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Kunst-am-Bau-Wettbewerbe Humboldt Forum im Berliner Schloss – HUF 2 und HUF 3

Mit dem Humboldt Forum im Berliner Schloss entsteht nach Plänen des italienischen Architekten Franco Stella in der historischen Mitte Berlins ein einzigartiger und lebendiger Ort für die Begegnung mit den Kulturen der Welt. Außen werden die drei barocken Schlossfassaden zum Lustgarten, zur Schlossfreiheit und zum Schlossplatz rekonstruiert. Nach Osten zur Spree zeigt sich das Humboldt Forum selbstbewusst zeitgenössisch. Ebenso werden die drei barocken Fassaden im Schlüterhof wieder aufgebaut. Auch hier trägt die vierte Fassade eine moderne Gestaltung.

Als Teil der Baumaßnahme, die das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Auftrag der Bauherrin, der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, betreut, wurden vom BBR, Referat A 2, insgesamt vier Kunst-am-Bau-Wettbewerbe ausgelobt.

Verfahren

Die Wettbewerbe für die Kunststandorte „Foyer zum Auditorium“ (HUF 2) und „Foyerwand 1. OG zwischen Berlin-Ausstellung und Humboldt Akademie“ (HUF 3) wurden aus Synergiegründen gemeinsam durchgeführt. Es handelte sich um nicht-offene anonyme Wettbewerbe in deutscher und englischer Sprache mit vorgeschaltetem offenem Bewerberverfahren. Die Ausschreibung erfolgte gemäß des Leitfadens Kunst am Bau (BMUB 2012) und in Anlehnung an die Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013). Tag der Auslobung war der 8. Mai 2018.

Kunststandort Foyer zum Auditorium (HUF 2)

Gegenstand dieses Kunst-am-Bau-Wettbewerbs war das Foyer zum Auditorium im Erdgeschoss des Humboldt Forums. Dem Künstlerduo Dellbrügge & de Moll (Christiane Dellbrügge und Ralf de Moll, Berlin) wurde in der Jurysitzung am 7.8.2018 ein 1. Preis für ihren Entwurf „Die Architekten“ zuerkannt. Einen weiteren 1. Preis hat der Künstler Martin Bruno Schmid aus Stuttgart mit seinem Entwurf „Fond (Goldgrund)“ gewonnen. Mit dem 3. Preis wurde die Arbeit des Künstlerduos Dolores Zinny und Juan Maidagan mit dem Titel „Horizont“ ausgezeichnet. Das Preisgericht empfahl einstimmig, den Wettbewerbsbeitrag von Dellbrügge & de Moll zu realisieren.

Das Erdgeschoss des Humboldt Forums ist geprägt durch das großzügige Eingangsfoyer mit Kassenbereich sowie durch unterschiedlich nutzbare Flächen für Sonderausstellungen, Konferenzen, Konzerte, Aufführungen und Lesungen. Darüber hinaus runden Gastronomie und Handelsflächen das Angebot ab. An der nordwestlichen Gebäudeecke befinden sich das große Auditorium und ein Multifunktionssaal, denen ein großzügiges Foyer von etwa 180 Quadratmetern vorgelagert ist. Für Kunst am Bau stehen hier die Wandflächen des Foyers zur Verfügung. Die Künstlerinnen und Künstler waren aufgefordert, sich in ihren Beiträgen mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen. Für die Realisierung der preisgekrönten Arbeit im Foyer zum Auditorium steht ein Betrag von maximal 150.000 Euro brutto zur Verfügung.

Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Dr. Barbara Steiner tagte am 7.8.2018 und wählte aus 19 eingereichten Wettbewerbsarbeiten aus. Zuvor waren von einem Auswahlgremium 20 Künstlerinnen und Künstler aus insgesamt 115 Einreichungen zur Teilnahme an dem Wettbewerb ausgewählt worden.

