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Auswärtiges Amt

Herrichtung eines vorhandenen Verwaltungsgebäudes und Errichtung eines Erweiterungs-Neubaus am Werderschen Markt

Neubau des Auswärtigen Amts am Werderschen Markt. Auswärtiges AmtNeubau des Auswärtigen Amts am Werderschen Markt. Quelle: Jürgen Hohmuth

NutzerAuswärtiges Amt
AdresseWerderscher Markt 1, 10117 Berlin
Architekt

Altbau: Prof. Hans Kollhoff

Neubau: Thomas Müller / Ivan Reimann

ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat VII 1
Gesamtkosten

Altbau: rund 167,5 Millionen Euro

Neubau:  rund 88,2 Millionen Euro

Wettbewerb und Ergebnisse

Altbau: mehrstufiges Verfahren

Neubau: wie vor, Beauftragung des 2. Platzes

Baubeginn

Altbau: 1996

Neubau: 1997

Fertigstellung

Altbau: 2000  

Neubau: 1999

Bruttogrundfläche
Nutzfläche

Das Auswärtige Amt ist das größte Ministerium der Bundesrepublik Deutschland. Es ist untergebracht im ehemaligen Reichsbankgebäude (Altbau) und dem Erweiterungsbau (Neubau) am Werderschen Markt im Berliner Bezirk Mitte.

Dem für die Herrichtung des Altbaus beauftragten Berliner Architekten Hans Kollhoff stellte sich im Rahmen der notwendigen Renovierung die Herausforderung, eine kritische Distanz zu den früheren Nutzungen zu finden, ohne dessen Geschichte völlig zu verdrängen. Die Gebäudesubstanz und das historische Äußere sollten trotz grundlegender Umbauten und eines Erweiterungsneubaus grundsätzlich erhalten bleiben.

In enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurden auch ausgewählte Raumensembles und Einzelteile aus den 30er, 50er und 70er Jahren erhalten.

Die Raumaufteilung und Inneneinrichtung wurde ganz an den Bedürfnissen des Auswärtigen Amts und an modernen Büro- und Kommunikationsstandards orientiert. Um den Büros und Konferenzbereichen zusätzliche Helligkeit zu verschaffen, wurden zu DDR-Zeiten verschlossene Fenster und Oberlichter wieder geöffnet.

Der Erweiterungsbau wurde von den Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann realisiert. Als einheitlicher, durch drei Lichthöfe zugleich aufgelockerter Kubusbau verwirklicht dieser sowohl die funktionalen Anforderungen des Auswärtigen Amtes als auch den erklärten Wunsch nach Offenheit.

Durch die Übernahme der gleichen Gebäudehöhe und -fluchten gewährleistet er eine sinnvolle Korrespondenz zum angrenzenden Altbau. Transparenz und Leichtigkeit bestimmen den Gesamteindruck.

Die axiale Abfolge der monumentalen Räume des Altbaus erhielt ein Gegenüber in dem Empfangshof des Neubaus, der eine großzügige Eingangssituation schafft. Unterirdisch sind beide Gebäude durch einen fußläufigen "Lichttunnel" und durch eine Tiefgarage miteinander verbunden.

Der Gesamtkomplex beinhaltet eine Bruttogeschossfläche von rund 180.000 Quadratmeter und bietet Platz für mehr als 2.000 Mitarbeiter.

Folgendes weiteres Bauprojekt für das Auswärtige Amt befindet sich derzeit in Vorbereitung:

• Empfangsgebäude für Staatsgäste am Flughafen Berlin-Schönefeld

Bildergalerie

Luftaufnahme auf den Gebäudekomplex des Auswärtiges Amts in Berlin.Luftaufnahme auf den Gebäudekomplex des Auswärtiges Amts in Berlin. Quelle: Jürgen Hohmuth

Die große Glasfassade öffnet den Erweiterungsbau des Auswärtigen Amts zur Straße hin.Die große Glasfassade öffnet den Erweiterungsbau des Auswärtigen Amts zur Straße hin. Quelle: Jürgen Hohmuth

Vom Eingangsbereich des Auswärtigen Amts ist vor dem weitläufigen Lichthof der Werdersche Markt zu sehen.Vom Eingangsbereich des Auswärtigen Amts ist vor dem weitläufigen Lichthof der Werdersche Markt zu sehen. Quelle: Jürgen Hohmuth

Entlang des Kupfergrabens erstrecken sich die Altbaufassaden des Auswärtigen Amtes.Entlang des Kupfergrabens erstrecken sich die Altbaufassaden des Auswärtigen Amtes. Quelle: Jürgen Hohmuth

Eingangshalle des ehemaligen Deutschen Reichsbankgebäudes mit Deckenmalerei von Gerhard Merz. Links der Hauteingang, rechts der Zugang zum Weltsaal.Eingangshalle des ehemaligen Deutschen Reichsbankgebäudes mit Deckenmalerei von Gerhard Merz. Links der Hauteingang, rechts der Zugang zum Weltsaal. Quelle: Jürgen Hohmuth

Trak Wendisch, Kunstinstallation im Auswärtigen Amt: "Seiltänzer"Als Zeichen für Wagnis und Balance sind in einem der Innenhöfe des Altbaus die "Seiltänzer" gespannt, eine Kunstinstallation von Trak Wendisch. Quelle: Stefan Müller

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