Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Packhofgebäude

In den Jahren 1829-32 war durch den Architekten Karl Friedrich Schinkel der sogenannte Packhof, bestehend aus kleineren Gebäuden sowie den drei Hauptgebäuden 1. Magazin (Standort heutiges Bodemuseum), 2. Dienstgebäude des Hauptsteueramtes (Standort heutiges Pergamonmuseum) und 3. dem Dienstgebäude des Wechselstempelamtes, der Provinzial-Steuer-Kasse und des Hauptstempelamtes mit der Dienstwohnung des Generaldirektors der Steuern und des Hauptstempelmagazinverwalters, errichtet. Davon war letzteres (genannt Hauptstempelmagazin) auf dem heutigen Baufeld der James-Simon-Galerie gelegen. Schon Schinkel hatte gewusst, dass der Baugrund sehr schlecht und mit nicht tragenden Faulschlämmen durchzogen ist. Er gründete das Hauptstempelmagazin auf über 700 Kiefernholzpfählen, deren Länge nach heutiger Kenntnis bis zu 10 m betrug und die einen Durchmesser von rd. 40 cm hatten. Auf diesen Pfählen platzierte er einen horizontalen Holzrost auf den Bohlen gelegt wurden. Damit war eine tragfähige Fläche im Untergrund für die eigentliche Fundamentherstellung aus Kalksteinen und die Mauern aus Backsteinen vorbereitet worden.


Der Packhof und so auch das Hauptstempelmagazin wurden im Jahr 1832 bezogen. Vierzig Jahre später wurde der Packhof verlegt und das Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt, zumal sich durch den Bau der Nationalgalerie und des Neuen Museums ein Funktionswandel auf der Insel vollzogen hatte und mit dem Beginn des Baus des Bode-Museums (1896) und des Pergamonmuseums (1910) weiter vollziehen sollte. Seit 1889 diente das Hauptstempelmagazin als Dienstwohnung für Staatssekretäre des Finanzministeriums sowie später als Dienstwohnung des Generaldirektors der Museen. Das Gebäude musste 1935 wegen massiver Setzungsschäden zwangsgeräumt werden, 3 Jahre später wurde es abgebrochen. Während der gesamten Standzeit des Gebäudes hatte es fortlaufend Reparaturen in Folge von Setzungsschäden gegeben. Zum Zeitpunkt der Zwangsräumung betrugen die ungleichmäßigen Setzungen bereits 90 cm auf einer Länge von 30 m. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam es nicht zu der an diesem Ort geplanten, kleineren Folgebebauung bestehend aus Museumsverwaltung, Garten und Museumsgaststätte.

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