Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Bundesministerium der Finanzen

Instandsetzung und Teil-Erneuerung des Detlev-Rohwedder-Hauses sowie Grundsanierung des Postblocks

Das Bundesministerium der Finanzen in Berlin Bundesministerium der Finanzen Die Fassade des Detlev-Rohwedder-Hauses an der Ecke Niederkirchnerstraße und Wilhelmstraße Quelle: Sandra Wildemann

Projektdaten

  • Nutzer Bundesministerium der Finanzen
  • Adresse Wilhelmstraße 97 (DRH) / Mauerstraße 69–75 (Postblock) , 10117 Berlin, Deutschland
  • Architektur Detlev-Rohwedder Haus: HPP International, Berlin; Postblock: Mark Architekten, Berlin
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat V 4
  • Gesamtkosten 255 Millionen Euro (Detlev-Rohwedder Haus); 23 Millionen Euro (Postblock)
  • Baubeginn Detlev-Rohwedder Haus: 1996; Postblock: 2001
  • Fertigstellung Detlev-Rohwedder Haus: 2000; Postblock: 2004
  • Bruttogrundfläche Detlev-Rohwedder Haus: rund 112.000 Quadratmeter; Postblock: rund 23.000 Quadratmeter
  • Nutzfläche Detlev-Rohwedder Haus: 54.900 Quadratmeter; Postblock: 9.500 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Das Bundesministerium der Finanzen teilt sich auf zwei Liegenschaften im Bezirk Mitte auf, die in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander liegen. Der überwiegende Teil des Ministeriums ist im Detlev-Rohwedder-Haus, im Block zwischen Leipziger-, Wilhelm- und Niederkirchnerstraße untergebracht und grenzt direkt an den Bundesrat und das Abgeordnetenhaus von Berlin.

Für die Erweiterung der Büroflächen des Bundesministeriums der Finanzen wurde das ehemalige Generalpostamt auf der gegenüberliegenden Seite der Wilhelmstraße mit Zugang von der Mauerstraße umgenutzt.

Detlev-Rohwedder-Haus

Der Sitz des damaligen Reichsluftfahrtministeriums auf einer Fläche von über 110.000 Quadratmetern war der erste Großbau des nationalsozialistischen Regimes. Das jetzige Detlev-Rohwedder-Haus wurde 1935/36 innerhalb von nur 18 Monaten mit seiner Hauptausrichtung entlang der Wilhelmstraße als Stahlbeton- beziehungsweise Stahlskelettkonstruktion nach dem Entwurf des Architekten Ernst Sagebiel errichtet. In der Zeit nach 1945 hat das Gebäude verschiedene Nutzer beherbergt, bis es im Zuge des Umzugsbeschlusses als neuer Dienstsitz des Bundesministeriums der Finanzen ausgewählt wurde.

In dem Zeitraum von 1996 bis 2000 wurde das denkmalgeschützte Haus durch das Architekturbüro HPP International hergerichtet. Dabei galt die Prämisse: Das Haus wird in seinem überkommenen, die unterschiedlichen historischen Phasen spiegelnden Zustand bewahrt und instandgesetzt. Neuerungen folgten nur an den Stellen, wo die alte Ausstattung nicht mehr vorhanden war, so zum Beispiel bei den Außenanlagen, der Lichtarchitektur und den für das Haus konzipierten Kunstwerken.

Das Gebäude wird über zwei völlig unterschiedliche gestaltete Eingänge erschlossen. Der Hauptzugang erfolgt über den an der Wilhelmstraße gelegenen sogenannten "Ehrenhof" und folgt einer beeindruckend inszenierten Raumfolge ins Innere des Hauses. Bei dem zweiten Zugang handelt es sich um den an der Leipzigerstraße Ecke Wilhelmstraße gelegenen "Arbeitseingang", am heutigen "Platz des Volksaufstandes von 1953". Hier gelangt man in das Haus durch überdimensionale Türen und erreicht eine dunkel und im Verhältnis flach gehaltene Halle. Die Büros sind als zweibündige Anlage entlang der Flure angeordnet. Über Oberlichter werden die Flure mit Tageslicht versorgt. Der Hauptflur in der Längsachse misst eine Länge von 235 Metern.

Postblock

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Detlev-Rohwedder-Haus, in dem das Bundesministerium der Finanzen sein Berliner Domizil gefunden hat, bot sich in idealer Weise der Postblock für eine Erweiterung der Bürofläche des Ministeriums an. Nach einer Grundsanierung des Gebäudes und der Außenanlagen in 2 Bauabschnitten von 2000 bis 2003 durch das Büro Mark Architekten wurden 250 Büroarbeitsplätze geschaffen und mit moderner Gebäudetechnik ausgestattet.

Der Postblock wurde zwischen 1874 und 1898 als kaiserliches Generalpostamt gebaut. Die historischen Klinkerfassaden konnten nach der denkmalgerechten Restaurierung erhalten werden. Die Putzfassaden ließen sich durch ein Wärmedämmverbundsystem energetisch verbessern. Der im Bestand vorhandene dreißig Meter lange und zwanzig Meter hohe Lichtschacht wurde überdacht und um eine neue Brandwand zum Nachbargebäude aus Sichtbeton ergänzt. Er dient heute als Ausstellungs- und Veranstaltungshalle. Die Konzeption der Außenanlagen orientiert sich an der historischen Gestaltung der Freiflächen.

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