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Brandschutzsanierung und weitere Instandsetzungen
Ensemble aus Kursgebäude (links) und Hauptgebäude des Goethe-Instituts Nancy
Mit der Brandschutzsanierung und weiteren Instandsetzungsmaßnahmen zwischen 2014 und 2016 konnte die sichere und moderne Nutzung des denkmalgeschützten Haupthauses sowie der beiden kleineren zum Institut gehörenden Häuser des Goethe-Instituts in Nancy gewährleistet werden. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR – Referat III A 1) betreute das Projekt.
Das Institut befindet sich in einem aus drei Gebäuden bestehenden Stadtpalais inmitten eines großen Parks. Das imposante dreigeschossige Haupthaus wurde 1878 als Wohngebäude errichtet. Hier sind die Bibliothek sowie Verwaltungsbüros, Lehrerzimmer und Seminarräume untergebracht.
Neben dem Haupthaus gehören zwei weitere, je zweigeschossige Gebäude zu der Anlage: Die einstigen Stallungen beherbergen die Unterrichtsräume und einen Veranstaltungssaal. Das ehemalige Pförtnerhaus wurde zu einer kleinen Dienstwohnung umfunktioniert.
Die Arbeiten erfolgten bei laufendem Betrieb. Die Sanierung der Kursräume wurde daher in den Sommerferien durchgeführt. Die Baumaßnahme konnte 2016 abgeschlossen werden.
Bauliche Ausgangssituation
Die Gebäude wurden vor Beginn der Instandsetzungen schon mehrere Jahre vom Goethe-Institut genutzt. Vorausgegangene Renovierungs- und Umbaumaßnahmen lagen aber bereits 15 Jahre zurück. Die Gebäude waren nicht barrierefrei und der bauliche Brandschutz unzureichend. Zudem entsprachen die technischen Anlagen nicht mehr den gängigen Vorgaben.
Das Bauvorhaben hatte damit seinen Ursprung in der dringend notwendigen Brandschutzsanierung, weitere Maßnahmen wurden ergänzt.
Konzept
Das Konzept sah Instandsetzungsarbeiten in verschiedensten Bereichen vor. Insbesondere waren Brandschutz und Barrierefreiheit auf den aktuellen Stand zu bringen. Der Dachstuhl des Hauptgebäudes und der historische Wintergarten waren baufällig und mussten vollständig erneuert werden. Im Hauptgebäude musste ein neues Treppenhaus über alle Geschosse als erster Rettungsweg eingebaut werden. Die technischen Anlagen bedurften einer Teilerneuerung. Sanierungsbedürftige Bodenbeläge und Wandverkleidungen, Unterdecken und Anstriche waren zu überarbeiten, zu ergänzen oder zu erneuern.
Die Sanierungsmaßnahmen erfolgten in zwei Abschnitten:
Vorbereitende Maßnahmen und Rohbau
Der Dachstuhl des Hauptgebäudes wurde komplett erneuert.
Die Rohbaumaßnahmen beschränkten sich auf die Erneuerung des Dachs über dem Hauptgebäude und dem Wohnhaus, den Einbau eines neuen Fluchttreppenhauses im Hauptgebäude und die Ertüchtigung von Geschossdecken.
Mit dem neu errichteten Treppenhaus im Hauptgebäude besteht nun der notwendige bauliche Fluchtweg.
Innenausbau
Ein historisches Treppenhaus verbindet Erdgeschoss und erstes Obergeschoss im Hauptgebäude.
Im Wesentlichen wurden die bestehenden Räume saniert und renoviert. Besonders im Hauptgebäude bedurften die vorhandenen, bauhistorisch wertvollen Elemente einer aufwendigen Behandlung: Kaminfassungen, Holzvertäfelungen, Zierverglasungen, Mosaikbeläge, Treppengeländer, Zierparkett und Marmortreppen wurden aufgearbeitet und restauriert.
Technische Ausstattung
Die Heizungsanlage sowie die sanitären Anlagen wurden teilweise durch moderne Anlagen ausgetauscht. Auch die elektrischen Anlagen, nahezu alle Leuchten sowie alle IT-Anlagen wurden erneuert. Im Hauptgebäude erfolgte der Einbau einer flächendeckenden Rauchmeldeanlage.