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Kanzlei Deutsche Botschaft Duschanbe, Tadschikistan

Instandsetzung mit Neuunterbringung der Kanzlei

Aussenansicht der Botschaft Duschanbe Botschaft DuschanbeAussenansicht der Botschaft Duschanbe Quelle: BBR / Torsten Seidel

NutzerDeutsche Botschaft Duschanbe
AdresseUlliza Samoni 59/1, Duschanbe
ArchitektAndré Janka, Berlin
ProjektleitungBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat III A 3
FachingenieureBundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat III S 2
Gesamtkostenrund 5,2 Millionen Euro
Baubeginn2005
Fertigstellung2008
Bruttogrundflächerund 1.600 Quadratmeter
Nutzflächerund 760 Quadratmeter
Kunst am BauAntje Schiffers, Berlin


Von 2005 bis 2008 wurde unter der Leitung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ein aus den 1970er-Jahren stammendes Gebäude in Duschanbe für die Kanzlei der Deutschen Botschaft umgebaut und instandgesetzt.

Tadschikistan ist der kleinste der zentralasiatischen GUS-Staaten. Mehr als 70 Prozent der Fläche sind Hochgebirge, nur 7 Prozent liegen unterhalb 1.000 Meter über NN. Mit einer Bevölkerung von 7 Millionen ist Tadschikistan die ärmste unter den fünf zentralasiatischen Republiken. Durch die Folgen des verheerenden Bürgerkrieges von 1992 bis 1997 wurde das Land zusätzlich deutlich zurückgeworfen.

Die Bundesrepublik Deutschland hat das unabhängige Tadschikistan 1992 diplomatisch anerkannt und war bis zum Dezember 2001 als einziger Mitgliedstaat der Europäischen Union mit einer Botschaft in der Hauptstadt Duschanbe vertreten. Nach einer provisorischen Lösung wurde im Ergebnis der 2004 durchgeführten Standortuntersuchungen für eine Neuunterbringung der Deutschen Botschaft Duschanbe aus 8 untersuchten Standorten die Liegenschaft an der Ulliza Samoni 59/1 erworben.

Das Grundstück ist mit einem zweigeschossigen Bestandsgebäude und einem kleinen Garagenkomplex in Massivbauweise (Mauerwerksbau) bebaut. Der Bestand aus den 1970er-Jahren war zum Zeitpunkt des Erwerbs in einem baulich sehr schlechten Zustand. Kernstück der Baumaßnahme war die Ertüchtigung und der Umbau des Bestandsgebäudes zum Kanzleigebäude. Ein Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Erdbebensicherheit gelegt. Wichtige Maßnahmen, die schon im Vorfeld geleistet werden mussten, waren dabei eine Grundstückserweiterung, die Errichtung einer Außeneinfriedung zur Sicherung der Liegenschaft, der Neubau eines Pförtnergebäudes und der Abbruch und die Umverlegung von Versorgungsleitungen.

Der für örtliche Verhältnisse wertvolle Baumbestand wurde dabei weitestgehend erhalten und durch partielle Schnittmaßnahmen gesichert.

In einem weiteren Bauabschnitt wurde auf dem gleichen Grundstück die Residenz des Botschafters als Neubau errichtet.

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