Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Stülerbau-West – Museum Berggruen

Erweiterung

Foto: zwei dreistöckiges Gebäude klassizistischer Architektur an einer Straße, in der Mitte durch ein einstöckiges, modernes Verbindungsgebäude verbunden; das linke Gebäude wird von einer Rotunde gekrönt. Stülerbau-West und Erweiterung Die Anbindung des ehemaligen Offizierswohnhauses (rechts) an den Stülerbau-West erweiterte die Ausstellungsfläche des Museums um etwa 850 Quadratmeter.

Projektdaten

  • Nutzer Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
  • Adresse Schloßstraße 1, 14059 Berlin, Deutschland
  • Architektur Kuehn Malvezzi Architekten
  • Landschafts­architektur Planorama Landschaftsarchitektur
  • Wettbewerb VOF-Verfahren mit integrierter Entwurfsaufgabe
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat IV 4
  • Gesamtkosten rund 8,5 Millionen Euro
  • Baubeginn 2010
  • Fertigstellung 2012
  • Brutto-Grundfläche rund 1.900 Quadratmeter
  • Nutzungsfläche rund 1.000 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Zur Erweiterung des seit 1996 im Stülerbau-West untergebrachten Museums Berggruen realisierte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) die Herrichtung und räumliche Anbindung des benachbarten Gebäudes Spandauer Damm 17. Das Museum liegt in nächster Umgebung zu kulturell und baugeschichtlich bedeutenden Bauwerken südlich des Schlosses Charlottenburg.

Gemeinsam mit dem Stülerbau-West, dem Bröhan Museum und einer vom Bezirk genutzten Sporthalle liegen die Gebäude auf einem Areal von etwa 8.000 Quadratmeter Fläche. Sämtliche Gebäude  stehen unter Denkmalschutz. Im Zuge der Erweiterung wurden ebenfalls die hofseitigen Außenanlagen  geplant und hergestellt.

Das ursprünglich als Wohnhaus für Unteroffiziere Ende des 19. Jahrhunderts durch den Garnison-Bauinspektor Kahl errichtete Gebäude mit drei Vollgeschossen, Keller und Dachgeschoss, wurde bis Ende 2006 als Kindertagesstätte genutzt. Nach dem Umbau entstanden etwa 850 Quadratmeter Erweiterungsfläche für museale Zwecke und eine etwa 1.150 Quadratmeter große Grünfläche mit hohem Baumbestand als Skulpturengarten konzipiert. Der historische Haupteingang des Gebäudes wurde freigelegt und kann für besondere Anlässe genutzt werden.

Verfahren

Auf Grund der anspruchsvollen Planungsaufgabe waren im Rahmen eines Architektenauswahlverfahrens (VOF-Verfahren) Entwurfsskizzen zum neuen Verbindungsbau zwischen Stülerbau-West und dem Gebäude Spandauer Damm 17 zu erstellen. Unter fünf Entwurfsarbeiten wurde am 5. Mai 2008 durch ein Auswahlgremium aus Vertretern des Bundes und des Landes Berlin der Entwurf der Architekten Kuehn Malvezzi ausgewählt.

Erweiterung des Museums Berggruen

Der Umbau des Nachbargebäudes als Erweiterungsbau und die Anbindung an den Stülerbau-West wurde 2010 bis 2013 nach dem Entwurf des ausgewählten Berliner Architekturbüros Kuehn Malvezzi geplant und ausgeführt.

Eine Verbindung der beiden Bauten, Solitär Stülerbau-West und dem ehemaligen Offizierswohnhaus wurde durch einen gläsernen, etwa 25 Meter langen Verbindungsbau hergestellt. Dieses „Belvedere“ erschließt den Blick zum Charlottenburger Schloss auf der einen und in den Skulpturengarten auf der anderen Seite. Ein leicht geneigter Weg führt vom Verbindungsgang in den Garten.

Der Erweiterungsbau verfügt in drei Geschossen über zwölf Ausstellungsräume, die  in offener Bauweise von einer zentralen Halle erschlossen werden. Die Barrierefreiheit wurde unter anderem durch den Einbau eines neuen Aufzugs gewährleistet. Die technische Installation Klima, Lüftung, Beleuchtung und die Sicherheitsanlagen befinden sich deckenseitig in einer eigens entwickelten Schienenkonstruktion.

Verbindungsgang im Stülerbau West

Bild / Video 1 von 4

 Das Bild zeigt einen ebenerdigen, verglasten Verbindungsgang zwischen zwei Gebäuden mit dunklen, kantigen Metallstreben und großen Fenstern an Decke und Wänden. Verbindungsgang im Stülerbau West Verbindungsgang zwischen dem Museum Berggruen im Stülerbau-West und dessen Erweiterungsbau in Berlin

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