Hinweis zur Verwendung von Cookies
Wir verwenden auf unserem Internetangebot nur technisch notwendige Cookies, beispielsweise bei Login-Feldern. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Nicht offener, zweiphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren
Das Preisgericht tagte nach der zweiten Bearbeitungsphase am 27. und 28. November 2008 in Berlin unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Vittorio Lampugnani und beschloss folgende Preisverteilung
Beurteilung durch das Preisgericht (Auszug)
Die städtebauliche Einbindung des wiedererrichteten Schlosses als Humboldt-Forum gelingt diesem Entwurf in selbstverständlicher Art und Weise: nach Süden und Westen hin mit der Wiedergewinnung des historischen Schlossplatzes und der Schlossfreiheit, zur Ostseite mit der Anlage einer weiten Grünfläche längs der Spree mit Fußgänger- und Radwegen. Mit der Anlage von Loggien und einer Terrasse im so genannten Belvedere wird ein zusätzlicher öffentlicher Freiraum mit einer Orientierung zur Spree geschaffen.
Die Wettbewerbsvorgaben für die Wiederherstellung der historischen Stereometrie werden erfüllt. Mit großem Selbstverständnis gelingt es dieser Arbeit, sowohl die Schlüterfassaden als auch die historische Kuppel uneingeschränkt zu rekonstruieren. Alle Fassaden, auch die nicht rekonstruierten Innenfassaden des Eosanderhofs, werden massiv mit einer Tiefe von einem Meter hergestellt. Das Gebäude ist nahezu von allen Seiten, mit Einschränkung der Ostseite, optimal erschlossen. Von den sechs Portalen werden drei Portale (II, III und IV) strukturell räumlich rekonstruiert. Die drei anderen Portale (I, V und VI) werden in der Fassadenschicht abgebildet.
Kritisch ist, dass der Schlüterhof nicht selbstverständlich durch die Portale I und V direkt öffentlich zugänglich ist, sondern nur indirekt durch die Portale II und IV über einen schmalen Durchgang.
Mit der Idee eines vom Autor benannten „Schlossforums“ wird ein in Nord-Süd-Richtung ausgerichteter neuer offener Stadtraum geschaffen. Die Jury würdigt diese Raumschöpfung als eine eigenständige Qualität in Ergänzung zum Schlüterhof. Das Portal III ist als der überzeugende Haupteingang und Hauptzugang in die Agorá des Humboldtforums abgebildet.
Die Jury diskutiert kontrovers den neuen östlichen Gebäudeabschluss, das in seiner Funktion als Loggien- und Treppenhaus bezeichnete Belvedere. Es ist zu würdigen, dass sich die Fassade in ihrer Ausformulierung zur Spree zu Gunsten der historischen Schlüterfassaden angenehm zurücknimmt. Diskutiert wird, ob die Ansicht, die eine weit zum Marx-Engels-Forum hin wirkende Fassade ist, genügend architektonischen Ausdruck besitzt und ob es diesem Gebäudeteil auf schmaler Grundfläche gelingen kann, Raum- und Aufenthaltsqualitäten zu erzeugen.
Durch die Anlage von neuen Baukörpern, die sich in ihrer innenräumlichen Geschossverteilung an die Rekonstruktionen angleichen, wird das notwendige Raumangebot vor allem auf der Fläche des überdachten Eosanderhofs geschaffen.
Der Bezug der neuen Bauteile auf Prinzipien historischer Architektur, auf ihre Dialektik von „Mauer“ und „Säule“ wird positiv aufgenommen. Die neuen Bauteile sollen aus Sichtbetonfertigteilen unter Verwendung von Weißzement und einer „Oberfläche aus hellgelbem Sandstein“ konstruiert werden. Ihre Planung und Realisierung muss auf höchstem Qualitätsniveau erfolgen.
