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Ägyptisches Museum und Papyrussammlung wird Partner des EU-Projekts „Transforming the Egyptian Museum Cairo”

Ausgabejahr 2019
Datum 29.01.2019

Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin ist Partner des von der Europäischen Union mit 3,1 Millionen Euro geförderten Projekts „Transforming the Egyptian Museum Cairo”. Ziel des auf drei Jahre angelegten Vorhabens mit zahlreichen europäischen Exzellenzpartnern ist es, das weltberühmte und denkmalgeschützte ägyptische Nationalmuseum am Tahir-Platz mit Hilfe der fünf größten europäischen Sammlungen ägyptischer Altertümer mit einem Masterplan für die Zukunft zu versehen sowie Teilbereiche der Ausstellung in ihrem Erscheinungsbild zu verbessern.

Unter der Leitung des Museo Egizio (Turin) sind neben der Berliner Sammlung der Louvre (Paris), das British Museum (London) und das Rijksmuseum van Oudheden (Leiden) Projektpartner. Unter Federführung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung bringen auch ausgewählte Fachbereiche der Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin sowie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ihre Expertise ein. Bestandteil der Beratungen sind u.a. die Erarbeitung einer musealen Gesamtstrategie, Ideen für die Neukonzeption der Schausammlung und die partielle Umsetzung neuer Inhalte – etwa der Funde aus den Königsgräbern von Tanis – die Entwicklung von Arbeitsbereichen wie Bildung, Kommunikation oder Gebäudemanagement sowie die Vorbereitung eines Masterplans für das Museum. Darüber hinaus wird das Konsortium bei einer möglichen Antragstellung als UNESCO-Welterbe-Stätte beraten.

„Die gemeinsame Initiative der europäischen Partner eröffnet ganz neuartige Perspektiven des Wissensaustauschs und der Kooperation zwischen den großen ägyptischen Sammlungen in Europa und dem bedeutendsten Museum ägyptischer Kunst und Kultur in Kairo“, so Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. „Wenn die Kenntnisse und Erfahrungen unserer Museumsexpertinnen und -experten dazu beitragen, dass die altägyptische Kultur, die die Menschen weltweit fasziniert, in Ägypten selbst noch stärker als bisher zur Geltung kommen kann, dann begrüße ich das sehr. Für eine Institution wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die viele herausragende Zeugnisse der altägyptischen Kultur auf der Museumsinsel Berlin versammelt hat, sehe ich dies als Teil ihrer Verantwortung gegenüber dem Herkunftsland.“

Christina Haak, stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin, führt fort: „Aus unserer Sicht besticht an diesem außergewöhnlichen Projekt vor allem die Tatsache, dass führende europäische Museen und Sammlungen zusammen mit den ägyptischen Kolleginnen und Kollegen auf einer Ebene zusammenarbeiten, die in der Regel unter den Institutionen meist keine Rolle spielt: dem kollegialen Austausch konzeptioneller, zukunftsweisender Ideen. Ich freue mich, dass die Staatlichen Museen zu Berlin mit ihrer baufachlichen Expertise an diesem spannenden, innovativen Projekt beteiligt sein dürfen und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg.“

Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museum und Papyrussammlung: „Die gemeinsamen Bemühungen dieses von der Europäischen Union großzügig geförderten Projektes kommt einem Museum zu Gute, das für jeden Ägyptologen – und für viele Besucherinnen und Besucher – immer das ‚Herzstück‘ aller ägyptischen Museen bleiben wird. Dieses Haus verdient alle Anstrengungen und wir freuen uns in einem außerordentlich gut abgestimmten Team zusammen mit unseren ägyptischen Kolleginnen und Kollegen diese Herausforderung annehmen zu dürfen.“

Weitere Informationen:

Digitale Pressemitteilung

Pressebereich der Staatlichen Museen zu Berlin

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