Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Bauprojekt Deutsche Botschaft Tiflis

Neubau von Kanzlei- und Residenzgebäude

Virtuelle Darstellung der Deutschen Botschaft Tiflis in der Straßenansicht Virtuelle Darstellung der Deutschen Botschaft in Tiflis Virtuelle Darstellung der Deutschen Botschaft Tiflis in der Straßenansicht Quelle: wulf architekten Stuttgart

Projektdaten

Projektbeschreibung

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) wurde 2013 mit dem Neubau der Deutschen Botschaft in Tiflis/Georgien beauftragt. Im Rahmen des Bauvorhabens entstehen das Kanzleigebäude mit der Reisekosten-Visa-Stelle, die Residenz und Nebengebäude. Die Neubauten sollen auf einem bundeseigenen zirka 7.300 Quadratmeter großen unbebauten Hanggrundstück in Tiflis errichtet werden.

Das Areal befindet sich oberhalb des Zentrums von Tiflis und ist Bestandteil eines geplanten Botschaftsviertels. In direkter Nachbarschaft wurde bereits die Auslandsvertretung Großbritanniens errichtet. Das Gelände ist geprägt durch einen wertvollen Baumbestand, der trotz der umfangreichen Baumaßnahmen weitgehend erhalten werden kann. Die Hanglage mit Ausrichtung auf das Stadtzentrum ermöglicht dem Planer die Schaffung von reizvollen Sichtbeziehungen auf die Stadt. Insgesamt bietet das Areal die Möglichkeit für einen repräsentativen Neubau.

In der Auslobung des 2014 durchgeführten Planungswettbewerbes wurde die Beschäftigung mit dem Land Georgien, mit dessen Kultur und Traditionen ebenso gewünscht wie eine ressourcenschonende Materialität der Baukonstruktion. Der Preisträgerentwurf von wulf architekten GmbH aus Stuttgart hat die in der Region traditionelle Lehmbauweise als gestaltprägendes Mittel für die Fassade aufgegriffen.

Der Stand der bisherigen Planungen und Untersuchungen zur Stampflehmfassade zeigt, dass die notwendigen Qualitäten hinsichtlich Sicherheit und Repräsentanz  mit der vorgeschlagenen Lehmbauweise erreicht werden. Im Botschaftsbau erfolgt die Anwendung erstmalig. Die Stampflehmfassade wird eine positive Außenwirkung des Botschaftsneubaus hinsichtlich Nachhaltigkeit, Technologietransfer und Ökologie unterstützen.

Die Planung wird durch ein zeitgemäßes Energiekonzept unter Einbeziehung erneuerbarer Energien abgerundet. Die energiepolitischen Ziele des Bundes mit Einhaltung der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 werden ebenso erreicht wie die für den Auslandsbau erforderliche Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit der Anlagentechnik.

Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele des Bundes erfolgt in Anlehnung an den Leitfaden „Nachhaltiges Bauen“. Die Zielsetzungen wurden sachgerecht an die Besonderheiten des Standortes und der Entwurfsplanung angepasst.

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