Der Klarheit und Funktionalität der angebotenen Grundrisse und der Hofräume steht eine nicht unwesentliche Umorganisation der Erschließungswege und damit Umdeutung des historischen Grundrissbildes entgegen.
ein 3. Preis – Prof. Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt am Main
Die Arbeit besticht in erster Linie durch eine hohe Kohärenz zwischen Raumzuschnitten, Raumproportionen und der Rekonstruktion der schlüterschen Fassaden. Nutzung und dazugehörige Fassade aber auch das Zusammenspiel von neuer Nutzung und ehemaligem Raumzuschnitt ist in hohem Maße erreicht.
Besonders ist die Wiederherstellung einiger Treppenanlagen an historischem Ort zu erwähnen. Außerdem werden zahlreiche historische Innenräume inklusive der Kunstkammer an ihrem Ursprungsort errichtet.
Die Arbeit geht sogar noch einen Schritt weiter. Auch der ehemalige Spreeflügel mit seiner ehemals eher kleinteiligen teilweise mittelalterlichen Struktur findet seine logische strukturelle Antwort in den eher kleinteiligen Nutzungen wie Verwaltung und Nebennutzungen, die dort untergebracht werden.
Diese so genannte Verfolgung der historischen Spur wird jedoch erkauft durch einige einschneidende Mängel. Da sich die großflächigen Nutzungen kaum in die Struktur des ehemaligen Schlosses integrieren lassen, werden sowohl große Ausstellungsbereiche als auch die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) ins Untergeschoss „verbannt“. Obwohl solch eine Lösung nicht undenkbar ist, muss die völlig ungenügende Belichtung der ZLB kritisiert werden. Auch die Besucherführung der Museumsbesucher ist so nicht möglich. Der Zugang erfolgt im Eosanderhof über den Mittelflügel ins Untergeschoss in die großen Säle, welche beinahe als Sackgasse enden, da der weitere Rundgang über Nebentreppen und Lift in die Obergeschosse führt. Auch die Belichtung dieser Räume über flächige Oberlichter im Eosanderhof ist spätestens im Winter bei Schnee schwierig.
Positiv ist hingegen die Wiedererrichtung des Eosander- und des Schlüterhofes als öffentliche und zugängliche Räume zu bewerten, welche das Humboldtforum gut mit dem städtischen Raum vernetzen. Die Agora liegt gut zugänglich am Eosanderhof, aber leider aufgeteilt in weitere Flächen im Untergeschoss.
Architektonisch steht der Entwurf auch in seinen nicht rekonstruierten Fassaden in der Nähe zur historischen Sprache. Im Schlüterhof ist diese Weiterentwicklung allerdings nicht überzeugend und wirkt schematisch.
Wenig Gegenliebe findet auch die schießscharten-artige Perforierung der Fassaden im Eosanderhof und am Apothekerflügel.
Die sehr bewegte und kleinstrukturierte Interpretation des Spreeflügels wird vom Preisgericht kontrovers diskutiert und kann kaum der neune städtebaulichen Situation gerecht werden.
Insgesamt handelt es sich um eine Arbeit, die eine hohe Integrität zwischen neuer Nutzung und der Struktur des ehemaligen Schlosses sucht, aber leider in ihren funktionalen und innenräumlichen Abfolgen an dieser selbstgewählten Vorgabe zu scheitern droht.
Erläuterungsbericht des Architekten
ein 3. Preis – Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten, Berlin
Der Entwurf entwickelt sich auf dem historischen Grundriss des Schlosses. Die geforderte Durchwegung in Nord-Süd-Richtung wird geschaffen, von hier sind auch beide Höfe erreichbar. Die Portale II und IV fungieren als Hauptzugang. Die geforderte Durchwegung des Schlüterhofes ist ebenso gegeben wie die Ost-West-Erschließung über Portal II und an der Spreeseite. Der direkte Zugang zur Agora auf die Ebene des Untergeschosses erfolgt von der Spreeseite, der Zugang über Portal III über eine Treppe ins Erdgeschoss. Die Agorafunktionen sind auf zwei Ebenen – Untergeschoss und Erdgeschoss – angeordnet, die Aufteilung lässt aber die gewünschte großzügige Empfangsgeste vermissen. Die von der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) geforderte Tunnelverbindung ist vorgesehen.
