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Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) lobte im Jahr 2012 für die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, damals noch Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, einen Wettbewerb für die Konzeption eines baulichen Corporate Designs aus. Es waren weniger detaillierte Lösungen als vielmehr grundsätzliche Aussagen zur Gestaltung von Orientierungssystem, Funktionsmobiliar sowie Bibliotheks- und Innenräumen gefordert.
Das Humboldt Forum als eines der bedeutendsten kulturellen Bauvorhaben Deutschlands soll zur städtebaulichen Neugestaltung der Mitte Berlins beitragen und mit seinem auch in die Zukunft gerichteten kulturellen Angebot den „Dialog der Kunst und der Wissenschaft“ fördern. Das Nutzungskonzept vereint die außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Teile der wissenschaftsgeschichtlichen Sammlungen der Humboldt-Universität zu Berlin, die neue Sprachenbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) und im Erdgeschoss einen großen Veranstaltungs- und Begegnungsbereich. In dieser Verbindung von musealen, als Teil eines Ortes der Gegenwart begriffenen und gezeigten Sammlungen und einem großen Begegnungs- und Veranstaltungsbereich liegt ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Humboldt Forums.
Für die Konzeption eines baulichen Corporate Designs des Humboldt Forums wurde ein Wettbewerb ausgelobt. Es wurden weniger detaillierte Lösungen als vielmehr grundsätzliche Aussagen zur Leitidee einer inhaltlich und gestalterisch gleichermaßen stimmigen Herangehensweise an diese Aufgabe gefordert. Wettbewerbsaufgabe war die exemplarische Gestaltung von Teilen eines Orientierungssystems und des Funktionsmobiliars in den öffentlichen Bereichen des gesamten Hauses, sowie die Innenraumgestaltung der Bibliotheken von ZLB und SMB und des Konzeptraumes der HU. Hinzu kam die Entwicklung innenräumlicher Ideen für die Eingangshalle, die Cafés und das Auditorium. Mit Hilfe dieser Elemente sollten die Grundzüge eines baulichen Corporate Designs des Humboldt Forums definiert werden, das die verschiedenen Nutzungsbereiche gestalterisch verknüpft und über deren unterschiedliche Funktion und wechselnde Gestaltung hinaus eine Identität des Humboldt Forums und des Ortes an sich als Ganzes vermittelt.
Das Verfahren wurde als nichtoffener, anonymer Wettbewerb nach den RPW 2008 und der VOF 2009 durchgeführt. Zur Teilnahme am Bewerberverfahren berechtigt waren am Tag der Auslobung (26.03.2010) im Zulassungsbereich ansässige Arbeitsgemeinschaften aus Architekten/Innenarchitekten und Designern/Gestaltern der Fachrichtungen Grafikdesign, visuelle Kommunikation, Produkt- oder Industriedesign. Die Einbeziehung von Bibliotheksexperten war erwünscht.
Das Preisgericht tagte am 26. Juni 2012 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Berlin unter dem Vorsitz von Herrn Jens-Ole Kracht und empfahl einstimmig den 1. Preis unter Berücksichtigung der Hinweise der schriftlichen Beurteilung zur Realisierung.