Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Residenz der Deutschen Botschaft Washington

Neubau

Das Bild zeigt die Residenz der Deutschen Botschaft in Washington mit Säulenhalle (Portikus)  von der südlichen Gartenseite aus. Residenz der Deutschen Botschaft in Washington Gartenseitiger Portikus der Residenz der Deutschen Botschaft Washington Quelle: BBR

Projektdaten

  • Nutzer Deutsche Botschaft Washington
  • Adresse Reservoir Road NW 4645, 20007 Washington, D.C., USA
  • Architekt Oswald Mathias Ungers
  • Landschaftsarchitekt Bernhard Korte, Düsseldorf
  • Projektleitung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat III A 2
  • Gesamtkosten rund 29,4 Millionen Deutsche Mark
  • Baubeginn 1992
  • Fertigstellung 1994
  • Grundstücksfläche rund 21.000 Quadratmeter
  • Wettbewerb 1982, beschränkter Realisierungswettbewerb zur Erlangung von Bauentwurfsvorschlägen
  • Kunst am Bau Markus Lüpertz, Gerhard Merz, Christa Näher, Rosemarie Trockel, Simon Ungers, Sophia Ungers (Konzeption)
  • Bauleitung Bundesbaudirektion, Bauleitung Washington
  • Bauausführung Structure Tone Inc., New York / Washington D.C.

Projektbeschreibung

Die Bundesbaudirektion, Vorgänger des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), betreute von 1992 bis 1994 den Bau des Residenzgebäudes für die Deutsche Botschaft in Washington nach Plänen des Architekten Oswald Mathias Ungers.

Architektur

Residenz als Gesamtkunstwerk

Die von dem Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers Ende der 1980er-Jahre geplante Residenz in Washington markiert einen deutlichen Wendepunkt in der Selbstdarstellung der Bundesrepublik. Mit dem Anspruch, ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, konzipierte Ungers ein Residenzgebäude, bei dessen Planung er das Quadrat als durchgehendes Modul einsetzte. So entstand von 1992 bis 1994 ein rationalistisch durchdachter zweigeschossiger Bau, der von einem Hügel herab die Umgebung beherrscht. Die Verkleidung aus örtlich vorkommendem weißen Stein hebt die betont würdevolle Erscheinung des Bauwerks zusätzlich.

Als auffälligstes Element des Baukörpers zeigt sich die Eingangsfront an der Schauseite. An ihr sind verschiedene Architekturtraditionen wie die klassische Säulenreihe, der antike Portikus oder einfach abstraktes Gebälk zu assoziieren. Aber auch ortsbezogene Verbindungen zu den antikisierenden Washingtoner Prachtbauten des 19. Jahrhunderts sind möglich.

Die gesamte Architektur der Residenz steht für einen gelungenen, selbstbewussten Umgang mit Architekturgeschichte, ohne der Gefahr zu erliegen, in schlichte historische Reminiszenzen zu verfallen.

Aufteilung des Gebäudes

Das Residenzgebäude ist in zwei Ebenen gegliedert. Im Erdgeschoss befindet sich ein großzügiger Empfangssaal, der sich als eigener Baukörper mit Satteldach aus dem Gesamtkomplex heraushebt. Angeschlossen sind das Damen- und Herrenzimmer sowie der Speisesaal.

Im Obergeschoss befinden sich die privaten Wohn- und Schlafräume des Botschafters. Ungers Gesamtkonzept schloss die komplette Innenausstattung bis zu den ebenfalls von dem Quadratmodul bestimmten Sesseln mit ein. Selbst die Auswahl des Tafelsilbers, des Geschirrs und der Tischwäsche wurde davon berührt.

Zum Thema

Kanzlei Deutsche Botschaft Washington Dokumenttyp Bauprojekt

Standort: Nordamerika Typ: Sanierung Nutzung: Botschaften und Konsulate

Deutsche Botschaft Washington Dokumenttyp Wettbewerb

Wettbewerbstyp: Kunst-am-Bau-Wettbewerb Status: Abgeschlossen Ort: Nordamerika

Kontakt

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