Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Kunst am Bau

  • Status ??????
  • Veröffentlichung 29.06.2011

Der vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführte Kunst-am-Bau-Wettbewerb für den Martin-Gropius-Bau in Berlin ist entschieden.
Unter Vorsitz der Kunstsachverständigen Frau Dr. Söke Dinkla, Leiterin des Kulturhauptstadtbüros Duisburg RUHR 2010, wurde durch die Jury der Entwurf der Künstlergruppe Geißler/Lippert aus Berlin zur Ausführung empfohlen. Sie erhält den 1. Preis.
Die Künstlergruppe Stracke & Wakil & Seibt, München, wurde für den 2. Preis nominiert. Eine Anerkennung erhält das Künstler-Duo M+M ebenfalls aus München.

Ergebnisse

1. Preis: Arbeit 1031
Geissler/Lippert, Berlin
"Unterton"

Auszug aus dem künstlerischen Konzept
"In seiner jetzigen Form wird der Stadtraum vor der Südseite des Martin-Gropius-Baus nicht als Platz, sondern ausschließlich als Passage, also im 'vorbeigehen' erlebt. Weder gibt es eine räumliche Fassung oder angrenzende Hauseingänge, noch belebende Elemente oder Aktivitäten. Der Ort ist bestimmt durch die Schwere des Bodenmaterials, das die 'historische Aura' des Bodens verstärkt."

"Eine unterirdische akustische Installation in der Mitte des Platzes fördert eine neue Raumwahrnehmung. Beim Betreten der zentralen Fläche wird ein rotierendes Klangbild unterhalb des Bodens in Gang gesetzt. Es fordert den Passanten zum Innehalten und Verweilen auf..."


2. Preis: Arbeit 1022
Stracke & Wakil & Seibt, München
"Still life"

Auszug aus dem künstlerischen Konzept
"Das Zusammentreffen von profanem Leben mit der hehren Gestalt der historisierenden Architektur spielt auf das klassische Gegensatzpaar des high & low an. Der aufgeräumten, sauberen Hochkultur tritt das ungeschönte, harte, authentische Dasein des Natürlichen gegenüber. Die unmittelbare sinnliche Präsenz der dreidimensionalen Tiere, verstärkt durch einen leicht vergrößerten Maßstab, mag auf dem Platz irritieren. Dabei haben die ruhenden, ausgemergelten Körper der Straßenhunde nichts mächtiges, furchteinflößendes, sondern erinnern an die heimliche Heroik der vom Leben gezeichneten Überlebenskünstler: schlau, vorsichtig, kräftesparend in ihrer prekären Lebenssituation."


Anerkennung: Arbeit 1026
M+M, München
"Drop Sculpture, 2011"

Auszug aus dem künstlerischen Konzept
"Drop Sculpture ist eine hybrid erscheinende Skulptur, halb übergroßer zerberstender Schreibtisch, halb minimalistischer Alublock", die auf dem Südplatz im Laufe der Jahre immer ihre Position wechselt. Sie setzt das filmische Bewegtbild und die klassische Skulptur in einen engen Bezug. Es ist der paradoxe Versuch, die zeitliche Dimension des Films in ein gänzlich anderes, traditionell statisches Medium zu übertragen.

Auf dem Platz mit seinen räumlichen und historischen Bezugspunkten wird das Objekt "zu einem Bild der spontanen geistigen Befreiung vom Ballast dieser Vergangenheit, als ein anarchistisch vitaler Akt, der neue Freiräume schafft".

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