Grundfläche rund 23.000 Quadratmeter
  • Nutzungsfläche rund 9.500 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist auf zwei Liegenschaften im Bezirk Mitte untergebracht, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander befinden. Den Großteil der Räumlichkeiten des Ministeriums stellt das Detlev-Rohwedder-Haus.

Um den erweiterten Platzbedarf des Bundesministeriums der Finanzen zu decken, fanden in den Jahren von 2001 bis 2004 umfangreiche Sanierungsarbeiten und eine Umnutzung des ehemaligen Generalpostamts (Postblock) auf der gegenüberliegenden Seite der Wilhelmstraße mit Zugang von der Mauerstraße statt.

Für die Projektmanagementaufgaben für das Bundesministerium der Finanzen zeichnet das Referat V 4 verantwortlich; aktuell finden zahlreiche Baumaßnahmen im laufenden Betrieb statt.

Projektdetails

Geschichte des Postblocks

Der Postblock wurde ursprünglich zwischen 1871 bis 1874 und 1893 bis 1898 in zwei Bauabschnitten als Teil des kaiserlichen Generalpostamts gebaut. Damaliger Architekt war der Universitätsprofessor Carl Schwatlo. Durch Kriegseinwirkungen gingen die Gebäudeteile an der Leipziger Straße komplett verloren, die verbleibenden Bauteile stehen heute unter Denkmalschutz. Prägend für das ursprüngliche Bauwerk sind sein Reichtum im Detail und die Vielschichtigkeit der dekorativen Elemente, insbesondere die mit farbigen Keramikfliesen belegten Mosaikfußböden der Flure sowie die verklinkerten Fassadenpartien.

Sanierung und Umnutzung

Nach einer Grundsanierung des Gebäudes und der Außenanlagen in zwei Bauabschnitten von 2000 bis 2004 durch das Büro Mark Architekten wurden 250 Büroarbeitsplätze geschaffen und mit moderner Gebäudetechnik ausgestattet.

Planungsaufgabe war unter anderem die Neuordnung der Erschließung und die Aufwertung des neuen Haupteingangs an der Mauerstraße. Die ehemalige Bibliothek wurde unter Einbeziehung und Überdachung des angrenzenden 30 Meter langen und 20 Meter hohen Lichtschachts in eine Ausstellungs- und Veranstaltungshalle umgebaut. Eine neu errichtete Brandwand aus Sichtbeton begrenzt diesen Lichthof.

Die historischen Klinkerfassaden sowie die Natursteinfassade an der Mauerstraße konnten nach der denkmalgerechten Restaurierung erhalten werden. Die Putzfassaden ließen sich durch ein Wärmedämmverbundsystem energetisch verbessern. Die Konzeption der Außenanlagen orientiert sich an der historischen Gestaltung der Freiflächen.

Postblock – Durchgang

Bild / Video 3 von 4

Foto: Innenhof eines vierstöckigen Gebäudes mit verzierter, gelb verklinkerter Fassade; gegenüber ein torförmiger Durchgang Postblock – Durchgang Hof III, Blick auf den Durchgang zur Wilhelmstraße

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