Die Wiedererrichtung der drei geforderten barocken Fassaden ist vorgesehen, allerdings als zweischalige Konstruktion, zunächst mit einer Interimsfassade aus Faserzement. Die vorgesehene Kuppel wurde vom Preisgericht angesichts des überhöhten Tambours und der modernen Gestaltung kontrovers diskutiert und als unangemessen bewertet. Die Ostfassade soll als Lochfassade ausgeführt werden, deren Öffnungsgrößen den Maßstab der historischen Fassaden sprengen. Die Gestaltung der Ostfassade des neuen Mitteltraktes zum Schlüterhof fällt zu großmaßstäblich aus. Die Lichtschächte zum Untergeschoss der Agora engen die Beweglichkeit im Schlüterhof deutlich ein und werden kaum in ihrer Bestimmung als „Gärten der Kontinente“ wirken.
Die Agora wird zweckmäßigerweise im Untergeschoss und Erdgeschoss angeordnet, kann aber in ihrer kleinteiligen und stark zergliederten Ausformung keine klare und großzügige Wegeführung gewährleisten. Das Raumprogramm ist quantitativ zwar erfüllt, qualitative Kriterien wie Raumhöhen und Raumstrukturen sind jedoch kritisch zu bewerten. Die Ausstellungsflächen erhalten zudem teilweise zu wenig Tageslicht und sind zu schmal ausgebildet.
Die ZLB ist vorrangig auf einem Geschoss im Spreeflügel und mit Teilbereichen im Apothekerflügel untergebracht. Für das Erschließungskonzept wurden auffallend viele Treppen und Rolltreppen angelegt, es erscheint wenig stringent. Barrierefreiheit ist nicht durchgängig gegeben.
Erläuterungsbericht des Architekten
ein 3. Preis – Eccheli e Campagnola Architetti, I - Verona in Arbeitsgemeinschaft mit Caja e Malcovati, I – Milano
Der Verfasser schlägt in den vorgegebenen Rahmenbedingungen einen sehr anspielungsreichen Entwurf vor. Sowohl ursprünglich nicht zu dem Bau gehörende Teile wie das Zitat der Ziegelaußenwände von Schinkels Neuer Wache oder der Entwurf Mies van der Rohes für die Reichsbank, als auch vom Auslober nicht zur Rekonstruktion geforderte Bauteile wie die Erasmuskapelle, das Haus der Herzogin und die Braunschweigische Galerie werden intelligent zitiert. Trotzdem zerfällt der Entwurf nicht in beliebige rekonstruierte oder zitierte Einzelteile: Organisierendes Prinzip des Gebäudes ist es, mittels voluminösen Ziegelwänden die Fugen zwischen verschiedenen Bauteilen zu akzentuieren. Durch die umlaufenden Ausstellungssäle werden die drei unterschiedenen Teile (Eosanderhof, Schlüterhof und Renaissancebauten) zusammengehalten.
Problematisch gesehen wird dagegen die Freistellung der Portale II und IV in einer Art von künstlichen Ruinen (während die Portale I, V und VI samt ihren Treppenhäusern rekonstruiert werden), ebenso wie bei einem Teil des Spreeflügels (Braunschweig’sche Galerie) und die reine Spiegelung des Portales VI im Schlüterhof anstelle des alten Querbaus, das der Fassade lediglich vorgeblendet wird. Auch die Kuppel wirkt, als sei sie eben zerstört worden und spielt auf die nach 1944 freigelegte Innenkuppel des Berliner Domes unter dem Skelett der Außenkuppel an. Aber auf diese Art und Weise wird in dem Entwurf die Zerstörung des Schlosses und die Tatsache von dessen verspätetem Wiederaufbau für den Betrachter spürbar. Die Ostfassade wirkt durch die drei „Mies’schen Riegel“ störend monumental, an dieser Stelle erscheint die Arbeit konstruiert archäologisch und die Spreepromenade ohne Not blockiert. Das gilt nicht für die Bewahrung der Bodendenkmale unter dem Westflügel.
