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Wettbewerb Zwischenräume auf der Museumsinsel

Zwischenräume - Gestaltung des öffentlichen Raumes auf der Museumsinsel

Abgeschlossener Wettbewerb - Preisgerichtssitzung 22.01.2001

Erster Preis:
Levin Monsigny, Landschaftsarchitekten, Berlin

Die Museumsinsel liegt im Herzen Berlins und umfasst den nördlichen Teil der von Spree und Kupfergraben eingefassten Spreeinsel. Sie wurde im Dezember 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Zum Ensemble der Museumsinsel gehören die nördlich des Lustgartens gelegenen Baulichkeiten – das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie mit den an der Spree und an der Bodestraße umlaufenden Kolonnaden, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum – sowie die dazwischen liegenden Freiflächen mit der Bodestraße, der Museumsstraße und dem Stadtbahnviadukt, der seit 1878 die Insel zwischen Bode- und Pergamonmuseum durchschneidet. Die Museumsinsel ist im südlichen Teil über Friedrichsbrücke und Eiserne Brücke erschlossen, an der Nordspitze wird über die Monbijoubrücke der Eingang des Bodemuseums erreicht.

Alle fünf Häuser werden grundinstandgesetzt, saniert und zum Teil ergänzt. Grundlage aller Planungen und Baumaßnahmen ist das Zusammenführungskonzept der Staatlichen Museen zu Berlin/Preußischer Kulturbesitz, das über die Jahre weiterentwickelt und präzisiert wurde. Neben der sammlungsübergreifenden Ausstellungskonzeption, deren Umsetzung eine bauliche Verbindung der Häuser verlangt, spielen die künftig zu erwartenden hohen Besucherzahlen, die entsprechender Infrastruktureinrichtungen bedürfen, eine entscheidende Rolle für die Sanierung und Weiterentwicklung des Gebäudeensembles auf der Museumsinsel.

Ab Mitte 1998 wurde in einem intensiven Arbeitsprozess von der Planungsgruppe Museumsinsel ein Masterplan entwickelt, der mit Beschluss des Stiftungsrates der Stiftung Preußischer Kulturbesitz vom 4. Juni 1999 als Grundlage für alle weiteren Planungen festgesetzt wurde. Der Planungsgruppe gehören die Architekten an, die mit der Grundinstandsetzung des Alten Museums (Hilmer, Sattler & Albrecht), dem Wiederaufbau des Neuen Museums (David Chipperfield), der Grundinstandsetzung des Bodemuseums (Heinz Tesar) und der Grundinstandsetzung und Ergänzung des Pergamonmuseums (O. M. Ungers) beauftragt sind. Diese vier Häuser sollen über die Archäologische Promenade untereinander und mit dem neuen Eingangsbauwerk (David Chipperfield) verknüpft werden. Die Alte Nationalgalerie, die nach den Plänen des Architekten H. G. Merz saniert wird, wird hingegen baulich nicht mit den anderen vier Häusern verbunden.

Ziel des Wettbewerbes war es, ein Gestaltungskonzept für den gesamten Bereich der Museumsinsel und der angrenzenden Freiräume zu erhalten, das den denkmalpflegerischen wie auch den museumsfunktionalen Anforderungen gleichermaßen gerecht wird und sich in die bereits bestehenden Planungen integriert. Den Wettbewerb für die Zwischenräume auf der Museumsinsel konnte 2001 das Büro Levin Monsigny aus Berlin mit seinem Gestaltungsentwurf für sich entscheiden.

Die Freiflächen auf der Museumsinsel werden nach dem übergeordneten Gestaltungskonzept im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen an den Gebäuden Schritt für Schritt realisiert. Der Kolonnadenhof wurde 2010 fertiggestellt.

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