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Neubau erweitert Goethe-Institut in Dublin

Grundsaniertes Baudenkmal und Ergänzungsgebäude feierlich eröffnet

Ausgabejahr 2018
Datum 20.09.2018

Berlin/Dublin. Am 19. September 2018 wurde das Goethe-Institut Dublin nach umfangreichen Baumaßnahmen feierlich wiedereröffnet. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude am Merrion Square war von 2016 bis 2018 unter der Leitung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) saniert und um einen Neubau erweitert worden. Mit dem Abschluss des Bauprojekts erhält das Goethe-Institut Dublin ein neues Domizil an einer seiner angestammten Adressen im Herzen der irischen Hauptstadt.

Anlässlich der Eröffnung zeigte sich BBR-Präsidentin Petra Wesseler erfreut über den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahmen: „Das neue Goethe-Institut in Dublin ist ein überzeugendes Beispiel für die gelungene Erweiterung eines historischen Baudenkmals.“ An der Eröffnungsfeier, welche auch die Aufnahme des Lehrbetriebes im Neubau markiert, nahmen Josepha Madigan, Kulturministerin der Republik Irland, Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kultur- und Bildungspolitik beim Bundesminister des Auswärtigen, Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts und Deike Potzel, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Irland, teil.

Seit 1975 war das Dubliner Goethe-Institut auf zwei verschiedenen bundeseigenen Liegenschaften untergebracht, die zuletzt beide stark sanierungsbedürftig waren. Nach Abwägung aller Möglichkeiten wurde entschieden, eines der beiden Grundstücke zu verkaufen und das viergeschossige georgianische Patrizierhaus am Merrion Square denkmalgerecht instandzusetzen. Durch eine Erweiterung des Hauses um einen Neubau sollte zudem der erforderliche Platz für die Zusammenlegung der bisherigen Standorte geschaffen werden. Ziel der Baumaßnahme war es, neben der zeitgemäßen Herrichtung der Liegenschaft, die Arbeitsabläufe des Instituts zu verbessern und die Bewirtschaftungskosten zu senken. Mit der Grundinstandsetzung des Altbaus und der Errichtung des Neubaus war das in Berlin und Dublin ansässige Architekturbüro Henchion + Reuter beauftragt worden.

Bei der Grundsanierung des über 200 Jahre alten Gebäudes standen vor allem Aspekte des Denkmalschutzes im Vordergrund. So wurde unter anderem die rote Backsteinfassade originalgetreu aufgearbeitet. Auch im Innern wurde auf einen denkmalgerechten Umgang mit dem Bestand Wert gelegt, so etwa bei der Wiederherstellung der historischen Stuckdecken. Der grundsanierte Altbau bietet Raum für die Verwaltungsbüros des Dubliner Goethe-Instituts sowie für die Bibliothek und ein Auditorium.

Im Neubau konnten nun auch die Sprachabteilung und insbesondere auch die Unterrichtsräume untergebracht werden. Der Neubau befindet sich im rückwärtigen Grundstücksbereich und bildet zusammen mit dem Altbau ein Ensemble, das typisch für die Bebauung der schmalen Grundstücke im Zentrum der irischen Hauptstadt ist. Über ein Verbindungsgebäude schließt der Neubau barrierefrei an den Altbaubestand an. Das Flachdach des Verbindungsbaus wurde als begrünter und begehbarer Begegnungsbereich gestaltet, wodurch Aufenthaltsqualität geschaffen und der zur Verfügung stehende Platz auf dem Grundstück optimal genutzt wird. Gestalterisch stellt der Neubau vor allem durch die Backsteinfassade im Sockelbereich Bezüge zum Altbau her, in den darüber liegenden Geschossen setzt er sich durch eine teilweise halbtransparente Kupfer-Glas-Fassade ab.

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