Freilich werden die Anspielungen des Entwurfes mit erheblichen funktionalen Problemen erkauft. Es fehlt eine richtige Agora, an ihrer Stelle steht eine schmale Passage vor der monumentalen ersten Ziegelwand. Die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) ist auf verschiedene kleine Schläuche verteilt, die durch lange, noch schmalere Gänge verbunden sind. Der Rundgang durch die Säle der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird durch die „Ruinenschächte“ der Portale II und IV unterbrochen. Die Wegeführung wird dadurch kompliziert und unübersichtlich.
Insgesamt handelt es sich um einen klugen und anspielungsreichen Entwurf. Leider ist es nicht gelungen, die Funktionalität auf einem ähnlich hohen Niveau zu entwickeln.
Erläuterungsbericht des Architekten
ein 3. Preis – Professor Kollhoff Generalplanungs GmbH, Berlin
Idee der Arbeit ist die sorgfältige Rekonstruktion der Portale und des Schlüterhofes mit den angrenzenden Räumen einerseits, die freie Gestaltung der Agora und der Ausstellungsräume andererseits: Beide Bereiche werden von den rekonstruierten Schlossfassaden zu einer äußeren Einheit ummantelt.
Die Konzeption sichert in allen Bereichen die Wiederherstellung und Gestaltung der Stadträume. Der Schlossplatz erhält seine historische Gestalt. Den nördlichen Abschluss bildet ein turmartiges Gebäude. Die Spreepromenade bleibt offen, eingeschränkt nutzbar durch zum Teil nur schmale Treppen. Schön ist der kleine Garten zwischen Schlossplatz und Spree.
Aus der Idee der Arbeit werden zwei Bereiche mit höchst unterschiedlichen Raumqualitäten gebildet. Die Anerkennung des Preisgerichtes gilt der sorgfältigen Rekonstruktion des Schlüterhofes und der angrenzenden Innenräume. Hier kann der von den Verfassern vorgestellte „festliche Stadtraum“ entstehen. Dagegen zeigt die Agora eher die Anmutung eines Lichtspielhauses. Die in der Auslobung erwartete Qualität eines „Zentrums für vielfältige künstlerische Erlebnisse“ und eines „Ortes der Bildung und Wissensvermittlung“ ist mit diesem Erscheinungsbild kaum vereinbar.
Die verbindenden Qualitäten der Agora werden in diesem Entwurf vernachlässigt – das Auditorium kann nur über einen getrennten Zugang vom Schlüterhof oder über lange Kellergänge erreicht werden. Die Ausstellungsräume auf den Galerien der tieferliegenden Agora stehen im Konflikt mit den unterschiedlichen klimatischen Anforderungen der Exponate. Die angrenzenden Bereiche lassen Qualitäten ihrer Raumfolgen vermissen. Auch die Bibliothek wird über Treppenhäuser und Ausstellungsräume in ihrem Nutzungszusammenhang getrennt. Das Lapidarium ist isoliert im neuen Turmgebäude untergebracht.
Einige Trennungen der notwendigerweise zusammenliegenden Nutzungsbereiche sind der Rekonstruktion im Bereich des Schlüterhofes geschuldet. Andere Bereiche lassen jedoch eine vergleichbare sorgfältige Durcharbeitung vermissen.
Eine Arbeit, die hohe Qualitäten in der sorgfältigen Rekonstruktion und gravierende Mängel in den Funktionen und Raumfolgen zeigt – ein schlüssiges Gesamtkonzept wird vermisst.
Erläuterungsbericht des Architekten
Ankauf 1 – NPS Nietz Prasch Sigl Tchoban Voss Architekten Berlin GbR
Die Verfasser nehmen die Aufgabe ernst, indem sie die historische Fassade um die Ostseite führen und damit den Baukörper als geschlossenes Ganzes präsentieren; dazu gehört auch die historische Kuppel.
