Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Neubau

Zu sehen ist der Eingang des Dokumentationszentrums "Topographie des Terrors" in Berlin im Mai 2010. Topographie des Terrors Eingang des Dokumentationszentrums im Mai 2010 Quelle: BBR / Bildwerk

Projektdaten

  • Nutzer Stiftung Topografie des Terrors
  • Adresse Niederkirchner Straße 8, 10963 Berlin, Deutschland
  • Architektur Arbeitsgemeinschaft Topographie: Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten GbR, Architektin Ursula Wilms und Prof. Heinz W. Hallmann, Landschaftsarchitekt
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat IV 4
  • Gesamtkosten rund 26,3 Millionen Euro
  • Baubeginn 2007
  • Fertigstellung 2010
  • Bruttogrundfläche rund 5.400 Quadratmeter
  • Nutzfläche rund 3.400 Quadratmeter
  • Wettbewerb 2005, offener, internationaler Realisierungswettbewerb

Projektbeschreibung

Der Neubau des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors wurde im Mai 2010, 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, fertiggestellt und feierlich eröffnet und ist seitdem der Öffentlichkeit zugänglich. Die Topographie des Terrors ist mit jährlich über 500.000 Besuchern einer der meistbesuchten Erinnerungsorte Berlins. Die Anlage besteht aus einem Hauptgebäude, einem mit Glas überdachten Ausstellungsgraben sowie dem durch ein Robinienwäldchen führenden Ausstellungsrundgang.

Das Projekt

Die Vorgabe des Architektenwettbewerbs, diesen einzigartigen Ort der Weltgeschichte zum Sprechen zu bringen, ist von dem Architektenbüro
Heinle, Wischer und Partner und dem Landschaftsarchitekten Prof. Heinz W. Hallmann erfüllt worden. Die materiellen Geschichtsspuren des Geländes sind deutlich sichtbar herausgearbeitet, werden auf 15 Informationselementen erklärt und informieren über die Geschichte des historischen Ortes.

Die Aufgabe der Stiftung Topographie des Terrors ist die wissenschaftlich-pädagogische Arbeit und Aufklärung. Die Topographie des Terrors ist keine Gedenkstätte. Mit dem neuen Dokumentationszentrum beginnt ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte eines Ortes, der nun nicht mehr als „Schandfleck“, sondern als Narbe wahrgenommen werden kann.

Historie

An dieser Stelle, in der Berliner Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße, hatten sich in den Jahren seit 1933 die wichtigsten Zentralen der nationalsozialistischen Repressions- und Verbrechenspolitik angesiedelt: 1933 das Geheime Staatspolizeiamt, 1934 die Reichsführung SS und 1939 das Reichssicherheitshauptamt, verantwortlich unter anderem für die Verfolgung politischer Gegner, die "Germanisierung" der eroberten Gebiete in Polen und der Sowjetunion sowie für den Völkermord an den europäischen Juden. Die im Zweiten Weltkrieg zum Teil stark beschädigten Gebäude wurden bis Mitte der 1950er Jahre abgerissen. Später wurde das Areal bis Mitte der 1980er Jahre einer Bauschuttverwertungsfirma und einem Autodrom zur "Zwischennutzung" überlassen.

Seit Ende der 1970er-Jahre rückte der vergessene Ort des Terrors allmählich wieder in das öffentliche Bewusstsein. Ausschlaggebend waren Hinweise auf die Vergangenheit des Geländes im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Berlin, das bürgerschaftliche Engagement durch zahlreiche Initiativen und Einzelpersonen sowie der Wiederaufbau des benachbarten, im Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Kunstgewerbemuseums, dem heutigen Martin-Gropius-Bau. In der Folge wurde das rund 45.000 Quadratmeter große Gelände mit seinen verstreuten Bodenzeugnissen (Keller, Fundamente, usw.) zwischen Wilhelmstraße, Niederkirchnerstraße (früher Prinz-Albrecht-Straße) und Anhalter Straße hergerichtet und 1987 zur 750-Jahr-Feier Berlins zusammen mit der provisorischen Ausstellung Topographie des Terrors, Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt auf dem "Prinz-Albrecht-Gelände" eröffnet worden.

Weitere Informationen

Architekturwettbewerb Dokumenttyp Wettbewerb

Weblink

Kontakt

Diese Seite

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK