Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Kunst-am-Bau-Wettbewerb Generalkonsulat Kaliningrad

Einladungswettbewerb

  • Status Abgeschlossen
  • Veröffentlichung 12.01.2000
  • Nutzer Generalkonsulat Kaliningrad

Preisträger

1. Preis: Arbeit 1519
Klaus Walter, Berlin und Rügen

Das zentrale Objekt ist ein Leuchtkastenbild an der Wandscheibe vor der Treppe, auf dem eine Treppe mit einer "zufälligen Konstellation" von Figuren zu sehen ist, die "unterschiedliche Zustände des Unterwegs-Seins [offenbaren]". Durch eine wechselnde Farbbeleuchtung der Fläche im oberen Teil transportiert das Bild unterschiedliche 'Botschaften', der untere Bildteil dagegen bleibt unverändert.Während der Leuchtkasten einen "künstlichen Durchblick" schafft, wird im Gang der Blick in die Umgebung "künstlich zerschnitten". Hier sollen die Scheiben in transparente und gesandstrahlte Flächen aufgeteilt werden. Zusätzlich sollen drei Scheiben bis zur halben Höhe farbige Folien erhalten. Der ausschnitthafte Blick und die eingefärbten Glasflächen sollen "eine Art Verfremdung erzeugen" und mit der sich ändernden Farbe des Leuchtkastens korrespondieren.

Beurteilung des Preisgerichts (Auszug)

Der Entwurf überzeugt durch seine Vielfalt der Elemente - seien sie künstlerischer oder formaler Art - und seinen Facettenreichtum in der Wirkung auf die Betrachter. Er wurde von der Jury als repräsentativ und identitätsstiftend für ein modernes Deutschland wahrgenommen. Das figurative Element der hinterleuchteten Collage/Malerei öffnet den Raum und bietet durch die Darstellung von Menschen, die eine Treppe von einem Ort zu einem anderen hinauf- und hinuntergehen, direkte Bezugselemente für die Besucher des Generalkonsulats und ihre Beweggründe diesen Ort aufzusuchen. Die Strukturen der Glaswände dynamisieren mittels matter und farbiger, geometrischer Flächen die Anmutung des Raums und schaffen unterschiedliche atmosphärische Lichtsituationen. Besonders gefiel der Jury das Spannungsverhältnis zwischen Verspieltheit und Strenge. Die Heiterkeit und Beschwingtheit des Entwurfs wird durch die variierenden Farben der LED -Technik im Lichtkasten noch gesteigert.

Arbeit 1517: (engere Wahl)
Monika Goetz, Berlin

Auf jedes zweite Glaspaneel auf der Gangseite zum Haupteingang werden Vornamen von deutschen, russischen, polnischen und litauischen Menschen, die für Kaliningrad beziehungsweise Königsberg eine positive Bedeutung haben und hatten, gedruckt. Vor einem milchigen Hintergrund sind die Buchstaben transparent, damit "die Welt hinter der Glasscheibe" durch diese Namen hindurch wahrgenommen wird und die Namen "in der Landschaft aufgehen". Die Namen sollen für historische Personen oder als Platzhalter für ganz "normale" Menschen mit demselben Vornamen stehen. Die Arbeit möchte das kulturell Verbindende hervorheben und Anlass zu Gesprächen mit anderen Besuchern bieten.

Arbeit 1516:
Wolfgang Rüppel, Köln

Vorgeschlagen wird eine künstlerische Gestaltung des Glasganges zur Haupteingangsseite. Die Scheiben sollen ein Baummotiv-Ornament erhalten, das einen Wechsel von transparent farbigen und offen durchsichtigen Stellen zeigt. "Der Blick in den Park wird so durch das Bild nicht verschlossen, der Park verdoppelt und gespiegelt. Da das Bild insgesamt vom Gang her nur bedingt als solches wahrnehmbar [ist], entsteht eine Verwirrung des Sehens, die sich erst bei genauerem Hinsehen auflöst." Das leichte gegeneinander Verschieben der zwei Farbschichten in Hellblaugrün und Hellblaurot soll für eine "räumliche Wirkung und eine zurückhaltende Plastizität des Ornaments" sorgen.


Arbeit 1518:
Nicole Zäch, Berlin

Vorgeschlagen wird eine Mosaikarbeit für die Setzstufen der Treppe, die sich aus einer Vielzahl farbiger Vierecke in unterschiedlichen Größen zusammensetzt. Form und Anordnung der Felder haben symbolischen Charakter. Sie möchten dem Gedanken der Veränderung nachgehen und dabei die wechselhafte Geschichte der Stadt Kaliningrad reflektieren. Gleichzeitig sollen die Umrisse der farbigen Felder die geographische Ausdehnung Kaliningrads andeuten.

Arbeit 1520:
Roland Stratmann, Berlin

Die Arbeit besteht aus teilverspiegelten Verbundgläsern, auf denen farbige Silhouetten von Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten deutscher Städte zu sehen sind. Aus der Entfernung betrachtet, sollen sich die einzelnen Spiegelbänder zu einem Gesamtbild, das die Umgebung reflektiert, verbinden. Die Besucher können ihr eigenes Spiegelbild im Horizont der Stadt- Landschaften entdecken und so auf die kulturelle Vielfalt Deutschlands eingestimmt werden.

Informationen zum Wettbewerb

Auslober, Koordination und Durchführung

Bauherr und Auslober

Bundesrepublik Deutschland
vertreten durch das
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
vertreten durch das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Nutzer

Generalkonsulat Kaliningrad

Koordination und Durchführung

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat A 2 - Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsmaßnahmen
Beate Hückelheim-Kaune (Referatsleitung)
Birgit Jacke-Ziegert (Projektleitung und Vorprüfung)
Fasanenstraße 87, 10623 Berlin

Wettbewerbsaufgabe

Als Kunststandort für das Generalkonsulat Kaliningrad wurde der Erschließungsgang, der vom neuen Pförtnergebäude über eine einläufige Treppe zur Visastelle im Bestandsgebäude führt, vorgegeben. Künstlerische Interventionen konnten für die Glasscheiben des Ganges oder die anderen Oberflächen wie Boden, Decke oder Wandscheibe vorgeschlagen werden. Die Arbeit sollte positive Signale senden und sich für die Besucher leicht erschließen lassen.

Wettbewerbsverfahren

Der Kunst-am-Bau-Wettbewerb wurde als Einladungswettbewerb ausgelobt. Das Verfahren war anonym. Es wurden fünf Teilnehmer/innen zum Wettbewerb eingeladen.

Weitere Informationen

Generalkonsulat Kaliningrad Dokumenttyp Bauprojekt

Standort: Europa Typ: Umbau Nutzung: Botschaften und Konsulate

Kontakt

  • Referat A2 - Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau,
    Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau 
    Straße des 17. Juni 112
    10623 Berlin

    Tel.: +49 30 18401-9201
    Fax: +49 30 18401-9209
    E-Mail: Architektur@bbr.bund.de

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