Kontrovers diskutiert wurde vom Preisgericht, inwieweit diese Vervollständigung des Fassadenbildes nicht im Widerspruch zur Geschichte und zum neuen Inhalt des Schlosses steht. Positiv bewertet wird die Öffnung des Untergeschosses an der Ostseite und die Ausbildung einer Uferpromenade.
Die Lage der eingeschossigen Agora unter dem eingestellten Kubus wirkt gedrängt und lässt wenig Raum für Aktionen und Begegnungen. Die offene Raumstruktur des Ausstellungskubus bietet vielfältige Möglichkeiten einer flexiblen Nutzung.
Kritisch beurteilt wird die Erschließungsstruktur in den Lichtfugen. Die Anordnung der Funktionsbereiche ist nicht wirklich überzeugend, besonders die Raumaufteilung im Bibliotheksbereich dürfte für die Nutzung einige Schwierigkeiten bereiten, zumal die Anbindung an die Agora fehlt.
Die bespielbare transluzente Fassade zum Schlüterhof ist in ihrem Kontrast zu den drei historischen Fassaden allzu extrem.
Erläuterungsbericht des Architekten
Ankauf 2 – Reimar Herbst Architekten, Berlin
Die Freihaltung beider Höfe von jeglicher Bebauung ist das herausragende Merkmal dieses Entwurfes. Es wäre allerdings schön gewesen, wenn die Verfasser eine Aussage zu der Gestaltung dieser Freibereiche getroffen hätten.
Ein unerwünschter Effekt der Freihaltung der Höfe ist allerdings die Verlegung des Foyers und damit der Agora in den Ost-Apothekenflügel des Schlosses. Diese Verlegung der Hauptadresse des Schlosses in den Ostflügel wird im Preisgericht kontrovers diskutiert. Zum einen müssen Besucher, die das Schloss über Portal III betreten, zwei Höfe durchqueren, um die Agora zu erreichen, zum anderen jedoch wird durch die Verlegung in den Osten, der gesamte Schlüterhof zur Agora aufgewertet. Die Einbindung der Agora und der Sonderausstellung in den Ostflügel generiert leider einen etwas undifferenziert breiten Baukörper entlang der Spree, der mit seiner schlichten, etwas banalen Fassadengestaltung keinen Dialog zu den barocken Fassaden aufbaut.
Die Agora ergibt in ihrer vorgeschlagenen Ausprägung leider nicht den eigenständigen Raum, der für diese Nutzung erwartet wird, es sei denn, man erweitert sie in den Schlüterhof. So bleibt der vorgeschlagene Raum eher ein Verkehrs- als ein kommunikativer Begegnungsort.
Die Organisation im Inneren erscheint schlüssig und funktional gelöst. Vor allem die Bibliothek ist für die Nutzung optimal auf einem Stockwerk rund um den Schlüterhof organisiert. Auch die direkte Sichtbeziehung des Sonderausstellungsbereiches zum Alten Museum ist ein Gewinn für diesen Bereich.
Leider geht die äußere Gestaltung der Fassaden und vor allem der Kuppel nicht kongruent zu der Qualität der funktionalen Organisation und Durchdringung im Inneren. Dies gilt auch für die Einbindung der Kunstkammer und des Konzeptraumes der Humboldt-Universität in den Ausstellungsrundgang. Beide Bereiche sind dadurch, dass sie sich ein Stockwerk tiefer befinden, nur über Treppen angebunden, sie bleiben ein Appendix. Falls diese Räume direkt erschlossen werden sollen, entstehen Probleme bei der Zugangskontrolle.
Erläuterungsbericht des Architekten
Sonderpreis – Kuehn Malvezzi, Berlin
Referat A2 – Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau,
Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
Tel.: +49 30 18401-9202
Fax: +49 30 18401-9209
E-Mail:
architektur@bbr.bund.de