Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Deutsche Schule der Borromäerinnen Alexandria

Neubau als Zuwendungsmaßnahme

Das Rendering zeigt groß einen der zweigeschossigen Baukörper der neuen Deutschen Schule mit davorliegendem Freibereich und einigen Schülerinnen Deutsche Schule der Borromäerinnen in Alexandria Die Freibereiche zwischen den flachen Baukörpern der neuen Schule laden zum Spielen und zur Begegnung ein.

Projektdaten

Projektbeschreibung

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) – Referat III S 3 – betreut als Zuwendungsmaßnahme das Neubauprojekt für die Deutsche Schule der Borromäerinnen Alexandria, Ägypten. 2015 wurde dafür vom Referat A 2 des BBR nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe ein Wettbewerb durchgeführt. Das Preisgericht entschied sich für das Architekturbüro WAP Worschech Architekten Planungsgesellschaft aus Erfurt als Generalplaner.

Die Deutsche Schule der Borromäerinnen ist eine Mädchenschule. Über 90 Prozent der Schülerinnen sind Ägypterinnen, über 80 Prozent muslimischen Glaubens. Rund 760 Mädchen, davon 640 Schülerinnen und 120 Kindergartenkinder, besuchen die Schule. Hinzu kommen etwa 75 Beschäftigte aus Lehrerkollegium und Verwaltung.

Um dem Raumbedarf dieser Deutschen Schule gerecht zu werden, wird auf einem Grundstück außerhalb des Stadtzentrums von Alexandria ein neuer Schulkomplex gebaut.

Projektverlauf

Ausgangssituation

Seit 1884 befindet sich die Schule in einem ursprünglich als Hotel errichteten Gebäude in der zentral gelegenen Rue Salah-El-Dine in Alexandria. 1976, 1980 und 1989 wurde das Schulgebäude baulich erweitert. Heute bietet die Bestandsliegenschaft der Deutschen Schule der Borromäerinnen in sechs Häusern eine Nutzfläche von insgesamt rund 4.000 Quadratmetern. Gemessen an der Zahl der Schülerinnen entspricht dies nicht mehr dem Standard einer Deutschen Auslandsschule.

Zusammenfassend sind folgende bedarfsauslösende Gründe für die Neubaumaßnahme zu nennen:

  • Erhebliche Raum- und Flächenknappheit auf der Bestandsliegenschaft
  • Wesentliche Unterschreitung der funktionalen Standards
  • Kontinuierliche Einschränkung des schulischen Programms bzw. des laufenden Schulbetriebes

Der Neubau des Schulkomplexes beinhaltet im 1. Bauabschnitt folgende Nutzungen.

  • Schulische Nutzung der Grundschule sowie der Sekundarstufe I und II
  • Aula
  • Sporthalle
  • Gebetsräume
  • Verwaltung

Die Baumaßnahme wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes als Zuwendungsmaßnahme finanziert. Der Deutsche Schule der Borromäerinnen in Alexandria e.V. als Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden.

Im Rahmen eines 2. Bauabschnittes ist die Umsetzung der folgenden Nutzungen geplant, die bereits bei der Planung berücksichtigt wurden. Die Errichtung dieser Gebäude wird aus Eigenmitteln des Vereins finanziert.

  • Kindergarten
  • Schwimmhalle
  • Gästezimmer
  • Kongregationshaus

Anforderungen

Neben dem architektonischen Qualitätsanspruch an die gesamte Gebäudegestaltung, der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes und der funktionalen Anforderungen waren die Aspekte einer umfänglich mit dem Hochbauentwurf verwobenen Freianlagenplanung wichtiges Ziel im Entwurfsprozess. Der Entwurf sollte insbesondere auch im Hinblick auf die Angemessenheit der konstruktiven und nachhaltigen Maßnahmen unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen vor Ort sowie im Hinblick auf die wirtschaftliche Optimierung in Planung, Bau und Betrieb überzeugen. Ein geringer Energiebedarf und eine größtmögliche Energieeffizienz sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Anlehnung an den Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“ waren wichtige Aspekte, nach denen das Preisgericht den Gebäudeentwurf bewertete.

Ziel des Vergabeverfahrens im Anschluss an den Wettbewerb nach RPW war der Abschluss eines Generalplanervertrages, der neben der Gebäudeplanung auch die Landschaftsplanung, die Auslegung der Technischen Gebäudeausrüstung und die Tragwerksplanung umfasst.

Baugenehmigung

Der Antrag auf Baugenehmigung wurde mit der örtlichen Schulbaubehörde abgestimmt und Anfang 2018 bei den ägyptischen Behörden eingereicht. Die Baugenehmigung liegt seit Anfang 2019 vor. Parallel wurde vom Generalplaner die Ausführungsplanung erstellt. In Abstimmung mit dem Bauherrn, dem Zuwendungsgeber und der Bauverwaltung wurde das Vergabeverfahren zur Findung des lokal üblichen Generalunternehmers EU-weit sowie örtlich ausgeschrieben. Die vorbereitenden Baugrundarbeiten wurden vorgezogen. Sie begannen Ende 2019.

Nächste Schritte: Baubeginn

Nach Abschluss der Baugrundarbeiten und nach der Beauftragung des Generalunternehmers beginnen voraussichtlich im Mai 2021 die Hochbauarbeiten.

Zum Thema

Neubau Deutsche Schule der Borromäerinnen Alexandria Dokumenttyp Wettbewerb

Wettbewerbstyp: Planungswettbewerb Status: Abgeschlossen Ort: Afrika

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