Kunststandort Foyerwand 1. OG zwischen Berlin-Ausstellung und Humboldt Akademie (HUF 3)

Gegenstand dieses Kunst-am-Bau-Wettbewerbs war die Foyerwand zwischen Berlin-Ausstellung und Humboldt Akademie im ersten Obergeschoss des Humboldt Forums. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Dr. Barbara Steiner tagte am 8.8.2018 und erkannte dem Künstler Stefan Sous für seinen Entwurf „ZEITMASCHINE“ den 1. Preis zu. Mit dem 2. Preis wurde der Entwurf der Künstlerin Almut Determeyer mit dem Titel „SPEKTRUM [ˈʃpɛktrum]“ ausgezeichnet.

Ziel des Wettbewerbs war es, für den definierten Kunststandort eine künstlerische Intervention zu finden, die die Gebrüder von Humboldt als Namensgeber dieser weltweit einzigartigen Kulturinstitution in besonderer Weise würdigt. In unmittelbarer räumlicher Nähe zur Berlin-Ausstellung und zur Humboldt Akademie – einem Ort des Austausches, des Forschens und Lernens – sollen auf der zur Verfügung stehenden Wandfläche Leben und Werk der Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt im Mittelpunkt stehen. Für die Realisierung des Kunstwerks steht ein Betrag von maximal 40.000 Euro brutto zur Verfügung.

Standort Foyer zum Auditorium

ein 1. Preis - 1004

"Die Architekten"

Dellbrügge & de Moll, Berlin

Entwurf ein 1. Preis - Foyerwand zum Auditorium "Die Architekten"Aufsicht Quelle: Dellbrügge & de Moll, Berlin



Entwurf ein 1. Preis - Standort Foyer zum Auditorium "Die Architekten"Ausschnitt (Foyerwand Nord) Quelle: Dellbrügge & de Moll, Berlin

ein 1. Preis - 1015

"Fond (Goldgrund)"

Martin Bruno Schmid, Stuttgart

Entwurf ein 1. Preis "Fond (Goldgrund) – 14-Karat Gold in Wand"Visualisierung Quelle: Martin Bruno Schmid, Stuttgart

Entwurf ein 1. Preis "Fond (Goldgrund)"Entwurf eines Dübels aus Gold Quelle: Martin Bruno Schmid, Stuttgart



Entwurf ein 1. Preis "Fond (Goldgrund)"Konstruktionszeichnung Quelle: Martin Bruno Schmid, Stuttgart

3. Preis - 1011

"Horizont"

Dolores Zinny und Juan Maidagan, Berlin

Entwurf 3. Preis "Horizont"Raumsimulation mit Blick nach Nord-Osten Quelle: Dolores Zinny und Juan Maidagan, Berlin



Entwurf 3. Preis "Horizont"Detail Nordwand Quelle: Dolores Zinny und Juan Maidagan, Berlin



Standort Foyerwand 1. OG zwischen Berlin-Ausstellung und Humboldt Akademie

1. Preis - 1164

"ZEITMASCHINE"

Stefan Sous mit Heinke Haberland, Düsseldorf

Entwurf 1. Preis - Standort Foyerwand 1. OG "ZEITMASCHINE"Perspektive Quelle: Stefan Sous mit Heinke Haberland, Düsseldorf

Entwurf 1. Preis - Standort Foyerwand 1. OG "ZEITMASCHINE"Wandmontage / Bauart Uhr Quelle: Stefan Sous mit Heinke Haberland, Düsseldorf

2. Preis - 1156

"SPEKTRUM [ˈʃpɛktrum]"

Almut Determeyer, Berlin

Entwurf 2. Preis - Standort Foyerwand 1. OG "SPEKTRUM [ˈʃpɛktrum]"Perspektive Quelle: Almut Determeyer, Berlin

Entwurf 2. Preis - Standort Foyerwand 1. OG "SPEKTRUM [ˈʃpɛktrum]"Wandansicht Quelle: Almut Determeyer, Berlin

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