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Erweiterung
Die Anbindung des ehemaligen Offizierswohnhauses (rechts) an den Stülerbau-West erweiterte die Ausstellungsfläche des Museums um etwa 850 Quadratmeter.
Zur Erweiterung des seit 1996 im Stülerbau-West untergebrachten Museums Berggruen realisierte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) die Herrichtung und räumliche Anbindung des benachbarten Gebäudes Spandauer Damm 17. Das Museum liegt in nächster Umgebung zu kulturell und baugeschichtlich bedeutenden Bauwerken südlich des Schlosses Charlottenburg.
Gemeinsam mit dem Stülerbau-West, dem Bröhan Museum und einer vom Bezirk genutzten Sporthalle liegen die Gebäude auf einem Areal von etwa 8.000 Quadratmeter Fläche. Sämtliche Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Im Zuge der Erweiterung wurden ebenfalls die hofseitigen Außenanlagen geplant und hergestellt.
Das ursprünglich als Wohnhaus für Unteroffiziere Ende des 19. Jahrhunderts durch den Garnison-Bauinspektor Kahl errichtete Gebäude mit drei Vollgeschossen, Keller und Dachgeschoss, wurde bis Ende 2006 als Kindertagesstätte genutzt. Nach dem Umbau entstanden etwa 850 Quadratmeter Erweiterungsfläche für museale Zwecke und eine etwa 1.150 Quadratmeter große Grünfläche mit hohem Baumbestand als Skulpturengarten konzipiert. Der historische Haupteingang des Gebäudes wurde freigelegt und kann für besondere Anlässe genutzt werden.
Auf Grund der anspruchsvollen Planungsaufgabe waren im Rahmen eines Architektenauswahlverfahrens (VOF-Verfahren) Entwurfsskizzen zum neuen Verbindungsbau zwischen Stülerbau-West und dem Gebäude Spandauer Damm 17 zu erstellen. Unter fünf Entwurfsarbeiten wurde am 5. Mai 2008 durch ein Auswahlgremium aus Vertretern des Bundes und des Landes Berlin der Entwurf der Architekten Kuehn Malvezzi ausgewählt.
Der Umbau des Nachbargebäudes als Erweiterungsbau und die Anbindung an den Stülerbau-West wurde 2010 bis 2013 nach dem Entwurf des ausgewählten Berliner Architekturbüros Kuehn Malvezzi geplant und ausgeführt.
Eine Verbindung der beiden Bauten, Solitär Stülerbau-West und dem ehemaligen Offizierswohnhaus wurde durch einen gläsernen, etwa 25 Meter langen Verbindungsbau hergestellt. Dieses „Belvedere“ erschließt den Blick zum Charlottenburger Schloss auf der einen und in den Skulpturengarten auf der anderen Seite. Ein leicht geneigter Weg führt vom Verbindungsgang in den Garten.
Der Erweiterungsbau verfügt in drei Geschossen über zwölf Ausstellungsräume, die in offener Bauweise von einer zentralen Halle erschlossen werden. Die Barrierefreiheit wurde unter anderem durch den Einbau eines neuen Aufzugs gewährleistet. Die technische Installation Klima, Lüftung, Beleuchtung und die Sicherheitsanlagen befinden sich deckenseitig in einer eigens entwickelten Schienenkonstruktion.