Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Museum für Fotografie

Herrichtung des zweigeschossigen Kaisersaals zu Ausstellungsflächen

Zu sehen ist der Haupteingang des Museums für Fotografie in Berlin mit großen Bannern der Dauerausstellung des Fotografen Helmut Newton. Museum für Fotografie Haupteingang des Museums Quelle: BBR / Stefan Müller

Projektdaten

  • Nutzer Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
  • Adresse Jebensstraße 2, 10623 Berlin, Deutschland
  • Architektur Kahlfeldt Architekten, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat IV 4
  • Gesamtkosten 4,5 Millionen Euro (mit Ersteinrichtung)
  • Baubeginn 2008
  • Fertigstellung 2010
  • Bruttogrundfläche rund 1.300 Quadratmeter
  • Nutzfläche rund 900 Quadratmeter

Projektbeschreibung

Von 2008 bis 2010 wurden im Museum für Fotografie in Berlin unter der Leitung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Umbaumaßnahmen durchgeführt.

Projektverlauf

Hintergrund

Im Jahr 1909 wurde das Gebäude in der Jebensstraße 2 in Berlin-Charlottenburg von den Architekten Schmieden und Boethke als Versammlungshaus der Offiziere der Landwehrinspektion errichtet und diente als Treffpunkt und Vergnügungsstätte für das preußische Militär.

Nach Auflösung der Armee in der Folge des Ersten Weltkrieges ließ insbesondere der große Kaisersaal im 2. Obergeschoss eine Umnutzung als Theater zu, das jedoch 1938 den Betrieb einstellte. Mehrere Bombentreffer zerstörten im Zweiten Weltkrieg hauptsächlich die rückwärtigen Räume und das Dach.

Der Architekt Max Taut sicherte bereits 1946 im Auftrag des Britischen Militärs die Ruine durch einen sichtbaren, vereinfachten Dachstuhl, der nicht mehr das ursprüngliche Tonnengewölbe nachzeichnete.

Nach einem umfassenden Umbau durch das Büro Kahlfeldt Architekten zeigt die Helmut-Newton-Foundation seit 2004 die Arbeiten Helmut Newtons im neuen Museum für Fotografie der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB). Dazu wurden bis 2005 das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss durch die Helmut-Newton-Foundation zu Ausstellungsflächen hergerichtet. Das Provisorium des ehemaligen Kaisersaals diente dem Museum für Fotografie als Ausstellungsraum.

Planungen

Die Planungen für die Räumlichkeiten des Museums für Fotografie im 2., 3. und im Dachgeschoss des Hauses in der Jebensstraße schreiben den Entwurf von Kahlfeldt Architekten fort. Grundlage sind die Standards des Maßnahmenkataloges, die für das Projekt durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und die Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) definiert wurden.

Umgesetzte Maßnahmen

Dieser Katalog umfasste im 1. Bauabschnitt die Herstellung des zweigeschossigen Kaisersaals im Mittelbau des 2. und 3.Obergeschosses als raumlufttechnisch geregelten modernen Ausstellungsbereich mit den ursprünglichen Vestibülen zum Ost- und Westhof. Zudem war die Herrichtung des Bereichs im Nebentrakt des 2. Obergeschosses zur Ausstellungsvorbereitung (ebenfalls raumlufttechnisch geregelt) vorgesehen. Auch die Erneuerung der Personenaufzugsanlage und davon unabhängige Umbauten für die Brandschutzertüchtigung im gesamten Gebäude wurden umgesetzt.

Im Rahmen der geplanten Maßnahmen wurden außerdem die veralteten und unsicher gewordenen Leitungsstränge der Heizungs- und Sanitärversorgung im gesamten Gebäude erneuert. Dies erfolgte weitgehend unter Berücksichtigung der permanenten Nutzung des Gebäudes und entsprechend räumlich und zeitlich eingegrenzter Bautätigkeit. Des Weiteren wurde die Erstausstattung der Ausstellung eingerichtet inklusive Kompletterneuerung des Kassensystems und Erweiterung oder Erneuerung des Leit- und Informationssystems.

Die Maßnahme wurde im Mai 2010 abgeschlossen und das Gebäude an die Staatlichen Museen zu Berlin übergeben.    

Museum für Fotografie

Bild / Video 1 von 5

Längsschnitt vom Kaisersaal im Museum für Fotografie in Berlin Museum für Fotografie Längsschnitt vom Kaisersaal Quelle: © Kahlfeldt Architekten, Berlin

Kontakt

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