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Bundesrat erhält Anbau mit Besucherzentrum

Bauvorbereitungen beginnen im Sommer 2019

Ausgabejahr 2019
Datum 06.06.2019

Berlin. Mit einem symbolischen Spatenstich beginnen am 27. Juni die vorbereitenden Maßnahmen für einen Anbau des Bundesratsgebäudes in Berlin-Mitte. In dem vom Architekturbüro Max Dudler entworfenen Neubau werden Flächen für besondere Funktionsräume (IT-Zentrum, Bibliothek, Parlamentsarchiv) und Büros geschaffen, die derzeit noch in einem Gebäudeflügel des Detlev-Rohwedder-Hauses, dem Dienstsitz des Bundesministeriums der Finanzen (BMF), untergebracht sind. Dieser Bereich steht dem BMF dann zur Eigennutzung zur Verfügung. Zudem entstehen für den Bundesrat zusätzliche Flächen für die Optimierung der Besucherbetreuung. Die städtebauliche Lücke zum Leipziger Platz wird geschlossen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist Eigentümerin des Grundstücks und Bauherrin. Sie wird bei der baufachlichen Umsetzung des Bauvorhabens durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) vertreten. Die bauliche Fertigstellung ist für 2024 geplant.

Der geplante Neubau entsteht auf dem BImA-eigenen Grundstück Leipziger Straße 2. Diese schmale und tiefe Baulücke schließt westlich an das Bundesratsgebäude, dem denkmalgeschützten ehemaligen Preußischen Herrenhaus, an und wird durch die Bebauung aus den 1990er-Jahren am Potsdamer Platz begrenzt. Die Entwurfsplanung für das Bauprojekt wurde im Frühjahr abgeschlossen und befindet sich vor der haushaltsmäßigen Anerkennung. Nach dem symbolischen Spatenstich im Juni erfolgen bauvorbereitende Maßnahmen, insbesondere die Kampfmittelsondierung und die Begutachtung des Baugrundstücks unter archäologischer Begleitung. Nach derzeitigem Stand kann Anfang 2020 mit dem Aushub der Baugrube begonnen werden. Die Rohbauarbeiten schließen sich unmittelbar daran an.

In den Anbau werden zentrale, den Parlamentsbetrieb des Bundesrates unterstützende Verwaltungseinheiten verlagert, wie zum Beispiel das IT-Zentrum, das Informationszentrum mit Dokumentation, Bibliothek und Parlamentsarchiv und Büroflächen. Neue Räume für die Betreuung der Besucher werden dem öffentlichen Interesse an der Arbeit des Bundesrates und der damit verbundenen steigenden Besucherzahl gerecht. Der Anbau dient künftig als Ausgangspunkt des Besucherrundgangs und verfügt über die erforderlichen Service- und Sicherheitseinrichtungen. Ferner bietet ein Rollenspielsaal die Möglichkeit, insbesondere Jugendlichen die Arbeitsweise des Bundesrates im Zusammenwirken mit den anderen Verfassungsorganen, wie mit dem Deutschen Bundestag, zu vermitteln. Der attraktive Eingangsbereich im Erdgeschoss wird für Publikum öffentlich zugänglich sein. Durch die Überdachung des westlichen Innenhofes des Altbaus entsteht ein großer Raum, der atmosphärisch die Anbindung zwischen denkmalgeschütztem Hauptgebäude und modernem Anbau erleben lässt und der flexibel genutzt werden kann, Ausstellungen oder Veranstaltungen sind hier möglich.

Auch der Südgarten des Bundesrates, der sich hinter dem Altbau bis zum Neubau erstreckt, wird im Zuge des Bauvorhabens neu gestaltet und gärtnerisch im Außenbereich die Beziehung zwischen altem und neuem Gebäude verstärken.

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